The Quest: Das Geheimnis der Königskammer – The Librarian: Return to King Solomon’s Mines (Filmkritik)

Flynn Carsen (Noah Whyle) ist mittlerweile bereits ein Jahr der Beschützer von mächtigen Artefakten, die nicht von Bösewichten für ihre üblen Zwecke missbraucht werden sollten. Im Job läuft alles ziemlich gut, doch privat schafft er es nicht, eine Beziehung für längere Zeit aufrecht zu erhalten. So kommt es, dass er an seinem Geburtstag traurig in seinem früheren Zimmer landet und Erinnerungen an seinen Vater nachtrauert, den er bereits als Kind verloren hat.

Als Flynn eine antike Papyrus-Rolle mit der Post bekommt, kurz darauf niedergeschlagen wird und das Schriftstück verschwunden ist, begibt er sich nach der nötigen Informationsbeschaffung in der Bibliothek, auf die Reise, um die berühmten Minen von König Salomon zu finden. Dabei wird er schon bald (zunächst eher widerwillig) von der resoluten Archäologin Emily Davenport (Gabrielle Anwar) begleitet, die nicht nur auf intellektueller Ebene, Flynns Interesse geweckt hat.

The Quest- Das Geheimnis der Königskammer - The Librarian- Return to King Solomon's Mines

Heiter weiter gehts nun mit dem zweiten Teil des Librarian-Franchise. Um die von David N. Titcher liebevoll entwickelten Charaktere, kümmert sich nun Jonathan Frakes als Regisseur, der für viel wohl für immer Commander William T. Riker aus „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“ bleiben wird, doch mittlerweile sich fast öfters um die Regie kümmert, als er als Schauspieler auftritt. Das bereits etablierte Grundgefühl, dass dem der Serie „Warehouse 13“ ähnlich ist, wird hier weitergeführt, wobei der „Indiana Jones“ Anteil um einiges vergrößert wurde.

Außerdem ist dies eine sehr persönliche Geschichte für Flynn, denn in Teil eins fand er zwar seinen eigenen Weg, doch nun arbeitet er ein Drama seiner Vergangenheit auf und zwar den frühzeitigen Tod seines Vaters. Dass es dabei eine Verbindung sowohl zu seinem aktuellen Abenteuer als auch zu seiner Arbeitsstelle gibt, ist dabei genau so wenig überraschend wie die Tatsache, dass Flynn noch lernen muss, was den Unterschied zwischen gut in seinem Job und großartig in seinem Job zu sein, ausmacht.

Seine leicht chaotische Arbeitsweise hat er sich dabei natürlich behalten, was auch hier wieder zu einigen nicht ungefährlichen Situationen führt und zu häufigem Geplänkel, mit der neuen Dame an seiner Seite. Scheint ein Grundprinzip zu sein, dass Flynn in jedem Teil eine neue Dame zur Seite gestellt bekommt, ich mochte Sonya Walger zwar sehr gerne, doch auch Gabrielle Anwar (Burn Notice) meistert ihren Part als angriffslustige Forscherin gekonnt und nutzt ebenfalls ihren schnippischen englischen Akzent, um Flynn anfangs das Leben schwer zu machen.

Zurück sind dafür Bob Newhart als Judson, der sozusagen als Wächter bzw. guter Geist der Bibliothek und als Mentor von Flynn fungiert und Jane Curtin als Charlene, die nach außen hin sehr strenge Sekretärin, die doch klar einen guten Kern hat. Und Noah Wyle (Emergency Room, Falling Skies) selbst, ist nun noch mehr mit seiner Rolle verschmolzen und bringt diesen Wechsel zwischen erwachsenem Wissensdurst und kindlicher Freude an Abenteuern wirklich perfekt rüber. Dass er Frauen mitunter den letzten Nerv rauben kann versteht man zwar, doch im Prinzip ist er einfach ein toller Kumpeltyp.

Was die im Vorteil bereits erwähnten, miesen CGI-Effekte betrifft, hält man sich hier zunächst etwas zurück, nur um im Finale dann doch richtig zu übertreiben. Was man von der Reihe zwar gewohnt ist, für das man sie auch durchaus schätzen kann, doch in diesem Fall etwas mehr weh tut als im ersten Part, denn es geht richtig dramatisch zu in einer Szene, in der es zwar wieder mal um das Ende der Welt geht, doch eigentlich nur Flynns Weiterentwicklung zu einem besseren Menschen wichtig ist. Aber gut, im Prinzip stören die Effekte nicht da man ja eh weiß, dass am Ende alles gut wird.

Insgesamt daher eine schöne Weiterführung der Abenteuer der „Jagd nach dem Speer des Schicksals„, die geplante Trilogie sollte dann zwei Jahre später mit dem „Fluch des Judaskelch“ enden, zumindest solange, bis Flynn mit der aktuellen „The Librarians“ Serie, zurück auf die TV-Bildschirme kehrte. Wer mit dem ersten Teil was anfangen konnte, der wird auch hier seinen Spaß haben, besonders die Figuren und die Grundatmosphäre wirken einfach entspannend, wenn man zum Beispiel nach einem harten Arbeitstag, auf der Couch vor dem Fernseher Platz nimmt.

„The Quest: Das Geheimnis der Königskammer“ bekommt von mir 6/10 mit der Vergangenheit abschliessende und als Mensch wachsende Empfehlungspunkte.

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