Transformers (Filmkritik)

Der Student Sam Witwicky (Shia LaBeouf) will sich unbedingt sein erstes Auto kaufen. Bestürzt stellt er fest, dass sein Auto ein gewisses Eigenleben hat – denn es ist ein Autobot namens Bumblebee. Doch Bumblebee ist nicht der einzige seiner Art, der auf der Erde gelandet ist – ihm folgten die Decepticons Blackout und Scorponoc, die eine ganze Militärbasis in der Wüste von Katar verwüsten, um an Informationen über den All Spark zu kommen. Doch das war erst der Anfang, denn gemeinsam mit seiner Freundin Michaela (Megan Fox) macht Sam sich auf, den Autobots bei ihrer Mission zu helfen und gerät dabei zwischen die Fronten.

Transformers

Als 2004 bekannt wurde, dass man sich neuerlich daran versuchen würde, einen Film über die „Transformers“ der Spielzeug-Marke Hasbro zu machen, waren die Lager gespalten. Nachdem bereits im Jahr 1986 „The Transformers: The Movie“ trotz durchaus bekannten Synchron-Stimmen wie Orson Welles, Leonard Nimoy und Eric Idle furchtbar in die Hose ging und in den USA weniger als sechs Millionen Dollar einspielte, durchaus verständlich. Als dann auch noch bekannt wurde, dass Steven Spielberg nicht wie erwartet Regie führen würde, sondern der von Filmkritikern eher milde belächelte Michael Bay, rechneten viele mit einer mittelschweren Katastrope. Doch wider Erwarten war er einer der unterhaltsamsten Filme des Jahres 2007.

Man kann ja von Michael Bay durchaus halten, was man möchte, aber auf die Inszenierung von Over-the-top Actionsequenzen, versteht er sich und genau das machte ihn zum richtigen Mann für „Transformers“. Was Bay gemeinsam mit den Magiern von Industrial Light and Magic auf die Leinwand zaubert, ist die vielleicht am besten inszenierte Materialschlacht aller Zeiten (wenngleich „Pacific Rim“ starke Konkurrenz ist). Ein Highlight ist, wenn sich die titelgebenden Transformers verwandeln. Allein Optimus Prime besteht aus über 10.000 beweglichen Einzelteilen. Selbst wenn dieser metallene Koloss einfach nur steht, bewegt sich trotzdem immer irgendetwas.

Und was man sich eingestehen muss ist, dass Bay und sein Team einen in sich schlüssigen Plot schufen, der tatsächlich (zumindest über weite Strecken) Sinn ergibt (soweit bei dieser Thematik möglich/nötig). Was maßgeblich zum Erfolg des Filmes beiträgt, ist dass die Autobots wie lebendige Wesen wirken und nicht wie Roboter, ein jeder hat seinen eigenen Charakter und vor allem Optimus Prime nimmt man seine Rolle als Beschützer aller Autobots auf jeden Fall ab, nicht zuletzt dank der tollen Synchro von Peter Cullen, der Optimus Prime schon in der „Transformers“-TV-Serie aus den 90-er Jahren seine Stimme lieh.

Keiner der Stars kam damals aus dem A-Kader von Hollywood, alle machten aber ihre Sache für Big-Screen Neulinge mehr als gut. Shia LaBeouf (Lang lebe Charlie Countryman) spielte danach noch in zwei weiteren „Transformers“-Filmen Sam Witwicky (Revenge of the Fallen, Dark of the Moon) macht aber inzwischen mehr durch Plagiats-Vorwürfe von sich reden, als durch sein Schauspiel-Können.

Megan Fox (Jennifer´s Body) – aka Eye Candy aka Michaela – hat nicht allzu viel zu tun, außer hübsch zu sein. Fox wurde ja höchst pressewirksam aus der Film-Reihe gekickt, nachdem sie Michael Bay mit Hitler verglich, aber inzwischen scheint sie sich mit Bay versöhnt zu haben, denn sie hat eine der Hauptrollen in dem bald heraus kommenden „TMNT“. Josh Duhamel (Fire with Fire) als William Lennox hat es trotz seinem soliden Auftritt bisher nicht wirklich geschafft in Hollywood Fuß zu fassen, wird aber im Herbst in der Serie „Battle Creek“ zu sehen sein.

Fazit: Alles in allem ein gelungener Film, der sehr durchgestylt daherkommt und hauptsächlich eines tut: Spaß machen!

Der Film bekommt von mir 7/10 technisch überentwickelte Empfehlungspunkte.


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