Gänsehaut 2: Gruseliges Halloween – Goosebumps 2: Haunted Halloween (Filmkritik)

Um nebenbei etwas Geld zu verdienen, probieren die beiden Freunde Sonny (Jeremy Ray Taylor) und Sam (Caleel Harris), mit dem Beseitigen von Müll an Geld zu kommen. Als sie im Zuge ihrer Arbeit ein altes Haus ausmisten, finden sie in einem geheimen Raum in einer Kiste ein verschlossenes Buch. Als sie es öffnen, passiert zunächst scheinbar gar nichts. Plötzlich sitzt jedoch eine Bauchredner-Puppe in der Kiste.

Und es ist nicht irgendeine Puppe, sondern es ist Slappy und er ist dem Buch entstiegen und freut sich schrecklich über seine neue Familie. Als die zwei Jungs jedoch seine böse Natur erkennen, holen sie Sonny´s Schwester Sarah (Madison Iseman) als Hilfe und wollen ihn loswerden. Das gefällt Slappy freilich überhaupt nicht und daher nutzt er seine magische Energie, um Halloween wirklich zum Leben zu erwecken…

Nach dem ersten Goosebumps-Kino-Abenteuer aus dem Jahr 2015, ist dies nun der zweite Teil rund um die Bücher des Kinder-Horror-Buch Autors R.L. Stine. Dabei ist das Team vor und hinter der Kamera ein anderes, denn der Regisseur des Erstlings Rob Letterman dreht gerade Pokémon Meisterdetektiv Pikachu und von den Darstellern ist nur Jack Black als Stine wieder mit dabei, jedoch nur kurz am Ende. Regie diesmal durfte Ari Sandel (Duff) führen, mit viel weniger Budget und im Endeffekt dann auch mit einem Einspielergebnis, das hinter den Erwartungen zurück blieb.

Die Story dreht sich rund um die Bauchrednerpuppe Slappy, der mehr noch als im Original, zum eigentlichen Oberschurken und Drahtzieher hinter allen Geschehnissen mutiert. Das alles kommt dann aus dem im Prinzip harmlosen Wunsch heraus, eine eigene Familie zu haben. Da Slappy jedoch ein Egoist ist, sehr fordernd, leicht sadistisch und nicht mit einem moralischen Kompass ausgestattet, hat man mit ihm als Familienmitglied nicht viel zu lachen.

Als Erwachsener kann man sich hier dann nicht wirklich viel heraus holen, jedoch für Kids ist der Funfaktor sicherlich hoch genug. Ich aber mag ja Halloween-Komödien der Marke Fun Size, bezeichnet es ruhig als guilty pleasure. Auch der obligatorische Familien-Streit zwischen großer Schwester und kleinerem Bruder darf natürlich nicht fehlen, sie gehen sich gegenseitig auf die Nerven, erkennen dann im Laufe des Abenteuers aber, wie gern sie sich haben und auch brauchen.

Die Monster hier sind weniger ikonisch als im ersten Teil, dafür nicht minder kreativ. Da wäre eine riesige Spinne aus Luftballons, Gummibären rächen sich für den Tod ihrer Freunde (die bereits gegessen wurden), lebendig werdende Tragetaschen werden bissig und eine Maske verwandelt einen harmlosen Verkäufer einfach so in einen Troll. Schön ist dabei die Ausgewogenheit der Wichtigkeit für das Team, mit der Held, Sidekick und Heldin gegen die Monster ankämpfen.

Spannend und witzig von der Metabene her finde ich die Szenen, in denen Sarah auf Professor Stine trifft. Er lobt sie dabei und sie holt sich einen Rat. Warum mich das amüsiert hat? Weil Madison Iseman in Jumanji eine junge Dame spielt, die ins Spiel gezogen wird und dort Jack Black ihren Avatar spielt. Also sich selbst loben oder um Rat fragen, wer tut das nicht? Ken Jeong (Killing Hasselhoff) hat einen herrlich schrägen Auftritt als Halloween liebender Nachbar, ansonsten machen alle Beteiligten einen guten Job.

Ein harmloser Spaß für Zwischendurch also, sehr geeignet als Double-Feature mit dem Erstling und vor allem für Kids erfreulich. Verschiedenste Horror-Kreaturen werden gefeiert, der Humor ist teilweise geistreicher als erwartet und die Botschaft mit dem eigenen Weg gehen/was wirklich Angst macht erkennen, ist eine schöne und die geht als Weisheit sowieso immer durch. Ansonsten eine nette Talentprobe für Madison Iseman, die neben Jumanji 2 auch bald im dritten Annabelle Film zu sehen sein wird.

„Goosebumps 2“ bekommt von mir 6/10 nur als Team das eigene Chaos wieder beseitigen könnende Empfehlungspunkte.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.