War Of The Arrows (Filmkritik)

Nam-Yis () Schwester wird entführt und der Bogenschütze macht nun vor nichts Halt, um sie zurückzubekommen. Denn es geht nicht nur um eine Entführung. Seine SChwester ist die einzige Familie die er hat, nachdem sie beiden als Kinder flüchten mussten. Ihre Pflegeeltern und quasi das gesamte Dorf, in welchem sie aufgenommen wurde, wurden von der Qing-Armee abgeschlachtet.

Also packt Nam-Yi seine Sachen, seinen Bogen, seine Pfeile und vor allem seine Bogenschießkünste und holt sie zurück …

Als ich vor ein paar Jahren mit dem Bogenschießen angefangen habe, war ich ziemlich zeitgleich mit dem Hype bzw. dem Revival des Bogens in Videospielen. Da war er plötzlich überall: Tomb Raider, Crysis 3, Far Cry und so weiter und so weiter. Zu jener Zeit hab ich mir auch alle Filme angesehen, die irgendwie Bogenschützen als Hauptfiguren hatten. Offen gestanden gibt es da nicht wirklich viele. „War Of The Arrows“ ist tatsächlich einer der wenigen Filme, die sich tatsächlich in einer Action-Film-Version um Bogenschützen drehen.

Und tja, die Tricks, die Nam-Yi im Film draufhat sind sowas von unrealistisch und schräg, dass es eigentlich fast schon ein Superheldenfilm ist, denn Kurven schießen und so weiter: Nein. Einfach nein.

Nichtsdestotrotz ist der Film sehenswert, auf eine „Transporter“-Art und Weise. Wer es schafft, den Realismus-Anspruch im Kopf auszuschalten und die passierenden Dinge und Fähigkeiten akzeptiert, der oder die wird viel mehr Spaß haben.

Und JA, der ganze Film ist auf Action-Szenen mit Bögen ausgelegt. Es gibt einen Zweikampf am Ende. Mit Bögen. Und es gibt eine ziemlich intensive Bogenschütze gegen Bogenschützen, die sich auf zwei Seiten einer Schlucht mit Wald und Felsen abspielt und sich anfühlt als würden sich zwei Scharfschützen/Sniper gegenüberstehen. Und ja, das ist richtig, richtig spannend.

Der Film wurde 2010 gedreht und Regisseur Han-min Kim hat auch das Drehbuch geschrieben. Ich habe keine Ahnung, was sein Hintergrund bzgl. Bogen ist, aber hier tobt er sich aus. Kameratechnisch gibt es keine Ausfälle und ein paar interessante Szenen, die allerdings mehr aus Sicht der „Was haben die da gemacht?“ glänzen, als aus der technisch-kreativ-beeindruckenden Seite.

Wie dem auch sei: Für eine Einmalsichtung ist der Film super und entspannend. Die Handlung hat man 100 Mal gesehen, die Figuren entsprechen alle den schon 1000 Mal gesehen Klischees und auch viele Szenen kennt man schon aus anderen Filmen. Ja, man kennt viele Szenen bereits aus anderen Filmen, aber … mit Bogen, Leute! Mit Bogen!

Offen gesprochen: Immer noch besser als zB „House Of Flying Daggers“ (was für eine Enttäuschung).

„War Of The Arrows“ bekommt 6 von 10 möglichen, auch unmögliche Bogenschüsse cool umsetzende, Punkte.


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