Für immer Single? – That Awkward Moment (Filmkritik)

Die Freunde Jason (Zac Efron), Daniel (Miles Teller) und Mikey (Michael B. Jordan) haben einfach kein Glück beim schönen Geschlecht. Jason wird von seiner Freundin verlassen, Daniel findet nicht die Richtige und Mikeys Frau will die Scheidung.

Die drei Freunde tun das einzig konsequente und versuchen Junggesellen zu bleiben. Jasons Leben wird jedoch kompliziert als er Ellie (Imogen Poots) kennen lernt und seinen Kumpels geht es ähnlich.

That Awkward Moment

Das Drehbuch zu „That Awkward Moment“ war 2010 auf der „Hollywood Black List“ eine der besten noch nicht verfilmten Komödien. Kurze Zeit später sollte sich mit Tom Gormican jemand der Geschichte annehmen, der in Hollywood bisher unbekannt ist. Dass Gormican als einer der Produzenten von „Movie 43“ gelistet wird, lässt jedoch Schlimmes vermuten.

Optisch ist der Film durch die Bank gelungen. Tom Gormican verleiht seinem Film eine gewisse aufpolierte Optik und Eleganz und schafft es dabei sogar die Tatsache perfekt zu kaschieren, dass ihm nur ein Budget von acht Millionen Dollar zur Verfügung stand. Der Soundtrack (mit Songs wie „Crozet – Closed Shades„) ist mit Abstand der beste, den ich seit langem in einem Film gehört habe. Hier hat offenbar jemand mit gutem Geschmack einige seiner Lieblingssongs untergebracht.

Auf der schauspielerischen Seite hat man leider etwas daneben gegriffen. Da hätten wir Zac Efron (17 Again) der offenbar mit beiden Händen daran arbeitet, sein Image als Kinderstar los zu werden und der als Jason den MTV Movie Award für „Best Shirtless Performance“ gewonnen hat. Miles Teller (Project X) fällt wie immer durch seine große Klappe auf, während Michael B. Jordan (Chronicle) als Mikey eher der ruhige Typ ist.

Bei den weiblichen Schauspieler kann einzig Imogen Poots (Need for Speed) durch ihren Charme punkten, während Mackenzie Davis (Breath In) und Jessica Lucas (Evil Dead) zu kurz vorkommen. Das größte Problem ist jedoch die Chemie. Während Miles Teller und Mackenzie Davis glaubhaft das verliebte Pärchen geben, entsteht bei den Kollegen der Eindruck, sie wären nicht am anderen Geschlecht interessiert.

Ein weiterer Schwachpunkt des Films ist die Geschichte selbst. Wer hier eine romantische Komödie erwartet wird vermutlich enttäuscht sein, denn der Ausflug in das Leben der drei Jungs ist weder romantisch noch besonders komisch. Zumindest das mit dem Humor dürfte auch Regisseur Tom Gormican aufgefallen sein und aus diesem Grund dürfte er versucht haben, diesen mit dem einen oder anderen „Nackten-Hinter-Moment“ aufzuwerten.

Wie erwartet passt das aber nicht zum restlichen Ton den Films. Obwohl „That Awkward Moment“ eine Laufzeit von gerade circa neunzig Minuten hat, hatte man anscheinend nicht genug Ideen und den Film mit Dialogen gestreckt. Zwar habe ich prinzipiell nichts gegen Dialoge, aber wenn sie wie hier scheinbar nur dem Zweck dienen die Zeit tot zu schlagen, wird es schnell fad.

Im Zuge der Handlung passiert dann auch nichts, was die unmittelbare Aufmerksamkeit des Zuschauers erfordert und man fragt sich zeitweise wie man eine derart lustige Prämisse, dermaßen langweilig umsetzten konnte.

Alles in allem ist „That Awkward Moment“ eine unromantische, humorlose romantische Komödie, um die man einen Bogen machen sollte. Die Umsetzung wirkt wie die Schauspieler uninspiriert und trotz der gelungenen Optik und dem erstklassigen Soundtrack ist der Film in erster Linie langweilig.

Der Film „That Awkward Moment“ bekommt von mir 3,5/10 Empfehlungspunkte.


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