Persona 5 Royal (Game-Review)

Eines Verbrechens verurteilt, das er nicht begangen hat, wird „Joker“ auf eine andere Schule versetzt und in die Obhut eines entfernten Verwandten übergeben. Dort machen schnell die Gerüchte über den „Neuen, der ein Verbrecher ist“ die Runde. Mehr durch Zufall als durch Absicht trifft Joker auf Ryuji, der aufgrund einer Verletzung am Bein aus dem „Lauf-Team“ gefallen ist und der nun verbittert durch die Schule streift und als Problemkind bekannt ist.

Als sie auf dem gemeinsamen Weg zur Schule plötzlich anstatt vor der besagten Schule vor einem riesigen Palast stehen, sind sie zuerst nur verwundert und der Meinung, sie seien falsch abgebogen. Rasch landen sie jedoch im Kerker und treffen dort eine sprechende … Katze („Ich bin keine Katze!“), die ihnen erklärt, dass sie irgendwie ins „Metaverse“ gelangt sind. Eine Parallelrealität in der sich so genannte „Paläste“ manifestieren, wenn die Wünsche und Sehnsüchte von Menschen arg verzerrt sind und überhebliche Ausmaße annehmen.

Auf der Suche nach einem Ausgang werden sie immer wieder von „Schatten“ attackiert. Diese Attacken führen allerdings primär dazu, dass sich die Joker und Ryuji anfreunden und etwas tief in ihrem Inneren berührt wird: Ihre rebellische Seite erwacht und will sich das nicht länger bieten lassen – dieser Gedanke des Aufbegehrens manifestiert sich in der Form von „Personas“, die über spezielle Fähigkeiten verfügen.

Der Aufschrei gegen die Ungerechtigkeit beginnt. Es wird nicht der letzte Palast sein, den Joker stürmen muss. Und es wird sich eine ganze Truppe an Mitstreitern an seiner Seite versammeln, alle aus verschiedenen Gründen, aber alle mit dem Willen, die Welt endlich zu einem gerechteren und besseren Ort zu machen …

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The Social Dilemma (Filmkritik)

Was wäre, wenn alle Algorithmen nur dazu dienen würden, die Nutzer*innen auszuspionieren und online zu halten?
Was wäre, wenn alle Social-Media-Programme nur dazu dienen würden, Daten zu sammeln, um mit Werbung Geld zu verdienen?
Was wäre, wenn alle „Netzwerke“ den Sinn hätten, den Nutzer*innen durch ausgewählte Beiträge ein Gefühl von „Hier sind andere wie ich“ zu vermitteln, um ihnen eine Menge Produkte verkaufen zu können?

Was wäre, wenn diese Dinge wahr wären und euch das jene erzählen, die diese Dinge entweder erfunden oder programmiert haben?

Dann würde ihr euch gerade „The Social Dilemma“ ansehen.

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Young Guns (1988 Filmkritik)

John Tunstall (Terence Stamp) hat ein Herz für Herumtreiber. Deshalb nimmt er auf seiner Farm auch immer wieder junge Vagabunde auf, bringt ihnen Lesen und Schreiben bei und will sie auf den „richtigen“ Pfad zurückführen. Allerdings sieht L. G. Murphy (Jack Palance) ihn als Konkurrenz. Und Murphy hat so gut wie alle wichtigen Leute in seiner Tasche. Vom Sheriff angefangen bis hin zum Governeur. Nach einer durchzechten Neujahresfeier passiert es: Murphy lässt Tunstall vor den Augen seiner „Vagabunden“ über den Haufen schießen.

Dieser Haufen an Vagabunden besteht allerdings unter anderem aus Billy The Kid Emilio Estevev), „Doc“ Scurlock (Kiefer Sutherland), Dick Brewer (Charlie Sheen) und Chavez Y Chavez (Loud Diamond Philipps). Und die Jungs lassen sich zu Hilfssherifss ernennen, um die Haftbefehle gegen die Mörder zu vollstrecken.

Allerdings hat William H. Bonney aka Billy The Kid nicht vor die Mörder zu verhaften, sondern Selbstjustiz zu üben. Und noch bevor man bis drei zählen kann, werden die Jäger selbst zu gejagten …

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The Endless (Filmkritik)

Aaron (Aaron Moorhead) und Justin (Justin Benson) konnten als Kinder einem Kult entkommen. Jetzt sind beide erwachsen geworden, leben ein „so lala“-Leben und dann taucht ein Video mit einer Botschaft aus genau jenem Kult auf. Vor allem der jüngere Aaron möchte gern nochmals zurückkehren und sich seiner Vergangenheit stellen. Grundsätzlich deshalb, weil er sich nicht richtig erinnern kann, weshalb sie abgehauen sind. Justin weigert sich erst, gibt dann aber nach.

Als sie dann in ihrer alten „Heimat“ ankommen, macht sich Verwunderung breit, denn entgegen den Schilderungen von Justin, der den Kult dämonisiert hat, findet Aaron eine Menge Leute, die alle durch die Bank vor allem eines sind: wahnsinnig nett und zufrieden mit ihrem Leben.

Also stimmt entweder Justins Erzählung nicht oder etwas anderes geht hier vor. Was ein paar Vorkommnisse und seltsame Deja vus erklären würde …

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The Lie (Filmkritik)

Kayla (Joey King) wird von ihrem Vater (Peter Sarsgaard) zum Tanzcamp gefahren, als sie im vorbeifahren ihre Freundin Britney (Devery Jacobs) am Straßenrand auf den Bus warten sehen. Auf Kaylas Bitte hin, hält ihr Vater Jay an; sie nehmen Britney mit. Kurz darauf muss die Dame auf die Toilette und die beiden Mädchen steigen aus. Aber sie kommen nicht zurück.

Als Jay schließlich seine Tochter auf einer Brücke sitzend findet, gesteht ihm diese, etwas Gräßliches getan zu haben: Sie hat Rebecca von der Brücke in den reißenden Fluß darunter gestoßen.

Anstatt die Polizei zu rufen, packt Jay seine Tochter ein und fährt los. Und das Drama nimmt seinen Lauf …

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The Strangers (Filmkritik)

James (Scott Speedman) und Kristen (Liv Tyler) haben ein paar Probleme in ihrer Beziehung. An diesem Abend kehren die beiden ins Elternhaus von James ein, damit sie sich wieder finden. Dann klopft es jedoch an der Tür und eine Fremde möchte wissen, ob „Tamara“ da ist. Da diese nicht da ist, geht die Frau wieder. Als James später das Haus verlässt, um Besorgungen zu machen, klopft es erneut. Erneut wird nach „Tamara“ gefragt.

Nur dieses Mal geht die junge Dame nicht wieder, sondern bleibt. Und sie hat Freunde mitgebracht. Und diese Freunde haben keine netten Absichten …

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Calibre – Weidmansunheil (Filmkritik)

Vaughn (Jack Lowden) und Marcus (Martin McCann) machen gemeinsam einen Jagdurlaub. Es ist der letzte, den sie in dieser Form verbringen werden, denn Vaughn wird Vater und hat dann andere Prioritäten. Dazu fahren sie in die Weite der schottischen Einöde, übernachten in einem Hotel, feiern noch ordentlich, und brechen am nächsten Tag zur Jagd auf.

Dumm ist, dass Vaughn seine Munition vergessen hat, also leiht Marcus ihm (illegalerweise) sein Gewehr und dann passiert es. Just als Vaughn ein Wild erlegen will und abdrückt erhebt sich ein Mensch hinter einem Hügel und Vaughn erwischt diesen statt des Tiers.

Panik bricht aus. Und Vaughn und Marcus begehen einen Fehler nach dem anderen, versuchen zu vertuschen was geschehen ist und die Talfahrt beginnt …

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The Strangers: Prey At Night aka The Strangers: Opfernacht (Filmkritik)

Kinsey (Bailee Madison), ihre Eltern und ihr Bruder übernachten im Trailerpark ihres Onkels. Der Park ist erstaunlicherweise ziemlich verlassen und selbst der Onkel hat nur einen Zettel hinterlassen. Cindy (Christina Hendricks) und Mike (Martin Henderson) haben so ihre Probleme mit Kinsey, da sie ein bisschen rebelliert. Ihr Bruder Luke (Lewis Pullman) ist da erwachsener und steht drüber.

Aber im Trailerpark herrscht eine verdächtige Ruhe und rasch stellt sich heraus, dass Masken tragende Gestalten herumlaufen, die nichts anderes im Schilde führen, als sich am Tod ihrer Opfer zu ergötzen. Und Kinseys Familie ist ihnen direkt in die Arme gelaufen …

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The Wretched – The Witch Next Door (Filmkritik)

Ben (John-Paul Howard) ist bei seinem Vater Liam (Jamison Jones) gelandet.Gelandet deshalb, weil seine Mutter sich scheiden lassen möchte. Ben verbringt den Sommer bei ihm und macht ein Praktikum in der Schiffswerft, die sein Vater betreut. Dort lernt er auch Mallory (Piper Curda) kennen, die durch ihre pfiffige Art durchaus Bens Interesse weckt.

Dieses Interesse wird auch von der Familie geweckt, die aktuell im Haus nebenan wohnen. Allerdings gilt Bens Interesse weniger der Familie an sich, als den Dingen die da im Haus nebenan vor sich zu gehen scheinen. Denn Nachbarin Abbie (Zarah Mahler) scheint sich von einen Tag auf den anderen seltsam zu verhalten und irgendwie scheint es, also ob immer mehr Kinder vermisst werden. Oder auch nicht vermisst, denn wenn sie weg sind scheinen sich die Eltern nicht mal mehr daran erinnern zu können, dass sie überhaupt Kinder hatten …

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Boogeyman (Filmkritik)

Tim (Barry Watson) muss als Kind mitansehen, wie der „Boogeyman“ (in politisch unkorrekten Zeiten hieß der bei uns früher „Der Schwarze Mann“) seinen Vater in den Kleiderschrank zerrt und er nie wieder gesehen wird. Seine Mutter stürzt daraufhin in eine große Krise, Tim wächst bei seinem Onkel auf. Jahre später ist Tim mehr oder weniger verlobt und führt ein geregeltes Leben, welches nur hin und wieder Erinnerungen an das Trauma aufwirft.

Zumindest bis sein Onkel sich meldet und meint, es wäre an der Zeit seine kranke Mutter zu besuchen und außerdem brauche man ein paar Unterschriften wegen dem Haus, welches nach wie vor offiziell im Besitz der Familie, wenn auch stark heruntergekommen, ist.

Also macht sich Tim auf, um zurückzukehren und dann passiert es. Der „Boogeyman“ ist wieder zurück und scheint nur auf Tim gewartet zu haben …

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