The Purge: Election Day (Filmkritk)

Nachdem in der Vergangenheit die Familie der Senatorin Charlie Roan (Elizabeth Mitchel) getötet wurde, setzt sich die Politikerin für die Abschaffung der „Säuberung“ ein. Roan hat dabei die Unterstützung vieler Wähler, macht sich aber auch unbeliebt.

Am Tag vor der alljährlichen Säuberung wird der Schutz für ranghohe Politiker aufgehoben. Zu allem Überfluss wird Roan auch das Ziel eines Attentates. Glücklicherweise kann sie sich auf Leo Barnes (Frank Grillo) verlassen, der für ihre Sicherheit sorgt.

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Nach dem Erfolg des kleinen aber feinen Filmes „The Purge“, der vorwiegend in den vier Wänden eines Hauses spielte, machte sich Drehbuchautor James DeMonaco an die Arbeit. Nur ein Jahr später zeigte er uns mit „The Purge: Anarchy“ mehr von seiner Welt. Auch wenn diese Fortsetzung ein finanzieller Erfolg war, gab es einige Aspekte des Films, die einerseits verbesserungswürdig waren und andererseits einige Fragen aufwarfen.

Für den dritten Teil ließ sich DeMonaco zwei Jahre Zeit. Ich für meinen Teil verspürte keine Lust noch einmal in diese Welt einzutauchen, bin aber froh es schließlich doch getan zu haben (danke für den Tipp). Der Film beginnt mit einem Rückblick und zeigt, wie während einer Säuberung Charlie Roans Familie getötet wird.

Jahre später ist sie als Politikerin tätig und setzt sich für die Abschaffung der jährlichen Säuberungen ein. Den neuen Gründungsvätern ist sie natürlich ein Dorn im Auge. Aus diesem Grund wird der Schutz für Politiker aufgehoben. Natürlich, wie könnte es sein, gibt es eine Verschwörung mit dem Ziel Roan während der nächsten Säuberung zu töten.

Zum Glück kann Roan auf Leo Barnes, den Chef ihres Sicherheitsdienstes, zählen und so kämpfen die beiden um ihr Überleben. Ihnen auf den Fersen sind extrem gut ausgerüstete Söldner. Doch zum Glück bekommen Roan und Barnes Hilfe von Gegnern der Säuberungen. Ein großer Pluspunkt dieses Films ist seine Geschichte.

Zwar ist der Einstieg über alle Maßen vorhersehbar, aber irgendwie muss man die gute Senatorin ja schließlich aus den eigenen vier, gut gesicherten Wänden heraus bekommen. Ab diesem Zeitpunkt ist die Geschichte über weite Teile unvorhersehbar. DeMonaco nutzt zu diesem Zweck seine Welt und es funktioniert.

DeMonaco schafft es seiner Welt Leben einzuhauchen und nutzt dazu erneut verstörende Bilder, oft auch in Slow Motion um ihnen einen gewissen Nachdruck zu verleihen. Die Momente in denen man möglichweise aus dem Gezeigten herausgeholt wird, weil sich die Frage stellt wieso das eine oder andere passiert, kommen, auf Grund der durchdachten Geschichte, so gut wie gar nicht vor.

Frank Grillo (Captain America 2) als Leo Barnes kann hier, im Gegensatz zum Vorteil, beweisen, dass er nicht nur ein cooler Typ ist, sondern auch ein verdammt zäher Hund. Elizabeth Mitchell (Revolution) als Senatorin Charlie Roan wirkt charismatisch, hat eine starke Persönlichkeit und irgendwie kann man sich als Zuschauer vorstellen sie zu wählen.

Terry Serpico (Michael Clayton) als Earl Danzinger, Anführer der Söldner, ist respekteinflößend und definitiv niemand, mit dem man sich leichtfertig anlegen sollte. Natürlich gibt es zum Schluss eine Auseinandersetzung zwischen Danzinger und Barnes, wobei ich es für fraglich halte ob diese notwendig ist.

Auch die anderen Schauspieler sind gut und passen in ihre jeweilige Rollen, wobei mit Mykelti Williamson (Con Air) und Ethan Phillips (Star Trek: Voyager) zwei vergleichsweise bekannte Gesichter dabei sind.

Alles in allem ist „The Purge 3: Election Day“, wie der erste Teil auch, ein etwas unerwartetes Highlight und ein gelungener Abstecher in eine schräge Welt. Die Geschichte ist gut und hat etwas Unvorhersehbares. Frank Grillo kann an dieser Stelle endlich wieder einmal zeigen was in ihm steckt.

Anscheinend gibt es in der Zukungt nicht nur einen vierten Teil der Säuberungen, sondern möglicherweise auch eine TV Serie!

Der Film „The Purge 3: Election Day“ bekommt 8,5/10 die Säuberung abschaffende Empfehlungspunkte.


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