21 Jump Street (Filmkritik)

Auf der High School war Schmidt (Jonah Hill) ein unsicherer Streber während Jenko (Channing Tatum) der coole Sportler war, der aber kaum seinen Abschluss schaffte. Jahre später treffen sich die beiden bei der Metropolitian Police Acadamy wieder, wo sie gemeinsam ihren Abschluss machen. Nachdem sie bei einem Einsatz Mist gebaut haben, werden sie in das „21 Jump Street“ Programm strafversetzt. Im Zuge dessen werden sie zurück auf ihre alte High School geschickt, um zu ermitteln, wer die Droge OVS herstellt und verteilt.

21 Jump Street Film Jonah Hill Channing Tatum Explosion

Wie heißt es im Film so schön: Den Verantwortlichen fehlt es an jeglicher Kreativität und Ideen. Deswegen recyceln sie altes Zeug und gehen davon aus, dass es eh keiner merkt. Dieses „alte Zeug“ ist in diesem Fall die gleichnamige Serie aus den späten 80ern, auf die der Film eher lose basiert. Regie an dieser Stelle führt das dynamische Duo bestehend aus Phil Lord und Christopher Miller.

Wenn die beiden mit Filmen wie „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ und „The Lego Movie“ etwas bewiesen haben, dann dass ihr Sinn für Humor sehr ausgeprägt ist und doch etwas eigenständiges hat. Dieser Umstand macht sich auch hier deutlich bemerkbar und zwar obwohl sie, anders als bei den bereits erwähnten Filmen, das Schreiben des Drehbuchs jemand anders überlassen haben – und zwar Michael Becall.

Becall war ebenfalls für das Drehbuch von „Project X“ verantwortlich, auch wenn dieser Umstand natürlich kein Qualitätsmerkmal ist. Ob es jetzt rein am Drehbuch liegt, dass die Geschichte zwar gelungen ist, aber dennoch ihre Schwächen hat, sei an dieser Stelle dahingestellt. Die Vorstellung von Schmidt und Jenko passt ausgezeichnet, doch ab dem Zeitpunkt an dem die beiden wieder auf der High School sind, ist etwas die Luft draußen.

Hier passiert irgendwie zu wenig, was dem Film ein wenig die Fahrt nimmt. Hier hätte es auf keinen Fall geschadet ein wenig zu kürzen, was in Anbetracht der Laufzeit von gut 110 Minuten kein Problem hätte sein sollen. Dafür wird man später mit einem fulminanten Showdown entschädigt wobei „Ich dachte das explodiert jetzt?!“ ein wiederkehrendes Element ist.

Jonah Hill (The Wolf of Wall Street) ist im Bereich der Komödien kein Unbekannter und passt hervorragend in die Rolle von Schmidt. Schmidt ist der nerdige Typ, der es genießt endlich cool sein zu dürfen. Channing Tatum (White House Down) scheint herausgefunden zu haben, dass er in nicht ganz so ernsten Rollen, doch irgendwie am Besten funktioniert.

Als Jenko gibt er den Schönling, der im Laufe des Einsatzes leider daran erinnert wird, dass er nie besonders gut war darin die Schulbank zu drücken und der daran leidet, dass Schmidt jetzt der coole der beiden ist. Die Geschichte bringt das Duo dementsprechend ein Stück auseinander um sie, wie sollte es auch anders sein, später wieder zusammen zu bringen.

Etwas das erstklassig funktioniert, ist die Kombination bestehend aus Schmidt und Jenko. Die beiden sind nicht nur so unterschiedlich wie man es nur sein kann, sondern ergänzen einander hervorragend. Dabei sind es Jonah Hill und Channing Tatum, die diesen Umstand auch perfekt vermitteln und die Chemie zwischen den beiden ist einfach großartig.

Alles in allem ist „21 Jump Street“ zwar nicht eine der besten Komödien, aber definitiv eine der besten Bromances der letzten Zeit. Der Film überzeugt durch Humor der subtil mit Selbstironie gespickt wurde. Phil Lord und Christopher Miller sind echte Könner und die Tatsache, dass sie für „22 Jump Street“ wieder hinter der Kamera stehen, wird der Fortsetzung auf keinen Fall schaden.

Der Film „21 Jump Street“ bekommt 8/10 das Verbrechen an der örtlichen Schule bekämpfende Empfehlungspunkte.


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