How to be Single (Filmkritik)

Wie verhält man sich als Single in New York, der Stadt, die niemals schläft? Das muss Alice (Dakota Johnson) erst lernen, als sie sich von ihrem Freund trennt und in die große Stadt zieht. An ihrer Seite hat sie dabei ihre Schwester Meg (Leslie Mann) und ihre Arbeits-Kollegin Robin (Rebel Wilson)…

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Nach dem Film dachte ich so bei mir, dass er mich an eine bestimmte Sorte Film erinnert. Hier fiel mir „Er steht einfach nicht auf dich“ ein und mein Eindruck entstand nicht ohne Grund. Liz Tuccillo, schrieb den gleichnamigen Roman auf dem dieser Film basiert und war an dem Drehbuch zu dem vorhin erwähnten Film beteiligt.

Wenn man nach dem Titel geht, ist der Film zu 95% eine Themen Verfehlung, denn niemand ist über die meiste Zeit lange, geschweige denn absichtlich Single. Ich habe keine Ahnung wie das Buch aufgebaut ist, aber als How-To Ratgeber funktioniert der Film auf jeden Fall schon einmal gar nicht.

Dakota Johnson (50 Shades of Grey) als Hauptcharakter Alice wollte für mich nicht so richtig funktionieren. Es fehlt ihr das nötige Charisma um einen Film über weite Strecken alleine zu tragen. Dass ihr Charakter sehr selbstsüchtig und unselbstständig ist, trägt nicht gerade dazu bei, Alice sympathisch erscheinen zu lassen und daher fiel es mir schwer, wirklich mit ihr mit zu fühlen, wenn sie ihre Abenteuer erlebt und so manches Mal auf die Schnauze fällt.

Schön langsam habe ich das Gefühl, dass Rebel Wilson ein wahres Type-Casting-Opfer ist, denn immer spielt sie den gleichen leicht schrägen Typ Frau, der ständig unangebrachte Dinge sagt, von einem Bett ins nächste hüpft und sich nicht darum schert, was andere von ihr denken. Die talentierte Comedienne sah ich das erste Mal in „Pitch Perfect“ wo sie eines der Highlights des Films war, aber inzwischen habe ich es satt, sie immer in den gleichen Rollen zu sehen. Natürlich hat sie auch wirklich witzige Momente, zB wenn sie Alice darüber aufklärt, was der Zustand ihrer Intimbehaarung über sie aussagt.

Alison Brie (The Lego Movie) als Lucy hat eine eher kleine Rolle, erscheint aber ganz im Gegensatz zu einigen anderen Charakteren auf der Stelle liebenswert, optimistisch und gutherzig. Ihr Nervenzusammenbruch im Buchladen ist eine der lustigsten Szenen im Film. Leslie Mann (17 Again) als Schwester von Alice ist ziemlich Nerv tötend und zwar auf eine neurotische Art und Weise, denn sie befindet es für notwendig, einen Mann den sie liebt ab zu servieren, weil sie anscheinend schon weiß, dass es sowieso nicht funktionieren wird.

Newcomer Anders Holm ist als Barkeeper Tom sehr sympathisch, vor allem auch weil er ehrlich mit sich selbst ist, bzw so tut als ob. Damon Wayans Jr (Let’s be Cops) hat als Architekt David eine recht undankbare Rolle. Sein Charakter wirkt sehr skizzenhaft, wodurch man schon merkt, dass er wohl nicht der Richtige für Alice sein würde und als er sie dann noch anmacht, weil sie mit seiner Tochter singt, wird er so richtig unsympathisch.

Fazit: Dafür, dass ich hier eine Komödie gesehen habe, habe ich erstaunlich wenig gelacht und mich viel öfter fremd geschämt oder einfach nur geärgert.

Dieser Film bekommt von mir 4/10 Single-Punkten.


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