Rocketman (Filmkritik)

Elton (Taron Egerton) hat Talent für Musik. Seine Mutter Sheila (Bryce Dallas Howard) unterstützt das und lässt ihn Klavierstunden nehmen. Wenn auch nur widerwillig und mehr auf Anraten der Großmutter Ivy (Gemm Jones). Sein Vater (Steven Mackintosh) interessiert sich nicht wirklich für ihn. Im Laufe der Zeit wird er bekannter und er trifft auf Bernie Taupin (Jamie Bell), der Texte verfasst, aber keine Musik schreiben kann. Die beiden tun sich zusammen und Elton John wird zum Superstar …

Der dann leider rasch in die Fänge eines Musikproduzenten (John Reid) gerät und mit ihm eine (Sex)Beziehung eingeht, bis er irgendwann bemerkt: Der will nur sein Geld. Plötzlich fällt ihm wie Schuppen von den Augen, dass er alle Menschen, die ihn liebten mehr oder weniger vertrieben hat und seine Alkohol- und Drogensucht ihn quasi unerträglich gemacht haben.

Dabei sucht er eigentlich immer schon nach nur einer Sache: Liebe und Wertschätzung.
And he thinks it’s gonna be a long, long time …

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Tyler Rake: Extraction (Filmkritik)

Tyler Rake (Chris Hemsworth) ist Söldner. Ansonsten verbringt er seine Zeit damit zu trinken, Tabletten zu schlucken und zu trauern, auf Grund von persönlichen Verlusten. Wenn jedoch ein Auftrag kommt, dann kann dieser nicht gefährlich genug sein. Immerhin wäre im Kampf zu fallen, durchaus ein Ausweg für ihn aus seiner Abwärtsspirale. Seine aktuelle Mission betrifft Ovi (Rudhraksh Jaiswal).

Der ist der Sohn des größten Drogenbarons von Indien und wurde vom mächtigsten Drogenkönig von Bangladesh entführt. Tyler und sein Team sollen ihn heraus holen, doch schon bald wird klar, dass der Job nicht glatt laufen wird. Tyler sieht sich einer Übermacht von Gegnern gegenüber und wenn er den Jungen nicht zurück lässt, hat er so gut wie keine Chance, aus der Sache lebend wieder heraus zu kommen…

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The Turing Test (Game-Review)

Die Ingenieurin Ava Turing wird aus dem Cryo-Schlaf geweckt, da das Bodenteam, welches die Proben auf dem Jupitermond Europa testen sollte, sich nicht mehr meldet. Mehr noch: Sie haben sich eingeschlossen und wollen mit T.O.M. (Technical Operations Machine), der künstlichen Intelligenz, welche die gesamte Operation mehr oder weniger leitet, keinen Kontakt mehr.

Noch dazu haben sie T.O.M.s System gehackt und die Bodenstation, die aus blockförmigen Würfeln besteht, zu einer Art „Schloss“ umgewandelt, damit dieser auch keinen Zugang mehr zu ihrem Bereich haben kann. Deshalb braucht T.O.M. Avas Unterstützung, denn diese Blockräume sind Rätsel und sie sind so gebaut, dass nur eine menschliche Intelligenz sie lösen kann.

Die Frage ist : Warum versteckt die Crew sich vor T.O.M.? Ist er verrückt geworden und nutzt er Ava aus? Oder ist die Crew verrückt geworden und will T.O.M. wirklich nur helfen?

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Castlevania – Staffel 1 & 2 (Serienkritik)

Trevor Belmont (Richard Armitage) ist der letzte seiner Blutlinie. Einer Blutlinie, die einst mal groß und mächtig war und sich dem Bekämpfen von Dämonen verschrieben hatte. Heute ist Trevor ein niemand, ein Alkoholiker und eigentlich hassen ihn alle. Das ändert sich allerdings rasch, als die Bewohner*innen eines Dorfes unter der Anleitung des „Bischofs“ (Matt Frewer) einen folgenschweren Fehler machen. Sie bezichtigen eine Kräuterheilerin der Hexerei und verbrennen sie auf dem Scheiterhaufen.

Das kommt zwar immer wieder vor, ist in diesem Fall allerdings die dümmste Idee des Jahrtausends gewesen, denn Lisa Tepes (Emily Swallow) ist die Frau von Vlad Tepes (Graham McTavish), auch bekannt als Dracula. Der Grund, weshalb der Vampirfürst sich jahrelang ruhig verhalten hat und sich nur noch wenige vage an ihn erinnern können, ist jener, dass er seiner Frau versprochen hat, sich wie ein Mensch zu benehmen. Doch jetzt wurde diese, seine Frau von Menschen hingerichtet. Verbrannt. Als Hexe. Und Draculas Wut wird die Welt verbrennen.

Ein Jahr gibt er dem Dorf und dem ganzen Land Zeit, ihre Angelegenheiten in Ordnung zu bringen, bevor er die Tore der Hölle öffnen und die gesamte Menschheit vernichten wird. Ein Jahr später ist noch nichts geschehen. Die Menschen sind erleichtert. Zumindest bis sich das Tor zur Hölle öffnet und Draculas Schergen wenig zimperlich sein Versprechen in die Tat umsetzen …

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Oldies but Goldies: Battle Royale (Filmkritik)

Nach einer Rezession verfasst Japan das „Battle Royale“-Gesetz, welches in Kurzform beinhaltet, dass ganze Schulklassen auf eine einsame Insel verschleppt werden und alle Schüler*innen sich dort innerhalb von drei Tagen gegenseitig umbringen müssen bis nur noch eine*r überlebt.

In Fall der Klasse 3B wurde ihr Lehrer von einem Schüler mit einem Messer attackiert, was dieser als Anlass nimmt die Klasse zum „Battle Royale“ anzumelden. Zuerst denken alle noch, es wäre ein schlechter Scherz, aber nach und nach dämmert es allen: Das ist ernst gemeint.

Kurz darauf gibt es die ersten Toten …

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Fight Club (Filmkritik)

Ein „leicht frustrierter“ Büroangestellter trifft auf einem Flug einen Seifenhersteller, der ihm danach immer wieder über den Weg läuft, ihn zur Gründung eines „Fight Club „überredet und sein Dasein als Weichei in das eines „Ihr könnt ich mal“-Badass umwandelt.

Aber der „Fight Club“ entwickelt ein Eigenleben und rasch stellt er fest, dass dieser Club mehr eine Bewegung ist, die langsam aber sicher auf Terroranschläge vorbereitet wird, welche das gesamte System „Kapitalismus“ zu Fall bringen will.

Und relativ rasch stellt sich heraus, dass der „Seifenhersteller“ names Tyler Durden vielleicht jemand ganz anders ist als alle dachten …

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Jojo Rabbit (Filmkritik)

In den späteren Jahren des zweiten Weltkrieges, lebt Johannes „Jojo“ Betzler (Roman Griffin Davis) alleine mit seiner Mutter Rosie (Scarlett Johansson) in Nazi-Deutschland. Der Vater ist an der Front in Italien und seine ältere Schwester ist vor kurzer Zeit an einer Grippe verstorben. Aktuell geht gerade sein Traum in Erfüllung, denn er wird dem „Deutschen Jungvolk“ beitreten.

Da er aber im Herzen ein sehr unsicherer Junge ist, hat er einen imaginären Freund, der ihn in schwierigen Situationen unterstützt. Sein „Freund“ ist niemand anderer als sein Idol Adolf Hitler (Taika Waititi). Als Jojo eines Tages Geräusche in seinem Haus hört, geht er der Sache nach und entdeckt versteckt in einem Geheimraum ein jüdisches Mädchen namens Elsa (Thomasin McKenzie), dem seine Mutter Rosie Zuflucht gewährt hat…

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Wahnsinnig verliebt (Filmkritik)

Angélique (Audrey Tautou) ist eine liebe, schüchterne, junge Frau, die sich unglaublich in den Arzt Loic Le Garrec verschossen hat. Dieser ist leider verheiratet, wie sie ihrer Freundin beichtet. Alle ihre Versuche ihn für sich allein zu gewinnen und sich endlich von seine Frau zu trennen, gehen schief. Er versetzt sie, tritt den gemeinsam gebuchten und geplanten Urlaub nicht an und es wirkt generell in der Öffentlichkeit als wäre er glücklich verheiratet. Er ist per definition ein Mistkerl, der mit ihr spielt. Zumindest behauptet das ihre Freundin jedes Mal, wenn sie ihr von Loic erzählt. Aber Angélique verteidigt ihren Liebsten, denn das Problem ist nicht er, sondern seine Frau.

Betrachtet man die gesamte Situation allerdings aus dem Blickwinkel von Loic (Samuel Le Bihan), dann sieht die Sache anders aus. Ganz. Anders.

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Starship Troopers (Filmkritik)

Johnny Rico (Casper Van Dien) und seine Freundin Carmen (Denise Richards) sind das klassische High-School-Paar. Carmen will allerdings nach der Schule zum Militär, denn sie will Pilotin werden. Da sich Johnny nur schwer von ihr trennen kann, trägt er sich – vor allem, um sie zu beeindrucken – für den Militärdienst ein. Dieser erlaubt ihm, wenn er mehrere Jahre ableistet, auch wählen zu dürfen und würde ihm den Status „Bürger“ einbringen. Seine (reichen) Eltern sind damit überhaupt nicht einverstanden, aber wo die Liebe nunmal hinfällt.

Just zu dieser Zeit wird ein Anschlag auf die Förderation durchgeführt. Die Gegner? Eine Rasse außerirdischer Riesenkäfer, die einen Meteor so umgelenkt haben, dass er auf der Erde einschlägt. Rio wird völlig vernichtet. Jetzt wird es persönlich, denn auch Johnnys Eltern haben dort gelebt.

Leider haben die Nachrichtendienste falsche Informationen geliefert und die Käfer sind alles andere als dumm, sondern gut organisiert und der so genannte Gegenangriff wird zum Desaster …

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City Of God (Filmkritik)

In der „Stadt Gottes“, ein Gebiet etwa 15 Meilen außerhalb von Rio De Janeiro, herrschen die Gangs. Buscapé ist noch ein kleiner Junge als er durch seinen Bruder die ersten Erfahrungen mit Gangs und mit Verbrechen macht. Es gefällt ihm nicht. Zé Pequeno ist der jüngere Bruder eines anderen Gangsters und anders als Buscapé legt dieser es darauf an ein wirklicher Gangster zu werden, der es bereits als kleiner Junge nicht erwarten kann endlich seinen ersten Menschen über den Haufen zu schießen.

Im Laufe der Jahre wachsen die beiden heran und das Leben in der „Stadt Gottes“ verändert sich. Gangkriege (meist begonnen von Zé Pequeno) prägen den Alltag und immer jüngere Kinder werden in den Strudel aus dem Krieg um Gebiete, Drogen, Macht, Einfluss und Geld gezogen.

Und irgendwo am Rande steht Buscapé und versucht zwischen alle der Gewalt ein halbwegs normales Leben zu führen und (Zeitungs)Fotograf zu werden …

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