State of Affairs (Serienkritik)

Charleston Tucker (Katherine Heigl) hat es in ihrem Job als CIA-Analystin nicht leicht. Jeden Tag aufs neue muss sie Bedrohungen für die USA analysieren und für die Präsidentin der USA (Alfre Woodard), die wichtigsten in ein Buch zusammen fassen. Dass sie einmal mit dem Sohn der Präsidentin verlobt war, vereinfacht ihren Alltag nicht gerade.

state of affairs

„State of Affairs“ hatte eine sehr späte Premiere (erst Mitte November) und nach einem eher durchwachsenen Piloten sehe ich die Serie zwar noch immer, aber es ist keine Tragödie eine Folge nicht sofort zu sehen bzw. dabei einzuschlafen. Was mich dazu bewogen hat, noch einer politisch thematisierten Show eine Chance zu geben? Ganz einfach: das Comeback von Kathrine Heigl.

Die Serie wurde von Joe Carnahan, dem kreativen Kopf hinter „The Blacklist“ entwickelt, der hier sowohl Drehbuchautor, Produzent und Regisseur der Pilot-Folge ist, wobei Heigl und ihre Mutter als Co-Produzenten fungieren.

Nachdem es sich die als schwierig verschriene Heigl (Killers) mit einigen hochkarätigen Namen in Hollywood verscherzt hatte, war es lange still um die eigentlich viel versprechende Schauspielerin geworden und daher war ich wie gesagt sehr gespannt, als ich hörte, dass Katherine Heigl sich wieder Arbeit gefunden hat und zwar als Hauptdarstellerin in der Serie „State of Affairs“. Ohne Zweifel ist die neue Serie auf die Schauspielerin zugeschnitten und ihre Figur der CIA-Analystin Charleston Tucker, ist der Mittelpunkt aller Handlungsstränge.

Natürlich wird gleich in der ersten Folge noch gezeigt, dass die taffe CIA-Analystin mit dem Sohn der Präsidentin von Amerika verlobt war, der bei einem Attentat starb. Dass Charly Zuflucht in bedeutungslosen Sex und Alkohol sucht, wirkt da fast wie ein Klischee und keine ersthafte Charakter-Entwicklung. Heigl hat keinerlei Probleme ihren stellenweise sehr eindimensionalen Charakter Leben zu verleihen, denn Talent hat die Frau ja durchaus.

Außer Heigl gibt es kaum bekannte Namen und selbst nach 4 oder 5 Folgen könnte ich keinen der Mitarbeiter aus ihrem CIA-Team mit Namen nennen. Die Präsidentin der USA wird von Alfre Woodard (12 Years a Slave) gespielt, die das nötige Talent besitzt, aus ihrer auch eher drögen und über weite Strecken zur Passivität verdammten Rolle, noch das letzte bisschen heraus zu holen.

„State of Affairs“ klaut bei allerhand bewährten Shows (Scandal, How to Get Away with Murder, Homeland), schafft es aber nicht alles zu einem packenden Plot zusammen zu packen. Grundsätzlich mag ich „Skandal“, daher fand ich das Konzept der neuen Serie spannend (wenngleich sich „Scandal“ handlungstechnisch inzwischen meilenweit von den ersten beiden Staffeln entfernt hat). Aber inzwischen finde ich das Politische und die Tatsache, dass die, denen eigentlich die Hände gebunden sind, dann trotzdem große Töne spucken, eher fade.

Was der Pilot schon schafft, ist das große Geheimnis um den Tod von Charlies Verlobten an zu teasern und ich hoffe, dass da über kurz oder lang eine Aufklärung folgt, denn in jeder Folge ein paar Bruchstücke von dem Attentat zu sehen, wird über kurz oder lange auch irgendwann mal fad. Ich werde mich in Geduld üben, hoffe aber, dass sich das Warten dann auch lohnt.

Fazit: Bis jetzt ist die Serie leider sehr mittelmäßig, was schade ist. Mal schauen ob es die Serie schafft, sich zu etablieren und eine eigene Nische zu finden.

Diese Serie bekommt von mir 5,5/10 analysierten Punkten.


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