Oldies but Goldies: Die Verurteilten – The Shawshank Redemption (Filmkritik)

Eine Haftstrafe von zwei Mal lebenslänglich bekommt der Banker Andy Dufresne (Tim Robbins), für den angeblichen Mord an seiner Frau und deren Lover. Er muss ins Shawshank-Gefängnis, wo er es nicht leicht hat. Dort lernt er Red (Morgan Freeman) kennen und die beiden entwickeln eine enge Freundschaft…

shawshank

Ab und zu kommt es vor, dass ich mir die Frage stelle (vor allem wenn ich richtig gelangweilt bin und keine Lust habe meine Wohnung zu putzen): was sind eigentlich derzeit laut imdb.com die qualitativ besten Filme. Dort findet man eine bunte Mischung aus Klassikern, aber auch einige meiner Lieblingsfilme wie „Lord of the Rings“ tummeln sich darunter. Aber seit ewigen Zeiten ist „The Shawshank Redemption“ auf Platz 1 und das mit gutem Grund.

Der Film basiert auf einer Novelle namens „Rita Hayworth and the Shawshank Redemption“ des Autors Stephen King und war für sieben Oscars nominiert, unter anderem für den besten Film und den besten Hauptdarsteller (Morgan Freeman), gewann aber keine der begehrten Statuen.

Die Geschichte des Films wird von Red erzählt, der von Morgan Freeman gespielt wird. Red ist schon sehr lange in Shawshank und weiß daher wie der Hase läuft. Er kann alles besorgen, was man im Gefängnis brauchen könnte, unter anderem Zigaretten oder einen Mini Hammer oder ein Poster, zB von Raquel Welch. Als er wettet, dass Andy der Erste der neuen Gefangenen sein wird, der das Heulen beginnt, verliert er die Zigaretten, die der Wetteinsatz waren.

Doch kann ein Gefängnisausbruch ohne Dynamit, ohne das hacken von Computern – nur mit Geduld und Muskelkraft wirklich interessant sein? Diese Frage kann ich nur mit ja beantworten. Trotz der eher wenig amüsant wirkenden Thematik, deprimiert dieser Film keineswegs, denn es gibt einige lustige Momente und die Freundschaft, die sich zwischen Red und Andy entwickelt, wärmt einem das Herz.

Frank Darabont (The Mist), Drehbuchautor und Regisseur des Films, hatte anscheinend bezüglich des Endes einige Diskussionen mit der produzierenden Firma Castle Rock Entertainment. Eigentlich wollte er den Film mit einem Open End abschließen, damit, dass Red in den Bus steigt und sinniert, dass er hofft, dass er es über die Grenze schafft. Doch da wurde ihm ein Strich durch die Rechnung gemacht und so kam es zu dem Ende, dass wir heute alle kennen.

Andy wird von Tim Robbins (Green Lantern) gespielt und ist ein wirklich faszinierender Charakter. Er ist für den Mord an seiner Frau und deren Liebhaber verurteilt worden. Er erarbeitet sich das Vertrauen diverser Gefängnis-Angestellter und schließlich wird er sogar zum Geldwäscher für Gefängnis-Wärter Samuel Norton, nachdem dieser seine Gefangenen finanziell ausbeutet. Nichts desto trotz verliert er nie seine Hoffnung und hat ein beeindruckendes Durchhaltevermögen, wie man an seinem Fluchtplan sieht und verleiht dem Ausdruck „Stille Wasser sind tief“ neue Bedeutung.

Morgan Freeman (Now You See Me 2) als Red ist das Herz und die Seele des Films. Wenn er erzählt, wie es Andy ergangen ist und wie er es schaffte den sehr introvertierten Andy aus seinem Schneckenhaus zu locken, wirkt das sehr humorvoll und lockert den manchmal ernsten Film ein wenig auf und zeigt, wie schwierig es ist, an einem so trostlosen Ort wie Shawshank nicht die Hoffnung zu verlieren.

Fazit: Ein Film, bei dem es mir selbst heute noch warm ums Herz wird beim sehen und der trotz einiger wirklich schrecklicher Momente die Message, dass „die Hoffnung zu Letzt stirbt“ förmlich verkörpert.

Dieser Film bekommt von mir 9/10 in die Freiheit entlassenen Punkten


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