Eye in the Sky (Filmkritik)

Colonel Katherine Powell (Helen Mirren) leitet eine internationale Mission, die das Ziel der Ergreifung von Terroristen in Nairobi hat. Während Zielpersonen überwacht werden, stellt sich heraus, dass diese offenbar ein Selbstmordattentat planen. Es stellt sich die Frage, ob die potentiellen Attentäter präventiv mit Hellfire-Raketen ausgeschaltet werden sollen. Leider wäre diese Maßnahme auch mit zivilen Verlusten verbunden und aus diesem Grund wird sie vorher ausgiebig diskutiert.

Regie an dieser Stelle führt Gavin Hood, der mit „X-Men Origins: Wolverine“ einen der schlechteren Filme des X-Men Universums zu verantworten hat. Wer an dieser Stelle mit dem Schlimmsten rechnet sei aber vorab entwarnt. Hoods aktueller Film, basiert auf einer einfachen Prämisse, streckt diese erfolgreich auf eine Laufzeit von 102 Minuten.

Die Frage „Dürfen wir präventiv mit Raketen schießen?“ klingt erst einmal wenig spannend für einen Spielfilm. Dasselbe trifft auch auf einen Mann zu, der lebendig begraben würde und dennoch ist „Buried“ ein gelungener Film. Der wesentliche Unterschied ist, dass „Buried“ von Reynolds Performance lebt, während „Eye in the Sky“ dank der Situation funktioniert.

Zwar geben unter anderem Helen Mirren (Woman in Gold), Aaron Paul (Central Intelligence), Alan Rickman (Alice Through the Looking Glass) und auch Gavin Hood selbst (Ender’s Game) in diversen Rollen ihr bestes, dennoch wird schnell klar, dass es hier nicht um sie geht. Es geht um eine Drohne in Nairobi, die möglicherweise ein Haus bombardiert.

Dabei ist nicht klar, zu welchen Kollateralschäden es kommen kann. Es ist auch nicht klar, welche politischen Konsequenzen das mit sich ziehen wird. Klar ist nur, dass sich in diesem Haus Terroristen auf ein Attentat vorbereiten. Keiner der zuständigen Politiker traut sich die präventive Tötung zu genehmigen und wälzt die Entscheidung an jemand anders ab.

Noch schwieriger wird die Situation, als ein kleines Mädchen damit beginnt, in der Nähe des Hauses Brot zu verkaufen. Die Bemühungen aller an der Operation Beteiligten, die Situation optimal aufzulösen, scheinen, verglichen mit dem wie man sich die Realität als Zivilist so vorstellt, ein wenig übertrieben zu sein. Zusätzlich gibt es auch hier und dam Momente, die so nur passieren, weil es im Drehbuch steht.

Ungeachtet davon ist die Geschichte allerdings von Anfang bis zum Ende durchgehend spannend. Besonders erwähnt sei an dieser Stelle die Optik. Hood hat in Südafrika gedreht und dort die perfekte Stimmung für seinen Film eingefangen. Abgesehen davon besticht auch die Kameraführung durch eine elegante Schönheit.

Alles in allem ist „Eye in the Sky“ ein Film, der eine einfache Geschichte spannend erzählt. Hier geht es zu keinem Zeitpunkt um die Schauspieler, sondern um die Situation und wie diese möglicherweise aufgelöst wird.

Der Film „Eye in the Sky“ bekommt 7,5/10 trotz überlegener Technik hilflos seiende Empfehlungspunkte.


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