Teacake (Joe Keery) arbeitet in einem Gebäude, in dem unterschiedlichste Dinge gelagert werden. Es ist kein guter oder spannender Job, doch nach Problemen mit dem Gesetz, ist er auf ihn finanziell angewiesen. Naomi (Georgina Campbell) ist seine neue Kollegin und sie hat ebenfalls Schwierigkeiten und zwar mit dem Vater ihrer kleinen Tochter.
Als die beiden einem Geräusch nachgehen, dass sie zu einem versteckten Bereich im Untergrund führt, ahnen sie noch nicht, dass sie in tödlicher Gefahr schweben. Vor Jahren wurde hier nämlich ein Virus gebunkert, der im Weltall mutiert ist und dieser scheint durch falsche Lagerung freigesetzt worden zu sein…

Regisseur Jonny Campbell (Alien Autopsy) kannte ich bisher nicht, meistens verbringt er sein Arbeitsleben damit, ein paar Folgen diverser Serien zu inszenieren (z.b. von Westworld). David Koepp kenne ich hingegen schon lange, mindestens seit seinen Drehbüchern zum ersten Jurassic Park oder dem Start der Mission Impossible. An jenen Drehbüchern hat er mitgeschrieben, dass von Cold Storage stammt hingegen alleine von ihm, wie zuletzt etwa auch das von Black Bag.
Dabei ist die Ausgangslage in etwa so, als hätte man die Seuche aus Last of Us genommen, nur das hier die Infizierten alle früher oder später explodieren (um die Sporen zu verteilen). Auch wenn Body-Horror alles andere als witzig sein kann und es auch ernste Momente gibt, dies ist eindeutig eine Komödie. Die Geschichte an sich wirkt bekannt und die hat bei Filmen wie etwa Slither, für deutlich mehr Lacher (und Ekelmomente und Spannung usw.) gesorgt.
Warum man hier dennoch Spaß hat, sind neben den „spritzigen“ Effekten, vor allem die beiden Paarungen unter den vier Hauptfiguren. Die Charaktere sind für sich alleine interessant, sympathisch oder beides zusammen und auf die Dynamik miteinander bezogen, verbreiten sie dann richtig gute Laune. Joe Keery (Stranger Things) als Teacake ist am Papier der typische Verlierer, hat aber eher schon viel Pech erlebt in seinem Leben und nicht immer die Verantwortung für einen schlechten Ausgang gehabt.
Georgina Campbell (Barbarian) als Naomi hat eher Troubles mit den Männern und wie sich die beiden aus der Reserve locken, ohne dabei manipulativ zu werden, das ist sogar einigermaßen charmant. Liam Neeson (Ice Road 2) als Anti-Bioterror Agent hat hingegen diesen abgebrühten Männer-Charme und in Lesley Manville (Citadel) hat er eine Partnerin, die so richtig schön trocken ist und dabei auch noch scharf schießen kann (oder zumindest will).
Wem so etwas wie Figurenzeichnung nicht wichtig ist, der kann sich hingegen ganz auf die explodierenden menschlichen und tierischen Körper freuen, es sei denn man sieht sich Übergeben im grünen XXL-Stil noch lieber, denn das wird zwecks Vermehrung der Sporen auch geboten. Diese Szenen sind dabei nie so ekelig, dass einem schlecht werden würde, aber für ein mulmiges Gefühl im Bauch und das Verlangen, einen großen Bogen um Infizierte zu machen (aka mehr Abstand vom Bildschirm zu halten), reicht es allemal.
Kurzweilig, voll mit larger than life Performances und der 100 prozentigen Erkenntnis, dass die Macher genau wussten, was hier abgeliefert wird. Das hat dann in Summe so viel Substanz wie ein Körper, der „Puff“ macht, aber es unterhält zumindest bei der Erstsichtung recht ordentlich. Wie Neeson diese „ich bin zu alt für diesen Schei..“ Art spielt, ohne es jemals auszusprechen, ist dabei eine witzige Metaebene, die ich durchaus gefeiert habe.
„Cold Storage“ bekommt von mir 6,5/10 haben dich die Sporen auserkoren, hast du verloren(e) Empfehlungspunkte.


