The November Man (Filmkritik)

Agent Peter Devereaux (Pierce Brosnan), Codename „November Man“, lebt in der Schweiz und genießt dort seinen Ruhestand. Als er für einen Auftrag reaktiviert wird, findet er sich schnell in einer Verschwörung wieder, die den russischen Präsidentschaftskandidaten und hochrangige CIA-Beamte betrifft.

Devereaux muss Alice Fournier (Olga Kurylenko) schützen, die wegen ihres Insiderwissens gejagt wird. Dabei ist der Agent (Luke Bracey), der den beiden dicht auf den Fersen ist, ausgerechnet Devereauxs ehemaliger Protegé und Schüler.

The November Man Film Pierce Brosnan

Der Film „The November Man“ basiert auf dem Roman mit dem Titel „There Are No Spies“ von Bill Granger. Der besagte Roman ist das bereits siebte (von dreizehn) Abenteuer rund um Peter Devereaux. Die Umsetzung auf die Leinwand kann durchaus als gelungen bezeichnet werden, leidet aber unter gewissen Aspekten der Umsetzung.

Für die Regie an dieser Stelle verantwortlich ist der Australier Roger Donaldson (Seeking Justice). Seine Arbeit besticht einerseits durch eine gewisse, offensichtliche Erfahrung und dennoch hat man das Gefühl Donaldson war an dieser Stelle etwas planlos unterwegs. Was macht man üblicherweise wenn man selbst keinen Plan hat?

Man „borgt“ sich ein Konzept, dass sich bereits bewährt hat oder wie in diesem Fall sogar zwei. Optisch gibt es daher einige offensichtliche Parallelen zur Bourne-Filmereihe, während man sich ganz nebenbei bei den Bond-Filmen bedient (immerhin hat man ja dazu den perfekt passenden Hauptdarsteller).

Der Film setzt auf eine actionreiche Inszenierung, gerne auch in Kombination mit einer leicht verwackelten Kameraführung. Diese ist sogar verhältnismäßig gut gelungen und ermöglicht es dem Zuschauer in den allermeisten Fällen den Überblick zu behalten. Zwar hat man diese Technik in gewissen Bourne-Filmen bereits besser gesehen, dennoch ist sie an dieser Stelle sehr gelungen.

Was die Handlung betrifft, hat man es geschafft, sie in entsprechend passender Form vom Roman zu adaptieren. Von russischen Bösewichten (meiner Meinung nach die Besten), über eine Verschwörung innerhalb der CIA hat man einiges zu bieten. Auch wenn man sich generell nichts wirklich Neues einfallen hat lassen, weiß die Geschichte rund um Devereaux zu gefallen.

Durch die schnelle Erzählweise bleibt dem Zuschauer zudem hier kaum Zeit, um das Ende erraten zu wollen. Wenn wir schon beim Thema sind: Hier ist ununterbrochen etwas los und der Film arbeitet sich von einer actionreich inszenierten Szene zur nächsten, ohne zwischendurch irgendwann eine längere Pause zu machen.

Zwar ist man diesbezüglich immer noch weit von „Transformers 4“ entfernt und dennoch wäre es schön gewesen, dem Zuschauer die eine oder andere Verschnaufpause zu gönnen. Etwas das man dem Film in weiterer Folge zu Gute halten muss ist, dass er mit einem Budget von gerade einmal 15 Millionen Dollar sein Auskommen gefunden hat – und man merkt es zu keinem Zeitpunkt.

Hier hat man nie das Gefühl das Geld hätte für diese oder jene Szene nicht gereicht, oder es würde sich hier um eine Low-Budget-Produktion handeln. Was an dieser Stelle natürlich ein Stück weit hilft ist die Tatsache, dass man es geschafft hat, einige bekannte bzw. talentierte Schauspieler für sich zu gewinnen. Der vermutlich bekannteste, Pierce Brosnan (The World’s End), hat an dieser Stelle dann die Hauptrolle über.

Brosnan war und ist von allen Bond-Darstellern einer meiner persönlichen Favoriten. Als Devereaux schlüpft er wieder in die Rolle eines Agenten, arbeitet dieses Mal allerdings für einen anderen Geheimdienst und beweist ganz nebenbei, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Irgendwie scheint das Thema Bond für Brosnan noch nicht ganz abgeharkt zu sein.

Aus diesem Grund gibt es, in der Art wie Brosnan die jeweilige Rolle anlegt, entsprechend eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dem bekannten britischen Spion und Peter Devereaux. Luke Bracey (G.I. Joe: Retaliation) macht als Devereaux Schüler Mason einen soliden Eindruck, während Olga Kurylenko (Oblivion) leider die meiste Zeit eher blass wirkt.

In weiteren Rollen finden sich dann noch Will Patton (Armageddon) und Bill Smitrovich (Ted). Obwohl alle hier perfekt gecastet sind und in den jeweiligen Rollen ausgezeichnete Arbeit leisten, ist es dennoch so, dass sich Brosnan hier zu keinem Zeitpunkt die Schau stehlen lässt.

Alles in allem ist „The November Man“ trotz einiger geborgter Elemente ein durchaus gelungener Agententriller. Die Geschichte funktioniert und Brosnan passt ausgezeichnet in die Rolle von Devereaux, die er bereits früher in ähnlicher Form verkörpert hat. Eine Fortsetzung wurde bereits angekündigt!

Der Film „The November Man“ bekommt 7,5/10 unter allen Umständen die Verschwörung aufdeckende Empfehlungspunkte.


2 Gedanken zu „The November Man (Filmkritik)

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