Whiskey Tango Foxtrot (Filmkritik)

Nachdem sie mit ihrer Karriere unzufrieden ist, übernimmt Kim Baker (Tina Fey) die Rolle einer Berichterstatterin in Afghanistan. Dort lernt sie neben diversen Kollegen, wie der australischen Korrespondentin Tanya Vanderpoel (Margot Robbie) und dem schottischen Fotografen Iain MacKelpie (Martin Freeman), Militärangehörigen, wie General Hollanek (Billy Bob Thornton) und Mitglieder der Regierung, wie Ali Massoud Sadiq (Alfred Molina), auch das Land und seine Leute kennen.

Whiskey Tango Foxtrot

Bei diesem Film führt das Duo, bestehend aus Glenn Ficarra und John Requa, Regie, deren Arbeit man bereits von „Focus“ kennt. Die Geschichte basiert auf dem Buch „The Taliban Shuffle: Strange Days in Afghanistan and Pakistan“ der Journalistin Kim Baker, die auf diese Weise ihre Erlebnisse festgehalten hat. Das klingt erst einmal sehr vielversprechend.

Der Film zeigt einen kurzen Ausschnitt von dem was später kommen wird, um zurück in Bakers langweiliges Leben zu springen. Nachdem dieser Punkt abgehakt ist, wird sie auch schon ins erste Flugzeug nach Afghanistan gesetzt. Dort lernt sie verschiedene Personen kennen und findet, nach anfänglichen Schwierigkeiten, Gefallen am Nervenkitzel.

Auch das klingt noch ganz brauchbar, doch es wird bereits nach kurzer Zeit klar, dass dieser Film unter einer zu kurzen Laufzeit leidet. Baker hat scheinbar viel erlebt und irgendwie konnte man sich nicht für ein Element ihrer Geschichte entscheiden. Die Laufzeit von 112 Minuten scheint dann nicht auszureichen, um ihr ganzheitlich gerecht zu werden.

Die Strategie scheint hier gewesen zu sein möglichst viele Highlights zu zeigen. Aus diesem Grund wirkt die Geschichte mehr oder weniger so als würden die Zusammenhänge fehlen. Man bekommt als Zuschauer nie ein Gefühl für ein großes Ganzes. Das betrifft sowohl das Land, als auch die Charaktere, die im Laufe der Handlung allesamt nur gestreift werden.

Allgemein stellt sich die Frage, warum Bakers Abenteuer nicht in mehreren Teilen oder als Serie umgesetzt wurde. Genug erlebt dürfte sie auf jeden Fall haben. Was die Inszenierung betrifft, war man sich scheinbar nicht sicher, in welche Richtung es hätte gehen sollen. Aus diesem Grund hat der Film zwar dramatische und romantische Elemente in einem Kriegssetting, scheitert aber an der Umsetzung.

Den Schrecken des Krieges vermittelt „A Perfect Day“ um Welten besser und die dramatischen/romantischen Ansätze hätte man sich im Großen und Ganzen eigentlich sparen können. Wenn der Film vorbei ist fragt man sich womöglich, um was es denn hier eigentlich die ganze Zeit gegangen ist.

Das einzige erwähnenswerte bei diesem Film sind die Schauspieler. Tina Fey (Muppets Most Wanted) spielt Kim Baker mit viel Witz und Energie und ist klar das Highlight des Films. Margot Robbie (The Wolf of Wall Street) und Alfred Molina (Spider-Man 2) hatten sichtlich ihren Spaß, während Martin Freeman (The World’s End) wie immer über alle Maßen sympathisch wirkt.

Alles in allem ist „Whiskey Tango Foxtrot“ ein Film der unter einer zu kurzen Laufzeit leidet. Die Geschichte wirkt zusammenhanglos und es fehlt eine klare Richtung. Die Schauspieler machen ihre Sache gut und sorgen dafür, dass die Charaktere zumindest einigermaßen interessant bleiben.

Der Film „Whiskey Tango Foxtrot“ bekommt 4/10 vor sich dahinerstattende Empfehlungspunkte.

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