Harry Potter und die Heiligtümer des Todes : Teil 2 – Harry Potter and the Deathly Hallows : Part 2 (Filmkritk)

Es scheint als ob das Ende nah ist. Hogwarts ist nicht mehr ein Zufluchtsort, denn Lord Voldemorts (Ralph Fiennes) Anhänger – die Todesser – haben die Macht über ganz England an sich gerissen. Harry (Daniel Radcliffe), Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson) sind gemeinsam auf der Flucht, die ihre Lage scheint aussichtslos. Nun müssen sie Heiligtümer des Todes finden, denn anscheindend kann mit Hilfe dieser magischen Artefakte Voldemort besiegt werden. Doch wo sind diese Objekte zu finden und werden sie verhindern können, dass Lord Voldemort sie in die Finger bekommt?

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10 Jahre liegen nun zwischen „Harry Potter und der Stein der Weisen“ und dem abschließenden 8. Film, „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ und selbstverständlich will man wissen, wie es mit dem titelgebenden Helden weiter geht.

Nachdem der erste Teil der Romanverfilmung noch einige Längen aufwies, wirkt der zweite Teil um einiges rasanter und so schuf Regisseur David Yates einen durchaus würdigen Abschluss für das äußerst erfolgreiche Franchise. Besonders in Erinnerung blieb mir die Sequenz in Gringotts, die spannend von vorn bis hinten ist.

Selbst wenn die Qualität der Filme variierte, hatte man immer das Gefühl, dass man Rowlings Vision treu blieb und so das Flair der Bücher gekonnt einfing und so das Publikum zum staunen brachte.

Nachdem es JK Rowling sehr schwer fiel für ihren Erstlings-Roman einen Verleger zu finden, hätte sie wohl nie gedacht, dass sie Harry Potter einmal zur Milliardärin machen würde. Die Film-Reihe alleine spielte 7,7 Milliarden Dollar ein – da findet sich kaum ein vergleichbares Franchise, dass mit ähnlichen Zahlen aufwarten kann – ein Erfolg mit dem wohl kaum jemand rechnete, als man das erste Buch verfilmte.

Mit dem 8. Teil hat man sich weit von dem unschuldigen Kinderfilm entfernt, der „Harry Potter und der Stein der Weisen“ war. Dies merkt man auch daran, dass viele ans Herz gewachsene Charaktere das zeitliche segnen, um so den Ernst des Kampfes zwischen Gut und Böse zu zeigen. Wie man mit einem eigentlich ziemlich brutalen Content eine Altersfreigabe von 12 Jahren bekommen hat, ist mir ein Rätsel.

Im 8. Teil der Harry Potter-Saga wurden für mich alle Handlungsstränge zufriedenstellend aufgelöst, wenngleich ich auf den Sprung in die Zukunft verzichten hätte können, noch dazu weil er schlecht gemacht aussah.

Es gab eine epische Schlacht zwischen Gut und Böse und beim finalen Kampf zwischen Lord Voldemort und Harry spielen die beiden Opponenten ihr jeweiligen Stärken aus und so bleibt der alles entscheidende Kampf zwischen den beiden Magiern bis zum Schluss spannend.

Nachdem der erste Teil wegen Zeitproblemen noch überraschend ohne 3D auskommen musste, kam Teil 2 in nachträglichen 3D ins Kino. Ich denke ja, wenn schon 3D soll man auch gleich 3D drehen, denn nachträglich hinzugefügt, hat das für mich den Geschmack von Geldgier, denn eigentlich schaut sich doch kaum jemand einen Film nur wegen dieser Technik an.

Das zentrale Trio ist natürlich wieder mit von der Partie. Daniel Radcliffe (Woman in Black), der meiner Meinung nach der schwächere Schauspieler unter den Hauptdarstellern ist, hat sich seit dem ersten Film positiv weiter entwickelt und steht seinen Kollegen nicht mehr um viel nach und versteht es sich darauf Harrys emotionale Entwicklung und innere Zweifel überzeugend darzustellen.

Emma Watson (This is the End) und Rupert Grint (The Necessary Death of Charlie Countryman) sind natürlich auch mit von der Partie und machen ihre Sache gut, wenngleich ich ihnen die Romanze zwischen Hermine und Ron einfach nicht abkaufen kann/will.

Eine größere Rolle in diesem Teil hat Matthew Lewis (Bluestone 42) als Neville Longbottom, der wahren Mut beweist und als Schüler dem dunklen Lord die Stirn bietet und vorher noch eine Brücke in die Luft sprengt um Todesser in den Tod stürzen zu lassen.

Ralph Fiennes (Grand Budapest Hotel) als Ober-Bösewicht hat eine beeindruckende Leinwand-Präsenz und ist als Lord Voldemort ein furchteinflößender Bösewicht und man kann nachvollziehen, warum sich sogar seine eigenen Anhänger vor ihm fürchten und zuckt auch als Zuseher zusammen, wenn er über die Leinwand schleicht.

Der Kampf Todesser gegen die Schüler von Hogwarts war ein Augenschmaus und ein riesiges Spektakel, bei dem Professor Minerva McGonagal die steinernen Ritter von Hogwarts zum Leben erweckt und in die Schlacht schickt. Hier kann Maggie Smith (Downton Abbey) in ihrer Rolle als Lehrerin voll auftrumpfen und zeigt hier ihr überragendes Talent.

Alan Rickman (A Little Chaos) hat in diesem Teil nur eine kleine Szene, aber das bisschen Screentime nutzt er voll aus.

Fazit: Ein würdiger Abschluss für diese tolle Fantasy-Film-Reihe, die über 10 Jahre lang die Fans zufriedenstellte und fesselte.

Dieser Film bekommt von mir 8,5/10 abschließenden Punkten.

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