Masterminds (Filmkritik)

David Ghantt (Zach Galifianakis) fährt beruflich große Summen in gepanzerten Transportfahrzeugen durch die Gegend und ist gelangweilt von seinem Job. Als seine ehemalige Kollegin Kelly (Kristen Wiig) – die er mehr als nur gerne hat und die von ihrem Bekannten Steve (Owen Wilson) angestachelt wird – ihm vorschlägt den Tresor seines Arbeitsgebers auszuräumen und dann gemeinsam in Mexiko unterzutauchen, ist David sofort dabei. Doch auch wenn der Überfall mehr oder weniger reibungslos über die Bühne geht, gibt es anschließend eine Menge Probleme.

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Bei diesem Film führt Jared Hess Regie, der dabei auf eine Geschichte zurückgreifen kann, die so oder ähnlich wirklich passiert sein dürfte. Das meiste könnte dann damals auch so oder ähnlich stattgefunden haben, auch wenn die Art und Weise wie gewisse Dinge hier dargestellt werden, etwas gänzlich anderes vermuten lassen würden.

Eigentlich wollte David ein wenig Abenteuer und fing deswegen seinerzeit bei einem Unternehmen mit gepanzerten Transporten an. Leider stellte sich dieser Job als total langweilig heraus. Dass seine Verlobte Jandice eine eher schräge Person ist, hilft da auch eher weniger. Dazu passt auch die Geschichte die sie dem Fotografen erzählt, als der wissen will wie sich die beiden gefunden haben.

Die Geschichte geht dann in etwa so: Wissen sie, ich habe die Liebe meines Lebens gefunden. Die ist dann allerdings an einem Schlangenbiss gestorben. Dann, bei der Beerdigung, habe ich den entfernten Verwandten des Verstorbenen gesehen und er hatte Schwierigkeiten den Sarg zu tragen und wir kamen ins Gespräch. Ich dachte mir, der da ist tot und der andere am Leben – ich nehme den der am Leben ist.

Ja, über diese Art Humor sollte man an dieser Stelle lachen können. Denn der ist durch die Bank sehr dunkel und meistens auch sehr makaber. Ein anderes Beispiel: Killer Mike bekommt den Auftrag David zu töten. In Mexiko will er eine Waffe kaufen und der Händler zeigt ihm was er hat. Mike entscheidet sich für die an der Wand hängenden Antiquität, weil diese Geheimnisse hätte.

Beim Attentatsversuch explodiert das gute Stück lautstark und er fällt einen Stock tiefer. Er verfolgt David, der mittlerweile auf ihn aufmerksam geworden ist und wirft ihm einen Speer nach. Momente wie diese funktionieren nur deswegen einigermaßen, weil sie so übertrieben und/oder doof sind. Das Problem ist allerdings, dass der Humor hier durchgehend nur so funktioniert.

Obwohl der Film ende er 90er Jahre spielt fühlt er sich optisch so an, als würde er es sogar noch ein paar Jahre früher tun. Die Geschichte lebt von vielen schrägen Momente und dennoch hat man das Gefühl, auf eine Laufzeit von gerade einmal 90 Minuten ohne Füllermomente zu kommen, wäre doch irgendwie zu schwierig gewesen.

Zach Galifianakis (Birdman) als David fällt hier vor allem wegen einer Frisur auf, um die ihn vermutlich so manche Frau beneiden dürfte. Der Film macht klar, dass er eigentlich ein netter Kerl ist der nur bei dem Überfall mitmacht, weil er mit Kelly zusammen sein will. Passend zum Humor des Films ist, dass Galifianakis dann auch bei jeder nur einigermaßen passenden Gelegenheit in einer Verkleidung zu sehen ist.

Kristen Wiig (Ghostbusters) als Kelly wirkt leider sehr blass und aus diesem Grund weniger sympathisch als sonst. Ebenfalls nicht überzeugen kann Owen Wilson (Zoolander 2). Deutlich besser geht es da Jason Sudeikis (We’re the Millers) als Killer Mike, wenn auch nur wegen der seltsamen Art seiner Rolle.

Alles in allem ist „Masterminds“ ein Film mit gewöhnungsbedürftigen Humor und, trotz einer Laufzeit von gerade einmal neunzig Minuten, einigen Längen. Von den Schauspieler kann leider ebenfalls keiner überzeugen.

Der Film „Masterminds“ bekommt 4/10 das Geld zurückgebende Empfehlungspunkte.


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