Results (Filmkritik)

Danny (Kevin Corrigan) ist frisch geschieden. Da kann ihn auch die Tatsache nicht aufheitern, dass er kürzlich zu einer Menge Geld gekommen ist. Um wenigstens etwas aus seinem Leben zu machen, besucht der das Fitnessstudio von Trevor (Guy Pearce). Der stellt Danny Kat (Cobie Smulders) als Trainerin zur Seite. Kurze Zeit später, beginnt das Leben der Drei sehr kompliziert zu werden.

Results Film

Für Regie und Drehbuch verantwortlich ist Andrew Bujalski, der bisher kleine Indie-Filme mit unbekannten Schauspielern inszeniert hat. Für sein aktuelles Projekt konnte Bujalski dann einige relativ bekannte Schauspieler für sich gewinnen und erzählt dabei eine Geschichte von drei Menschen und wie sich diese gegenseitig beeinflussen.

Ich für meinen Teil habe es gerne wenn ein Film am Ende auf den Punkt kommt. „Results“ will aber zu keinem Zeitpunkt so funktionieren. Wie eine Episode die dem echten Leben entnommen wurde, plätschert die Geschichte die meiste Zeit vor sich hin. Man lernt die verschiedenen Personen kennen und begleitet sie ein kleines Stück in ihrem Leben.

Von diesen Charakteren, von denen es im Wesentlichen drei gibt, lebt der Film dann auch. Hier gibt es keine spannenden, unerwarteten Wendungen, es darf nur relativ selten gelacht werden und auch die romantischen Momente halten sich in Grenzen. Dafür haben die jeweiligen Figuren ihre jeweiligen Eigenheiten und machen sich selbst und den anderen das Leben nicht immer einfach.

Danny (Kevin Corrigan – „Seven Psychopaths „) ist ein Einzelgänger, der zwar etwas für seinen Körper tun will (um wie er sagt einen Schlag auszuhalten), aber Tabak und Fastfood zu sehr liebt, um damit aufzuhören. Überhaupt ist er scheinbar ein Einzelgänger und auch irgendwie der lebende Beweis, dass Geld alleine nicht glücklich macht.

Kat (Cobie Smulders – „The Avengers„) ist zielstrebig und hält wenig vom Aufgeben – speziell dann nicht, wenn ihre Klienten es scheinbar tun. Kat vermittelt dem Zuschauer oft das emotionale Äquivalent eines Eisberges, kann aber zwischendurch auch anders. Immerhin kann die offensichtlich selbst fitnessbegeisterte Cobie, optisch als Trainerin überzeugen.

Trevor (Guy Pearce – „Lockout„) ist Kats Boss und Inhaber seines eigenen Fitnessstudios. Trevor ist ein netter Kerl, der aber auch seine Grenzen kennt. Dass er in Kat verliebt ist und das erst reichlich spät selbst merkt, macht sein Leben nicht gerade einfach. Dass Trevor und Kat am Ende zusammenfinden, liegt dann auf der Hand.

Leider herrscht zwischen Smulders und Pearce bedauerlich wenig Chemie. Überhaupt können die drei Herrschaften nur wenig aus den jeweiligen Rollen machen, wobei das vermutlich an Regie/Drehbuch liegt. Wenigsten Guy Pearce schafft es einigermaßen sympathisch zu wirken, wobei auch er weit hinter seiner üblichen Performance zurück bleibt.

Alles in allem ist „Results“ zwar eine einigermaßen interessante Charakterstudie, der aber leider beinahe alle Zutaten für einen unterhaltsamen Film fehlen. Der Episode aus dem Leben doch recht unterschiedlicher dreier Menschen fehlt es an Spannung, Humor und Romantik und sie plätschert in weiterer Folge nur leise vor sich hin.

Der Film „Results“ bekommt 4/10 zwischenmenschliche Empfehlungspunkte.


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