Revolution (Serienkritik)

In der Zukunft geht die Welt, wie wir sie kennen, unter. Als weltweit das Licht ausgeht, und alle elektrischen Geräte ohne nachvollziehbare Ursache plötzlich ihren Dienst verweigern, brechen die Regierungen zusammen und die Menschheit versinkt im Chaos. 15 Jahre später hat man sich auf Bewährtes besonnen und lebt wie vor der industriellen Revolution. Als Charlie Mathesons (Tracy Spiridakos) Bruder Danny (Graham Rogers) von General Monroes (David Lyons) Männern verschleppt wird, versucht sie ihn mit der Hilfe ihres Onkels Miles (Billy Burke), ihrer Stiefmutter Maggie (Anna Lise Phillips) und Aaron Pittman (Zak Orth), einem Freund der Familie, zu befreien.

Revolution

Wenn es wahr ist, geht Ende dieses Jahres wieder einmal die Welt unter. Dass es neben dem atomaren Holocaust und dem Krieg gegen Maschinen auch noch andere Möglichkeiten gibt, stellt die Serie Revolution unter Beweis. Dabei wirft sie die Menschheit (und den Zuschauer) technisch nicht nur von der Zukunft einige Jahrzehnte in die Vergangenheit sondern hält auch vor Augen, wie angewiesen wir eigentlich darauf sind, das der Strom den wir für selbstverständlich halten, aus der Steckdose fließt.

Revolution beschränkt sich selbstverständlich nicht darauf die Schicksale der Menschen Jahre nach dem Blackout zu erzählen, sondern zeigt auch was kurz nachdem das Licht ausging, passiert ist. Ein weiteres Thema, das natürlich auch mit dabei sein muss, ist die Frage, warum eigentlich auf der ganzen Welt der Strom ausfiel – das sorgt für Spannung auch wenn man als Zuschauer an dieser Stelle (die Serie wird von J.J. Abrams produziert!) nicht allzu bald mit einer Antwort rechnen sollte.

Die postapokalyptische Welt sieht, vor allem für Serienverhältnisse, sehr gut aus und fängt gelungen die Menschen (und deren Stimmung) die in ihr Leben ein. Die einzige Frage die sich mir gestellt hat war, warum denn keiner auf die Idee kam, die Dampfmaschine auszupacken – aber vielleicht kommt die ja noch. Ansonsten gibt es aber nichts auszusetzen und die Serie besticht durch viele gelungene Ideen.

Der beste Freund des Menschen ist hier das Pferd, dicht gefolgt von einem scharfen Schwert. Erwähnenswert ist an dieser Stelle vielleicht noch, dass Schusswaffen Monroes Männern vorbehalten sind und die amerikanische Flagge ein Symbol der Rebellen!!! ist. Eine verrückte Welt also in der sich selbst jeder der nächste ist. Regie in der ersten Folge führte übrigens Jon Favreau, der hier nach Iron Man 2 beweisen konnte, dass er es eben doch drauf hat.

Bei den Charakteren hat man es geschafft einen unglaublich guten Mix zusammenzustellen, ohne auch nur einen kleinen Moment irgendwie kitschig oder unglaubwürdig zu wirken. Die Rollen sind auch durch die Bank erstklassig gespielt, wobei ich an dieser Stelle wieder darauf hinweisen möchte, dass es den Rahmen sprengen würde alle zu erwähnen – darum werde ich mich auf die Wesentlichen beschränken.

Tracy Spiradakos konnte schon ein wenig Erfahrung in kleinen Nebenrollen diverser Fernsehserien wie z.B. Supernatural  oder Psych sammeln. Als Charlie wirkt sie so liebenswürdig und herzensgut (mehr ginge vermutlich nur in Verbindung mit großen weißen Flügeln bzw. einem Heiligenschein) dass sie dem Zuschauer zeitnahe ans Herz wächst.

Billy Burke (Drive Angry) als Onkel Miles, ist eher praktisch veranlagt und löst seine Probleme wenn notwendig mit seinem Schwert – wenn es sein muss permanent. Dabei macht Burke nicht nur bei Schwertkämpfen eine erstklassige Figur, sondern bringt mit seinen flotten Sprüchen auch eine Menge Humor und Schwung in die Geschichte.

David Lyons (Eat Pray Love) als Sebastian Monroe liefert einen mehr als würdigen Gegenpart. Monroe ist ein gefühlskalter Psychopath, vor dem man sich fürchten sollte, da er für seine Ziele oft und gerne über Leichen geht.

Alles in Allem hat Revolution ein interessantes Konzept und macht (momentan) alles richtig um den Zuschauer auch zukünftig gut zu unterhalten – vorausgesetzt es geht in dieser Form weiter.

Die Serie Revolution bekommt daher im Moment von mir 8,5/10 ums Überleben kämpfende Empfehlungspunkte.

P.S.: Die Serie wurde nach der starken zweiten Staffel leider abgesetzt!


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