The Quest: Die Serie – The Librarians – Staffel 3 (Serienkritik)

Egal wie waghalsig die Aktionen auch sein mögen oder wie unmöglich zu lösen die Geheimnisse sind, die Librarians haben noch jedes gefährliche Artefakt gefunden und sicher verwahrt. Flynn Carsen (Noah Wyle) hat sich langsam aber sicher damit angefreundet, nach Jahren als Einzelgänger, mit einem Team zusammen zu arbeiten. Wobei natürlich auch der Wettstreit nie zu kurz kommen darf. Durch einen Fund eines Sarkophags bei einer Ausgrabungsstätte wird eines Tages unabsichtlich Apep wieder erweckt, der ägyptische Gott des Chaos.

Dieser will das Gleichgewicht der Erde stören, die Welt in Finsternis stürzen und das Böse soll regieren. Kann Flynn zusammen mit den anderen Librarians Jake Stone (Christian Kane), Cassandra Cillian (Lindy Booth), Ezekiel Jones (John Harlan Kim) und Beschützerin Eve Baird (Rebecca Romijn) diesen Feind besiegen, der eine Geschichte mit der Bibliothek hat und der mächtiger ist, als alle ihre früheren Gegner?

Jahr drei für unsere Lieblings-Bibliothekare und auch eine vierte Staffel der auf den drei „The Quest“ Filmen basierenden Serie, wurde bereits genehmigt. Das haben sie sich auch verdient, denn das Erfolgsrezept funktioniert weiterhin perfekt und der Spass aller Beteiligten an der Arbeit, ist durchgängig spürbar. Das sieht man auch an den Aufgaben der Verantwortlichen. Die Produzenten Dean Devlin (Geostorm) und Jonathan Frakes (Star Trek 8) haben wieder bei ein paar Folgen Regie geführt und auch Noah Wyle hat diese Funktion zwei mal übernommen und auch ein Drehbuch einer Folge beigesteuert.

Die CGI-Momente sind noch immer schlecht und bei der Themenwahl, wird auf Grenzen jeglicher Art verzichtet. Da werden von Meteoriten beeinflusste Vampire, Frostgiganten und von Anubis abstammende Werwölfe bekämpft und Orte wie das Bermudadreieck und Shangri-La (inklusive Affenkönig versteht sich) bereist und das ist nur ein kleiner Auszug der aktuellen Aktivitäten. Zusätzlich zu den „Aufgaben der Woche“, gibt es in dieser Staffel außerdem gleich Feinde auf zwei Ebenen, die man auf sehr unterschiedliche Art und Weise bekämpfen muss.

Einerseits wird mit dem Gott Apep ein Schurke eingeführt, der scheinbar die bisher größte Herausforderung für die Librarians darstellt und ihnen und uns Zuschauern gleichzeitig einige Geheimnisse aus der Vergangenheit der Bibliothek offenbart. Er kann Menschen übernehmen und Zwietracht säen, herrlich ist in diesem Zusammenhang die Szene, in der Flynn die Idee hat, Streit mittels gemeinsamen Gesangs zu zerstreuen und so gegen Apep immun zu werden. In solchen Momenten kommt einfach der lockere Charme dieser Produktion voll durch.

Auf der anderen Seite werden unsere Helden von einer Regierungsorganisation verfolgt, die die Bibliothek und deren Mitarbeiter als gefährlich einstuft und die sämtliche Artefakte, in ihr Gewahrsam überführen möchte. Aber keine Sorge, beide Probleme werden beim Finale mehr oder weniger gelöst, immerhin hat es bis jetzt noch jede Staffel geschafft, ein Happy End zu kreieren, mit dem bei Bedarf auch die gesamte Serie enden könnte. Dass die vier Librarians und auch ihr Guardian auf ihrem Weg weiter wachsen und dazulernen, versteht sich von selbst.

Das geschieht dieses Mal auch auf Grund einer Diskussion, die unter ihnen ausgebrochen ist. Magie verwenden, da sie hilfreich ist, oder ihr fern bleiben, weil sie den Benutzer korrumpiert? Lindy Booth (Kick Ass 2) als Cassandra zaubert schnell und ohne Bedenken, jedoch ihr wahres Problem ist und bleibt ihr Gehirntumor, ein Handlungsstrang, der zu einer ziemlich emotionalen Folge führt. Christian Kane (Good Day For It) als Jake weigert sich hingegen zu zaubern, doch auch er macht eine Entwicklung durch, vom Kämpfer mit Bar-Schläger Qualitäten, hin zum Martial Arts Fighter.

John Kim (Nachbarn) als Ezekiel ist in seinen Augen noch immer der Beste, was ihn sogar vor Liebeszaubern schützt, da er sich selbst so liebt. Auch er erkennt aber, was es bedeutet, eine Familie zu haben und würde für sie alles tun. Noah Wyle (Falling Skies) ist als Flynn weiterhin das zentrale Bindeglied, doch seine Praxis immer wieder auf eigene Faust zu verschwinden, wird hier thematisiert und könnte sich je nach den anderen Verpflichtungen von Wyle, in der nächsten Staffel durchaus ändern. Ich hätte nichts dagegen wenn er noch öfter dabei wäre.

Rebecca Romijin (The Punisher) als Eve fühlt sich sehr wohl in ihrer Rolle als Beschützerin, sie will ständig das Beste aus ihren Schützlingen heraus holen. Im weiteren Verlauf macht ihr dann ein Konflikt zu schaffen, denn ihr früheres Leben holt sie ein und sie gerät an einen Punkt, wo sie sich entscheiden muss zwischen alt und neu. Als Gaststar ist Jane Curtin als Charlene aus der originalen Quest-Trilogie mit dabei und unter anderem geben sich auch Sean Astin (Der Herr der Ringe) und Felicia Day (Red: Werewolf Hunter) die Ehre.

Insgesamt daher eine – wie eigentlich immer – sehr unterhaltsame, lustige und unheimlich kurzweilige Staffel, die das Fantastische auf eine spezielle, selbstverständliche Art einbindet, einfach perfekt um sich in ein Abenteuer zu stürzen und dem tristen Alltag zu entkommen. Die Chemie zwischen den Darstellern ist mittlerweile perfektioniert, vor allem das zwischenmenschliche Geplänkel gehört dabei zu den Highlights. Auf eine infantile Art und Weise smart zu sein und gleichzeitig so sympathisch und liebenswert, das kann wirklich nicht jeder.

„The Quest: Die Serie – The Librarians – Staffel 3“ bekommt von mir 7,5/10 Ordnung in das von Apep produzierte Chaos bringende Empfehlungspunkte.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.