Transformers: Devastation (Game-Review)

Transformers-Devastation-Logo

Die Decepticons haben wieder einmal einen Plan. Sie finden ein altes Cybertron-Raumschiff und wollen mit dessen Hilfe die Atmosphäre der Erde umwandeln um sie zu Cybertron zu transformieren. Natürlich können das die Autobots, angeführt von Optimus Prime, nicht zulassen und so beginnt eine wilde Jagd um alte Geheimnisse und die Rettung der Welt.

Es war ein Reflex. Als ich vom Einkaufen nach Hause kam, bemerkte ich, dass ich mir ein PS3-Spiel zugelegt hatte. Ich erinnere mich, es in der Hand gehalten und wie ein Kleinkind gegrinst zu haben, als ich bemerkte, es handelt sich um ein TRANSFORMERS-Spiel in der Optik der alten Zeichentrickserie. Kindheitserinnerungen: Hallo! Das waren damals meine absoluten Lieblingsfiguren und Optimus Prime („Autobots – Roll out!“) und Megatron („Starscream! You fool! We need fuel!“) haben mir damals Englisch beigebracht im „Sky Channel“. Da liefen Zeichentrickserien in englischer Sprache, die man sonst nirgendwo sehen konnte (gilt auch für „Mask“ und „Masters Of The Universe“). Der Unterschied zwischen „fool“ ( = Starscream 😉 ) und „fuel“ (Benzin) wurde selten so großartig dargestellt.

Wie dem auch sei: Jedenfalls hatte ich scheinbar in einem Anfall von Kindheitswahn „Transformers: Devastation“ gekauft. Also ab in die PS3 damit und gleich mal gucken, ob das etwas taugt. Das Logo von Platinum Games („Bayonetta“) verspricht abgefahrene Action mit ein wenig Tiefgang, eine gut inszenierte (wenn auch seichte) Handlung und geschmeidige Grafik. Nicht mehr und auch nicht weniger.

Und genau das bekommt man auch. Von der Spielmechanik her betrachtet ist „Transformers: Devastation“ ein extrem seichter Titel. Man fährt/läuft herum, kämpft mit einfachen Kombinationen gegen Horde über Horde von stärker werdenden Gegnern und zwischendurch gibt es mal kleine Abwechslungen in Sinne von Sidescroller-Action. Dazwischen immer wieder Arena-Kämpfe gegen mehrere (sich teilweise wiederholende) Gegner oder gegen Riesenbosse.

Da steckt nicht viel dahinter, ganz ehrlich. Aus verschiedenen fallen gelassenen Waffen kann man zwischen den Mission – dank Wheeljack und ein wenig Glück – seine Ausrüstung aufpeppen und durch Erfahrungspunkte seine Fähigkeiten steigern. Alles wie gehabt, nichts davon neu und vieles davon auch sehr simpel und pragmatisch umgesetzt. Ein kurzweiliger Actionspaß also, der nach ein paar Stunden wieder vorbei ist.

transformers-devastation-gameplay

Aber halt: “Du hast da was übersehen!“, ruft meine innere Noch-Keine-16-Jahre-seiende-Stimme. „Du spielst Optimus Prime! Du spielst Grimlock! Du spielst Bumblebee! Du trittst Megatron persönlich in den Hintern! Du reißt Soundwave den Hintern auf, verkloppst Shockwave, machst doch tatsächlich Devastator (den großen aus mehreren Constructicons bestehenden Bot – bitte nicht an den aus „Transformers: Revenge Of The Fallen“ denken, der war peinlich) fertig. Wie kann das nicht großartig sein!?“

Und die Stimme sagt die Wahrheit. Wenn ich mit meinem überpowerten Optimus Prime durch die Scharen an (super gezeichneten und anmierten) Feinde pflüge, mich rechtzeitig zur Seite ducke, um „Focus“ aufzuladen und eine oder zwei Sekunden Zeit gewinne um Megatron ein paar zu verpassen, bevor die Zeit weiterläuft und er sich wieder bewegt, oder wenn ich durch Tastendruck meine „Vehicle“-Attacke auslöse und zB Grimlock in Saurierform Starscream den Rest gibt, dann hat meine Begeisterung wenig mit dem Gameplay zu tun (das in gleicher Form bereits woanders 1:1 genau so vorgekommen ist – da ist wirklich, wirklich überhaupt nichts Neues dabei), sondern mit der simplen Tatsache, dass das DIE TRANSFORMERS meiner KINDHEIT/JUGEND sind! Pure Nostalgie.

Wenn ich jetzt noch anmerken darf: Alle meine Autobots sind auf dem höchsten Level in allen Fähigkeiten – ich habe das Spiel also mehrmals durchgespielt (Kunststück: Es ist ja auch wirklich einfach, wenn man die Mechanik durchschaut hat, und eher kurz), weil es einfach Spaß macht. Punktum. Mir ist völlig klar, dass das nichts mit ausgefeilter Spielmechanik oder großem Anspruch zu tun hat und objektiv betrachtet ist es ein völlig durchschnittliches Prügelspiel mit ein paar Auflockerungen durch andere Gameplay-Elemente, aber – wie mehrmals erwähnt – das ist meinem Kinderhirn völlig egal.

Wenn ich so gemschmeidig animierte Transformers in dieser coolen Optik und mit den Orginalstimmen (und dem originalen Verwandlungsgeräusch!) der alten Serie vor mir habe, dann geht das an meinem zivilisierten Hirn vorbei und landet direkt im Freude-Zentrum meines 14jährigen-Ichs, dem alle (berechtigten, logischen, konstruktiven) Einwände egal sind. Es bleibt dabei: TRANSFORMERS (ohne (grauenvollem) Michael-Bay-Neudesign)! Autobots! Roll Out!

Die Tatsache eines fehlenden Koop-Modus ist zwar traurig, denn gemeinsam vor dem Bildschirm mit einem/einer Kumpel/in die Insecticons oder Decepticons fertig machen -, wäre noch eine Ecke cooler gewesen. Sei’s drum.

„Transformers: Devastation“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, die Helden meiner Kindheit/Jugend in ihrem alten Glanz neu erstrahlen lassende, Punkte.

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