Ringer 2011 (Serienkritik)

Bridget (Sarah Michelle Gellar) ist schwer in Bedrängnis. Auf Druck des FBI soll sie gegen den Gangsterboss Bodaway Macawi (Zahn McClarnon) aussagen, nur so werden ihre Anklagen wegen Prostitution und Drogenbesitz fallen gelassen. Sie glaubt den Aussagen des FBI nicht, dass sie in Sicherheit sei und flüchtet zu ihrer Zwillingsschwester Siobhan (Sarah Michelle Gellar). Diese ist im Gegensatz zu ihrer Schwester wohl auf der Sonnenseite des Lebens gelandet. Verheiratet mit Andrew Martin (Ioan Gruffudd) lebt diese ein Leben im Luxus. Bei einer Bootsfahrt gesteht Siobhan ihrem Zwilling, dass niemand in ihrem Leben von der Existenz einer Zwillingsschwester weiß. Bridget schläft ein und als sie wach wird, ist ihre Zwillingsschwester wie von Erdboden – oder in diesem Fall – vom Wasser verschluckt, alles was noch da ist, ist eine leere Pillendose, in der die Eheringe herumkullern. Der Gedanke an einen möglichen Suizid liegt nahe und daher springt Bridget ins Wasser und sucht und sucht, doch findet ihre Schwester nicht mehr. Was daher machen? Das Nächst logische – natürlich die Identität ihrer reichen, verheirateten, in New York lebenden Schwester annehmen!! Doch auch unter ihrem Alias ist sie nicht sicher, es wird ein Mordanschlag auf sie ausgeübt. Siobhan hatte wohl auch ihre eigenen Probleme. Und ist sie wirklich tot?

Ringer-2011

To be a dead ringer for someone – diese Redewendung beschreibt, dass man jemanden bis aufs Haar gleicht. Wie eben ein Zwilling dem anderen.

Nach der eher wenig erfolgreichen Serie „The Lying Game“ kommt nun erneut eine Serie über Zwillinge die die Identität tauschen heraus. „Ringer“ war ursprünglich von dem großen Sender CBS erworben worden, doch schon bald wechselte das Projekt zum kleinen Tochter-Sender The CW. Dies könnte der Serie durchaus zum Nachteil geraten, denn The CW hat keineswegs das Budget, das CBS hat, und daher muss die Serie um einiges kürzer treten. Weiters war „Ringer“ auch für das ältere Publikum von CBS ausgelegt und jetzt wird sich die Frage stellen, ob die weitaus jüngere Seherschaft das Material annimmt.

Auf dem Sendeplatz, Dienstag, 21 Uhr, brachte der „Ringer“-Pilot das beste Ergebnis für The CW seit drei Jahren – damals lief die viel beachteten Premiere des danach sehr schnell abbauenden „90210“. Mit 2,7 Millionen Zuschauern ist „Ringer“ kein überragender Hit, aber es wäre auch zu verfrüht von einem Flop zu reden.

Grundsätzlich habe ich mir die Serie erst einmal wegen dem viel gerühmten Serien-Comeback von Sarah Michelle Gellar angesehen. Sie machte zuletzt mit Filmen von sich reden unter anderem „Veronica beschließt zu sterben“. Ein leiser Film mit viel Emotionen – durchaus sehenswert! Auch in ihrer neuen Serie kann sie durchaus Emotionen zeigen, denn sie spielt gleich 2 Zwillinge, die äußerst gegensätzlich sind. Die verletzliche Bridget und die verschlossene Siobhan. Und sie macht ihre Sache eigentlich sehr gut und glaubwürdig.

Natürlich schlägt man sich bei dem bloßen Gedanken auf den Kopf, die Identität der eigenen Schwester anzunehmen, ohne einen (Verzeihung) Furz von deren Leben zu wissen. Und dann soll sie auch noch schwanger sein? Nur gut das keiner in Siobhans Leben von der Existenz Bridgets weiß, sonst wäre sie sicher schnell aufgeflogen. Aber gibt nur acht Missy, dass Leben deiner ach so tollen, angeblich toten Schwester wird dir sicher noch gehörig auf den Kopf fallen. Zu einem deshalb, weil diese mit dem Mann ihrer besten Freundin schläft.

Die restlichen Schauspieler gehen neben Gellars Popularität und Präsenz fast unter. Mann, Mann, Mann. So viele dämliche Entscheidungen aneinander gereiht.. Leider war der Pilot ziemlich vollgepackt und man hatte förmlich das Gefühl, dass einem als Zuschauer gleich einmal alle „wichtigen“ Personen UNBEDINGT in der Pilotfolge vorgestellt werden müssen. Ein paar weniger Leute und etwas mehr Zeit mit den Zwillingen, wie sie zu zweit waren, hätte echt nicht geschadet.

Ansonsten kein schlechter Start, ich hoffe noch mehr von dieser Serie zu sehen bekommen und werde sicher wieder einschalten, bzw. hinklicken.

Von mir bekommt die Pilot-Episode von „Ringer“ 7,5/10 eindeutig heimlich vertauschte Punkte.


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