Project X (Filmkritik)

Thomas (Thomas Mann) feiert bald seinen 17ten Geburtstag. Um sich an der örtlichen Schule einen Namen zu machen, planen seine Freunde Costa (Oliver Cooper) und J.B. (Jonathan Daniel Brown) eine große Feier und laden jede Menge Leute ein. Allerdings unterschätzen sie das Ganze ein wenig und die Feier gerät außer Kontrolle.

Project-X

Der Regisseur bei diesem Film ist Nima Nourizadeh, der hier auch gleich sein Erstlingswerk abliefert. Produziert wurde von Todd Phillips, der sich unter anderem mit den beiden Hangover-Filmen einen Namen machen konnte. Und so macht Phillips das, was er am Besten kann und feiert eine Party – mit dem unwesentlichen Unterschied, dass der Zuschauer dieses Mal von Anfang bis Ende dabei sein kann, um den Wahnsinn zu genießen.

Der Film wurde inspiriert von einer wahren Begebenheit. Aus diesem Grund passt es auch irgendwie dass man auf die z.B. auch in Chronicle bekannte Wackelkamera setzt, die den Zuschauer mitten ins Geschehen bringt und dem Film einen leicht dokumentarisch angehauchten Touch verleiht. Außerdem dürfte das auch das Budget geschont haben, denn der Film hat gerade einmal 12 Millionen Dollar gekostet (sieht dafür aber unglaublich gut aus) und konnte ein vielfaches davon wieder an den Kinokassen einspielen.

Die Geschichte nimmt sich verhältnismäßig viel Zeit. Dass die eigentliche Party erst nach gut einer halben Stunde startet hat den Vorteil, dass man Zeit hat die eigentlichen Protagonisten kennen zu lernen. Des Weiteren wäre eine längere Verwüstungsschlacht auf Dauer vermutlich eh zu viel geworden und so wirkt der Film mit einer Gesamtlänge von 90 Minuten genau richtig. Thomas Mann (It’s Kind of a Funny Story) und seine beiden Schauspielkollegen wirken zugegeben etwas blass.

Aber auch das passt, denn einerseits sind die ja die Loser auf ihrer Schule und andererseits rücken die drei im Laufe der Geschichte gerade so weit in den Hintergrund, als dass ihre schauspielerischen Fähigkeiten zweitrangig werden. Die eigentliche Feier fängt zwar verhältnismäßig ruhig an, steigert sich aber immer weiter, bis schließlich die Hütte brennt (in diesem Fall ist das natürlich wörtlich gemeint).

Da gibt es dann jede Menge Alkohol (und andere bewusstseinserweiternde Substanzen), nackte Haut, schräge Aktionen und (auch das ist wörtlich gemeint) Zerstörung. Dass man hier auf eine tolle Story verzichtet hat, sollte von Anfang an klar sein – aber seien wir uns ehrlich, in diesem Fall will man so etwas auch nicht sehen. Stattdessen macht es der Film richtig und feiert das Leben seines Geburtstagskindes mit sich ineinandergreifenden Momentaufnahmen.

Zum Gezeigten passt auch der Soundtrack der hift das Gezeigte noch besser wirken zu lassen. Das vermutlich einzige was das hier gezeigte Partyfeeling noch übertreffen kann wäre vermutlich sich bei der Planung seiner eigenen Geburtstagsfeier durch diesen Film inspirieren zu lassen.

Daher bekommt der Film seine verdienten 7/10 die Nacht durchfeiernde Empfehlungspunkte.


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