XXX 2: The Next Level – XXX: State of the Union (Filmkritik)

Eine Gruppe Unbekannter überfällt eine geheime Einrichtung der NSA und tötet dabei sechzehn Agenten. Die beiden Überlebenden, der ehemalige Leiter der Einrichtung Augustus Gibbons (Samuel L. Jackson) und der Techniker Toby Lee Shavers (Michael Roof), müssen versteckt agieren. Da Xander Cage gerade nicht verfügbar ist rekrutiert man Darius Stone (Ice Cube) und befreit diesen aus dem Gefängnis. Mit der Unterstützung von ein paar alten Freunden kommt das Team einer Verschwörung auf die Spur, die bis ins Weiße Haus reicht.

Eigentlich sollten Vin Diesel und Regisseur Rob Cohen wieder gemeinsam an der XXX-Fortsetzung arbeiten, aber es kam bekanntlich anders. Beide wandten sich einem jeweils anderen Projekt zu und während Vin Diesel die Hauptrolle in „Der Babynator“ übernahm, führte Cohen bei „Stealth“ Regie. Also suchte man sich Ersatz.

Die Hauptrolle betreffend wurde man in Ice Cube (21 Jump Street) fündig und als Regisseur konnte man Lee Tamahori engagieren, der kurze Zeit zuvor mit dem Bond-Film „Die Another Day“ finanziell erfolgreich war. Man gab zwei verschiedene Drehbücher in Auftrag. Die Geschichte, die Piraten in Südostasien beinhaltet, sollte es dann nicht werden – auch wenn ich den Film gerne gesehen hätte.

Der eigentliche Film beginnt also mit dem Überfall auf eine NSA-Einrichtung. Schon in den ersten paar Minuten wird klar, dass dieser Film mit seinem Vorgänger nicht sehr viel gemeinsam hat. Die Waffen und Gadgets der Eindringlinge sind deutlich zu futuristisch um in derselben Welt zu spielen. Hinzu kommt die Tatsache, dass man aus XXX ein NSA-Programm gemacht hat, aber keinen Agenten zur Hand hat.

Scheinbar war es wichtiger, das Logo gut sichtbar an mehreren Stellen innerhalb der Einrichtung zu platzieren. Man entschließt sich also einen neuen XXX zu rekrutieren und die Wahl fällt auf Darius Stone. Stone, seinerseits ein ehemaliger Navy-Seal, sitzt allerdings eine mehrjährige Haftstrafe ab, weil er seinem damaligen Vorgesetzten und jetzigen Verteidigungsminister Deckert das Kiefer gebrochen hat.

Auch wenn Stone eine coole Wahl für den Job ist, scheint er dennoch die falsche zu sein. Der Umstand, dass im Vorteil ein Extremsportler, der von der Spionagearbeit keine Ahnung hat, die Welt retten muss, hatte doch etwas. Stone auf der anderen Seite, ist als Seal (zumindest theoretisch) so gut ausgebildet wie man es für diese Situation nur sein kann.

Zum Glück spiel Ice Cube diese Rolle vergleichsweise überzeugend. Zwar glaubt man ihm nicht jede Actionszene, aber man hat dennoch das Gefühl er könnte kämpfen und sich aus schwierigen Situationen heraus improvisieren. Dennoch kann auch Mr. Cubes Coolness nicht über dem Umstand hinwegtäuschen, dass bei den Actionszenen hier und da gepatzt wurde.

Ja es gibt einige die basieren auf einer gute Idee und wurden gut umgesetzt. Leider gibt es mindestens genauso viele, die so wirken als hätte man eine halbgare Idee lieblos mit einer Menge CGI hingerotzt. Als das Beispiel sei der finale Showdown erwähnt, in der ein CGI-Auto einen CGI-Zug verfolgt. Das sieht einfach nicht gut aus und auch wenn es die letzte derartige Stelle ist, ist es leider bei weitem nicht die einzige.

Was die Schauspieler betrifft sei vor allem Willem Dafoe (Spider-Man) als Deckert erwähnt. Dafoe gibt den Bösewicht an dieser Stelle sehr, sehr überzeugend und spielt alle anderen hier Anwesenden mit Leichtigkeit in den Hintergrund. Samuel L. Jackson (Big Game) als Gibbons und Scott Speedman (Underworld) als Agent Steele wirken dagegen vergleichsweise unscheinbar.

Alles in allem ist „XXX2“ ein Film, der zumindest als Fortsetzung scheitert. Ansonsten ist er seichte und auch actionhaltige Unterhaltung, die mit der übertriebenen Coolness aber des Öfteren einen Schritt zu weit geht.

Der Film „XXX2 – The Next Level“ bekommt 6/10 übermäßig coole CGI-Empfehlungspunkte.


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