The Mist (Filmkritik)

Nach einem wilden, nächtlichen Sturm der Teile seines Hauses beschädigt hat, fährt David Drayton (gespielt von Thomas Jane) am nächsten Tag mit seinem kleinen Sohn in den örtlichen Supermarkt um Vorräte und Hilfsmittel für die Reparaturen zu besorgen.
Plötzlich zieht jedoch ein unheilvoller Nebel auf, der anscheinend die ganze Stadt überzogen hat. In diesem Nebel lauern verschiedenste blutrünstige Kreaturen, die offensichtlich nicht von dieser Welt stammen.

David und die übrigen Leute, die sich im Supermarkt verbarrikadiert haben, kämpfen fortan ums Überleben während die Kreaturen immer neue Opfer fordern und die Hoffnung auf Hilfe immer kleiner wird. Zu allem Überfluss wird die Situation noch weiter angeheizt durch die Bibelfanatikerin Mrs. Carmody (gespielt von Marcia Gay Harden), die den Nebel für Gottes Strafe von uns Sündern hält und immer mehr Jünger um sich schart, die auch vor Menschenopfern nicht zurückschrecken.

The Mist ist bereits die dritte Version eines Stephen King Romans. Der King erfahrene Regisseur Frank Darabont (Die Verurteilten, The Green Mile) hat meiner Meinung nach hier die bisher beste Version abgeliefert. Der Nebel wirkt wie ein eigener, lebendiger Darsteller, der ständig über das Geschehen wacht, und zusammen mit der sparsam eingesetzten Filmmusik eine unheimliche Grundatmosphäre schafft.

Die blutigen Angriffe der toll animierten Kreaturen und die wirklich guten Darsteller, lassen einen schließlich völlig in diesen alptraumartigen Film einsteigen. Aber nicht nur als reiner Monsterfilm funktioniert dieser Film, auch eine bedenkliche Charakterstudie über uns Menschen und zu was wir fähig sind wenn man uns alle Sicherheiten nimmt und ständig unsere Leben bedroht, liefert The Mist ab.

Über das Ende, das wohl einigen Leuten nach dem Genuss des Filmes noch schwer im Magen liegen wird, kann man jedoch streiten. Man kann es dramatisch oder hoffnungslos sehen, aber auch einen gewissen Zynismus erkennen, den ich wirklich nicht gebraucht hätte.

Kein Wohlfühlfilm eben, spannend und zum Nachdenken anregend, aber ohne Garantie nach dem Film noch eine gute Stimmung zu haben.

Am Schluss noch eine kleines Zitat aus dem Film über uns Menschlein.
Ollie: „Als Spezies sind wir total verrückt. Steck zwei von uns in einen Raum, jeder von uns wählt eine Seite, und wir erfinden Gründe warum wir uns umbringen müssen!“

The Mist bekommt von mir 7/10 nebelige, monströse Empfehlungspunkte.


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