Death Race: Anarchy (Filmkritik)

Nichts steht so sehr für Death Race wie ein Mann und das ist Frankenstein. Mit den im Dark Web gestreamten Rennen verdienen einige Leute ein Vermögen und die Polizisten, die Frankenstein in seinem Herrschaftsgebiet ausschalten wollten, haben alle ihr Leben verloren. Nun ist jedoch ein neuer Mitspieler namens Connor (Zach McGowan) aufgetaucht und er könnte der erste seit langem sein, der Frankenstein gefährlich werden könnte.

Gemeinsam mit Baltimore Bob (Danny Glover) und dem Techniker Lists (Frederick Koehler) beginnt Connor an seinem Vorhaben zu arbeiten, Frankenstein vom Thron zu stoßen. Wird Connor der neue König werden und was unternehmen eigentlich die Behörden, oder haben die ihren Widerstand schon längst aufgegeben?

Achja, die guten alten Death Race Remake Filme, ich mag sie einfach. Während Death Race 2050 klar eigene Wege geht und sich mehr als Satire versteht, ist dies nach dem Kinospaß Death Race (mit Jason Statham) und seinen beiden Nachfolgern Death Race 2 und Death Race Inferno (beide mit Luke Goss), bereits der vierte Teil der Reihe. Es wird zwar nicht erklärt, aber da ab Teil 2 die Prequel-Story gestartet ist, befinden wir und hier theoretisch zeitlich noch immer vor dem Erstling, aber eigentlich ist es auch egal.

Regie führte diesmal Don Michael Paul und der scheint sich auf billigere Forstsetzungen von Hits spezialisiert zu haben (was sie ja nicht automatisch schlechter macht). Zum Beispiel sind Tremors 5, Tremors 6 und Lake Placid 4 von ihm, aber auch Kindergarten Cop 2, Sniper: Legacy und als nächstes folgt der fünfte Teil von Scorpion King. Was Paul bei seinen Fortführungen bekannter Inhalte gut kann, ist die Freude über ein Wiedersehen mit den bereits bekannten Welten in den Vordergrund zu stellen.

Natürlich, wer braucht schon einen vierten Death Race Film, dennoch fühlt er sich nicht überflüssig oder wie eine reine Auftragsarbeit an. Im Gegenteil, der Irrsinn und die Gewalt sind hier sogar roher und direkter, als in den Vorgängern. Das spiegelt schön den immer weiteren Verfall der Gesellschaft wieder und führt dazu, dass Cops mit Kettensägen bearbeitet werden und ein riesiger Hammer, die inneren Werte eines Kopfes, nach außen kehrt.

Die Rennen machen Spaß, wobei natürlich alle bis auf die drei wichtigsten Figuren, reines Kanonenfutter darstellen. Dafür gibt es übrigens ein „Nazi-Rennteam“, das sogar im Original auf deutsch flucht und das Ende bekommt, das es durchaus verdient hat. Dass die Story egal ist und das Ganze nur von den schnellen Rennen, den harten Kampfszenen, den coolen Kerlen und den verrückten Ladys lebt und auch dominiert wird, ist dabei voll legitim.

Hauptdarsteller Zach McGowan (Dracula Untold) kannte ich bis jetzt vor allem als markantes Gesicht aus diversen Serien (The 100, Agents of Shield). Er hat das Zeug zum Leading Man im Heimkino-Markt, mit seiner direkten Art und der lässigen Ausstrahlung fällt es leicht, als Zuseher ihn anzufeuern. Das erkannte wohl auch Regisseur Paul, da er als nächstes den Scorpion King für ihn spielen darf.

Zum vierten Mal ist hier Frederick Koehler (The Circle) als der immer sympathische Lists mit dabei und auch Danny Trejo (Con Air) gibt sich bereits zum dritten Mal die Ehre, wobei er hier außerhalb des Gefängnisses agiert und mit nicht mal halb so alten Ladys ins Bett hüpft. Danny Glover (Monster Trucks) hatte sichtlich Freude an seiner Rolle als freundlicher Drahtzieher im Hintergrund.

Was soll ich sagen: Death Race ist guilty pleasure und das war die Reihe schon immer. Wer mit den Vorteilen was anfangen konnte, der hat auch hier seinen Spaß. Die Aussage, dass man zwar wegen der Maske gehört wird, jedoch der Mann dahinter bestimmt was Sache ist, finde ich dabei sowohl passend als auch etwas beängstigend. Wem folge ich also und warum? Aber nein, sorry, die Überlegung ist ja viel zu „hochwertig“ für so eine Art von Film 😉

„Death Race: Anarchy“ bekommt von mir 7/10 mit der nötigen Härte agierende Empfehlungspunkte.


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