2 Fast 2 Furious (Filmkritik)

Nachdem der ehemalige Undercover-Cop Brian O’Conner (Paul Walker) einen Verdächtigen laufen ließ, verdient er selbst seinen Lebensunterhalt mit illegalen Straßenrennen. Er wird allerdings vom FBI geschnappt, die ihn zu einem Deal überreden wollen. O’Conner soll bei dem mutmaßlichen Drogenhändler Carter Verone (Cole Hauser) als Fahrer anheuern, um ihn später überführen zu können. O’Conner holt sich deswegen Hilfe von seinem ehemaligen Kumpel Roman Pearce (Tyrese Gibson), der aber so gar nicht gut auf ihn zu sprechen ist.

Hier finden sich weder Vin Diesel (The Last Witch Hunter) noch Regisseur Rob Cohen wieder, da beide gemeinsam an dem Film „XXX“ gearbeitet haben. Damit ist der zweite Teil der einzige des Fast & Furious-Franchise, der ganz ohne Diesel auskommen muss. Das stört aber kein bisschen, denn die Lachgaseinspritzung funktioniert hier dennoch ausgezeichnet.

Teil zwei hat dann um einige PS mehr zu bieten als sein noch realistisch gehaltener Vorgänger. Man merkt, dass an dieser Stelle der FUN groß geschrieben wird, Freunde und Familie einen anderen Platz in der Geschichte haben und die Autos noch eine Spur schneller sind. Alles in allem hat Regisseur John Singleton (Four Brothers) den Prototypen eines idealen Fast & Furious-Filmes auf die Leinwand gebracht, auch wenn sich das Konzept später als hier und da ausbaufähig erwiesen hat.

Die Geschichte, die man möglichst nicht zu genau hinterfragen sollte, versucht dann wenig subtil möglichst oft schnelle Autos einzubauen. Letztendlich geht es darum einen Drogenhändler dingfest zu machen. Die Rennen sind deutlich spektakulärer, wenn auch verbesserungswürdig. So werden zu Beginn oft mittelmäßig aussehende CGI-Effekte verwendet und es wird übermäßig oft auf die Gesichter der Fahrer geschnitten.

Abgesehen davon sind die Actionsequenzen sehr gelungen und man hat, anders als bei Teil eins, als Zuschauer ein gutes Gefühl für die Geschwindigkeit. Paul Walker (Running Scared) als Brian O’Conner hat sich glaubhaft zu einem talentierten Rennfahrer weiterentwickelt. Dieser Umstand dürfte nicht nur Walkers schauspielerischem Talent geschuldet sein.

Walker hat einige Stunts selbst durchgeführt, was beweist, dass er auch im echten Leben ein ausgezeichneter Fahrer war. An dieser Stelle wurden auch zwei Charaktere eingeführt, die mittlerweile ein fester Bestandteil des Franchises sind. Tyrese Gibson (Transformers) als Roman Pearce scheint hier in erster Linie seinen Spaß gehabt zu haben.

Pearce besticht neben seiner großen Klappe auch durch die Tatsache, dass er ständig irgendetwas Essbares in den Fingern hat. Der Charakter hätte leicht anstrengend ausfallen können, funktioniert aber in Kombination mit O’Conner hervorragend. Man glaubt den beiden die gemeinsame Vergangenheit, wobei sie sich zu Beginn erst einmal zusammenraufen müssen.

Ludacris (Gamer) als Tej Parker fällt vor allem dadurch auf, dass er unglaublich tief in die Welt der illegalen Autorennen integriert ist und scheinbar ein Talent dafür hat, gewisse Dinge zu organisieren. In erster Linie da um gut auszusehen ist Eva Mendes (The Spirit), die als Monica Fuentes Undercover arbeitet. Leider sieht man von Mendes in letzter Zeit nicht mehr viel, da sie sich derzeit um ihre Familie kümmert.

Vergleichsweise gut als Bösewicht ist Cole Hauser (Transcendence) als Carter Verone. Zwar kommt Hauser das Drehbuch zu gute, aber dennoch spielt er den eiskalten Psychopathen derartig gut, dass es dem Zuschauer hier und da kalt über den Rücken läuft.

Alles in allem ist „2 Fast 2 Furious“ ein Film bei dem die Richtung stimmt. Die Geschichte ist unterhaltsam, aber Mittel zum Zweck, und die Actionsequenzen rasant, aber ein wenig verbesserungswürdig. Die beiden Neuzugänge, Gibson und Ludacris, machen sich ausgezeichnet und sorgen dafür, dass man Vin Diesel zu keinem Zeitpunkt vermisst.

Der Film „2 Fast 2 Furious“ bekommt 7/10 Lachgas zum richtigen Zeitpunkt einspritzende Empfehlungspunkte.


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