Stuber: 5 Sterne Undercover (Filmkritik)

Vic (Dave Bautista) ist ein harter Cop, der vor einem halben Jahr seine junge Partnerin Sara (Karen Gillan) bei einer Schießerei verloren hat. Der Schütze war der Gangster Tedjo (Iko Uwais) und Vic setzt auch heute noch alles daran, ihn endlich zu fassen. Akut hat er jedoch andere Probleme, denn er sieht fast nichts, da er sich die Augen lasern hat lassen.

Am selben Tag soll er möglichst rechtzeitig bei der ersten großen Vernissage seiner Tochter Nicole (Natalie Morales) auftauchen. Dann bekommt er auch noch einen Anruf mit einem Tip, dass er Tedjo direkt in flagranti erwischen kann. Vic ruft den Uber-Fahrer Stu (Kumail Nanjiani) und missbraucht ihn wegen seiner schlechten Sicht vorübergehend als persönlichen Assistenten…

Der neueste Film von Michael Dowse (Take Me Home Tonight) beweist es wieder mal sehr schön: Ex-Wrestler haben neben ihrem offensichtlichem Talent für Action-Rollen, ein großes Talent für komödiantische Auftritte (wie etwa auch Dwayne Johnson bei Jumanji oder John Cena bei Bumblebee). Von Dave Bautista wusste man dies spätestens seit Guardians of the Galaxy und bei seinem aktuellen Film, rettet genau dieses Talent das Gesamtergebnis.

Das Set-Up dieser Buddy-Komödie ist bekannt und wird auch in keiner Weise um weitere Ebenen bereichert. Zwei Typen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, müssen sich zusammen raufen, um zu überleben. Dabei entwickeln sich beide weiter und werden schließlich Freunde. So weit so überaus bekannt. Was „Stuber“ dann etwas aus dem Einheitsbrei hebt, ist ein kleines, nicht unwichtiges Detail: der harte Kerl ist hier gehandicapt.

Durch das Lasern seiner Augen, ist er kurzzeitig extrem kurzsichtig und deshalb hilflos wie ein Riesenbaby. Daraus ergibt sich einiges an Situationskomik, wenn er über diese Tatsache hinweg sehen möchte und so tut, als wäre nichts. Während ihn nichts mehr schreckt, hat sein Fahrer vor so gut wie Allem Angst und ausgerechnet der muss ihn unterstützen. Ebenfalls ein einfaches Konzept, jedoch stimmig umgesetzt.

Die Macher waren sich offensichtlich sehr bewusst darüber, dass Dave Bautista (Final Score) und Kumail Nanjiani (Central Intelligence) eine starke Chemie miteinander haben und es wirkt so, als hätten sie die zwei öfters einfach drauf los spielen lassen (was eine feine Sache ist). Ja, wirklich lachen musste ich nur wenig, aber ein ständiges Grinsen hat sich konstant auf meinem Gesicht gehalten.

Nicht unbedingt von der Sprache her, aber von den Actionszenen her ist diese Komödie dann doch vergleichsweise heftig geraten. Da spritzt schon ordentlich Blut bei diversen Kopfschüssen und Finger werden bei Verhören in Wunden gebohrt. Das ist vielleicht unerwartet doch es hilft hier den Eindruck zu erwecken, dass es trotz all der witzigen Momente, dennoch noch um Leben und Tod geht.

Auch die Nebenrollen sind gut besetzt. Als Tochter von Bautista bringt Natalie Morales (Battle of Sexes) Herz in die Geschichte während ich den Kurzauftritt von Bautista´s „Guardians of the Galaxy“ Co-Star Karen Gillan (Oculus) von der Metaebene her sehr sympathisch finde. Iko Uwais (Triple Threat) genießt es hingegen sichtlich, einmal einen schmierigen Bösewicht zu spielen und er hat zumindest einen netten Fight mit dem viel größeren Ex-Wrestler.

Insgesamt daher ein kleiner Spaß für Zwischendurch, der im Kino nicht so funktioniert hat, was ich voll verstehe, da er für mich klar zum Heimkinomarkt gehört. Die beiden Jungs unterhalten dennoch recht ordentlich und wer diese Art von Actionkomödien schätzt, die Darsteller mag und emotional schräge Momente zu schätzen weiß, der kann hier beruhigt mal rein schauen.

„Stuber“ bekommt von mir 6,5/10 am Ende den eindeutig richtigen Fahrer ausgewählt habende Empfehlungspunkte.


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