Starship Troopers: Traitor of Mars (Filmkritik)

Johnny Rico (Casper Van Dien) wurde auf eine Raumstation über dem Mars beordert um dort die neuen Rekruten zu trainieren. Abgesehen davon, dass sich die Rekruten im Training unglaublich dumm anstellen, ist die Gegend sehr ruhig – so ruhig sogar, dass die Bewohner des Mars laut darüber nachdenken ihre Unterstützung im Krieg gegen die Bugs einzustellen und sich unabhängig zu machen. Als der Mars dann von den Bugs angegriffen wird, ist es an Rico und seinen Rekruten die Stellung zu halten, da die restliche Flotte gerade im Einsatz ist.

Im Jahr 1997 kam der erste Starship Troopers ins Kino und ihm sollten zwei Fortsetzungen fürs Heimkino folgen. Einige Jahre später, und zwar 2012, erschien unter der Regie des Japaners Shinji Aramaki dann „Starship Troopers: Invasion“, der eine interessante Geschichte zwar nicht perfekt, aber immerhin unterhaltsam, erzählte.

Mit einer Fortsetzung hat vermutlich niemand gerechnet und irgendwie schien „Starship Troopers: Traitor of Mars“ ein wenig aus dem Nichts zu kommen. Wieder unter der Regie von Aramaki erzählt auch dieser Film eine interessante Geschichte. Dabei fällt bei seinem aktuellen Werk auf, dass einige Elemente unglaublich gut gelungen sind, während andere regelrecht furchtbar sind.

Der Film wirft Rico und seine Rekruten direkt in einen Einsatz. Die Rekruten stellen sich unglaublich, unglaublich, unglaublich dämlich an und alles geht schief. Zum Glück war alles, ähnlich wie bei „Star Trek 2“, nur eine Simulation. Was bei der Szene klar wird ist, dass die Dialoge furchtbar sind – und zwar unglaublich, unglaublich furchtbar.

Lieder ist gerade zu Beginn die ganze Truppe furchtbar und man freut sich über Szenen in denen sie nicht vorkommen. Auf der Habenseite sind dann die Actionsequenzen. Nicht nur ist die Inszenierung unerwartet gut, man hat als Zuschauer auch das Gefühl es würde hier um etwas gehen. Das liegt unter anderem daran, dass man sich traut den einen oder anderen Charakter ins Gras beißen zu lassen.

Aus dem Nirgendwo kommen dann gelungene, Gänsehaut erzeugende Charaktermomente, unter anderem mit Rico oder anderen Personen, die man vermutlich aus den vorangegangenen Filmen kennen sollte (wie Carl Jenkins der im Orginal von Neil Patrick Harris gespielt wird). Die große Geschichte des Films, inklusive Twist ist von weitem vorhersehbar.

Es sei nur so viel verraten: Die Marisaner wollten ihre Unabhängigkeit und der Angriff der Bugs auf den Mars ist kein Zufall. Welche Rolle der neue Sky Marshall in diesem Zusammenhang spielt ist ebenfalls zeitnahe klar. Dazu sei allerdings gesagt, dass der Film nicht wirklich versucht das Ganze vor dem Zuschauer geheim zu halten.

Alles in allem ist „Starship Troopers: Traitor of Mars“ ein Film der stellenweise furchtbar, aber auch gelungen ist. Dennoch würde ich mich über eine weitere Geschichte aus diesem Universum freuen und hoffe, dass es bis zum nächsten Mal nicht wieder so lange dauert und das man sich Zeit nimmt noch ein wenig am Konzept zu feilen.

Der Film „Starship Troopers: Traitor of Mars“ bekommt 6/10 den Mars verteidigende Empfehlungspunkte.


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