Mission: Impossible (Filmkritik)

Nachdem bei einem Einsatz das Team von IMF-Agent Ethan Hunt (Tom Cruise) eliminiert wird, hält man ihn für einen Maulwurf. Hunt, der jetzt von seiner eigenen Agency gejagt wird, versucht daraufhin den eigentlichen Verräter zu finden. Dafür stellt er sein eigenes Team zusammen und bricht später sogar in das CIA-Hauptquartier ein. Die Mission stellt sich als schwierig heraus, um nicht zu sagen unmöglich.

Mission Impossible

Der Film „Mission: Impossible“ basiert auf der TV-Serie mit dem gleichen Namen, die zwischen 1966 und 1973 lief und es auf immerhin sieben Staffeln brachte. Paramount Pictures hatte einige Jahre lang versucht die Serie als Film zu adaptieren, doch es fehlte die passende Idee für eine ebenso passende Umsetzung. Und dann kam Tom Cruise (Edge of Tomorrow).

Cruise war seit Kindestagen ein Fan der Serie und überzeugt davon, dass sich das Konzept im Rahmen eines Films gut verwenden lassen würde. Er entschloss, dass „Mission: Impossible“ der erste Film sein sollte, den er mit seiner eigenen Firma produzieren würde und konnte Paramount überzeugen, ihm ein passendes Budget von später ca. 80 Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen.

Man engagierte Brian De Palma (Die Unbestechlichen), der gemeinsam mit einigen Drehbuchautoren an der Geschichte arbeiten sollte. Laut De Palma war das damalige Ziel, im späteren Film den Zuschauer permanent zu überraschen und das ist dann auch gut gelungen. Die fertige Geschichte ist eindeutig eine der herausragenden Stärken des Films.

Der Film beginnt in Prag, wo Jim Phelps (John Voight – Transformers) und sein Team, zu dem auch Ethan Hunt gehört, den Auftrag haben die NOC-Liste (die die Namen sämtlicher verdeckter Agenten in Osteuropa enthält) zurückzuholen. Was als Routineeinsatz beginnt endet im Chaos, wobei alle Agenten, mit Ausnahme von Hunt, ums Leben kommen.

Hunt erfährt, dass der Einsatz nur den Zweck hatte, einen Maulwurf zu enttarnen und dass man ihn jetzt, da er als einziger überlebt hat, für einen Verräter hält. Er nimmt Kontakt mit dem ominösen Waffenhändler Max auf und bietet ihm die NOC-Liste im Tausch für ein Treffen mit dem eigentlichen Maulwurf an. Da sich die Liste jedoch gut geschützt im CIA-Hauptquartier befindet, gilt es erst einmal ein Team zusammenzustellen.

Etwas dass „Mission: Impossible“ sehr gut herausarbeitet, ist die Arbeit von Agenten. Während beim Kollegen Bond eine ausgedehnte Schießerei und Explosionen irgendwie dazugehören, arbeiten die Agenten vom IMF verdeckt und versuchen möglichst nicht entdeckt zu werden. Dazu verwenden sie ähnlich wie ihr britischer Kollege eine Vielzahl von mehr oder weniger ausgefallenen Gadgets. Bei diesem Abenteuer von Ethan Hunt gibt es dann nicht einmal eine Schießerei und das ist in diesem Fall gut so.

Die Spannung holt sich der Film dann wo anders. Die Mission zu Beginn ist, auch wenn sie zeitnahe scheitert, spannend und der Einbruch in die CIA setzt später noch eins oben drauf. Dabei kommt der Film nicht gänzlich ohne Action aus. Da gibt es beispielsweise die denkwürdige Szene, in der ein übergroßes Aquarium (das so groß war, dass man Angst hatte Cruise könnte ertrinken) gesprengt wird, um Hunt die Flucht zu ermöglichen.

Der finale Showdown auf einem französischen TGV ist dann der krönende Abschluss und sieht auch heute, fast 20 Jahre später, noch genau so spektakulär aus wie damals. Der Grund warum der Film dann aber so gut funktioniert wie er es tut, heißt Tom Cruise. Man mag von ihm halten was man will, aber als Action-Star spielt er in einer ganz besonderen Liga.

Cruise macht, damals wie heute, die meisten Stunts selber. Bei „Mission: Impossible“ war dies nur möglich, weil er auch selbst produziert hat und man muss zugeben, dass sich der ganzheitliche Körpereinsatz bezahlt gemacht hat. Cruise produziert die Filme dieses Francises bis dato immer selbst und begibt sich auch nach wie vor während der Dreharbeiten in halsbrecherische Situationen, bei denen jeder andere Schauspieler abwinken würde.

Alles in allem ist „Mission: Impossible“ ein gelungener Film und ein noch besserer Agenten-Film. Hier wird vor allem die Spannung groß geschrieben. Cruise in seiner Paraderolle ist großartig und voll bei der Sache.

Der Film „Mission: Impossible“ bekommt 8,5/10 die unmögliche Mission erfüllende Empfehlungspunkte.

Mission: Impossible [Blu-ray] [Special Collector's Edition]


von Brian de Palma [Paramount (Universal Pictures)]
Preis: EUR 7,89

Mission: Impossible


von David Koepp [Paramount (Universal Pictures)]
Preis: EUR 4,99


Ein Gedanke zu „Mission: Impossible (Filmkritik)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.