The Cold Light of Day (Filmkritik)

Es sollte ein netter Familienausflug nach Spanien werden für Will (Henry Cavill). Zusammen mit seinem Vater Martin (Bruce Willis), seiner Mutter und seinem Bruder und dessen Freundin ein wenig auf das Meer hinaussegeln im Boot der Familie. Anfänglich kann Will jedoch einfach nicht abschalten, denn Probleme mit seiner Firma plagen ihn.

Bald zwingen ihn jedoch die Ereignisse sich völlig mit der Situation hier in Spanien auseinanderzusetzen, denn nach einem kurzen Soloausflug, ist plötzlich Will´s gesamte Verwandtschaft verschwunden. Was ist passiert? Sind sie entführt worden? Kann Will alleine in der fremden Stadt überhaupt in irgendeiner Weise helfen, damit er seine Familie jemals wiedersehen kann?

The Cold Light of Day Film Henry Cavill Sigourney Weaver

Dies ist das neueste Werk von Regisseur Mabrouk El Mechri, der zuvor mit seinem „JCVD“ Film nicht nur Jean-Claude van Damme zu ungeahnt ironischen und schauspielerischen Höchstleistungen geführt hat, sondern auch von Fans und Kritikern für seinen Film hoch gelobt wurde. Dass dadurch die Erwartungshaltung an seinen nächsten Film dementsprechend hoch war, macht das Ergebnis nun leider nur noch schlimmer.

Dies soll jetzt nicht falsch verstanden werden. „The Cold Light of Day“ ist kein schlechter Film an sich, weder von der Technik noch von den Schauspielern her, doch ist die Story so altbacken und frei von jeglichen innovativen Ideen, dass am Ende nur ein Gedanke in meinem Kopf war: dies ist der Prototyp eines durch und durch durchschnittlichen Actionthrillers. Wenn in einem Film relativ kurze Nebenrollen mit Stars wie Bruce Willis und Sigourney Weaver besetzt werden und man sich am Ende nicht freut dass sie dabei waren sondern sich eher wundern muss, warum sie sich dazu überreden haben lassen, dann ist das eindeutig ein Armutszeugnis für den gesamten Film.

Ich mag ja Naivität in Filmen, Kann niedlich sein, sympathisch, lustig zum Zusehen. Doch wie Henry Cavill sich blauäugig durch diese Minimalhandlung hangelt, ist eigentlich nur mehr peinlich. Da hilft auch die einwandfreie Technik nicht, da ein trashiger Look wenigstens den unfreiwillig komischen Anteil klar in den Vordergrund gerückt hätte und so ein Film herausgekommen wäre, der doch auch Spaß gemacht hätte (auf eine hirnlose Art und Weise aber immerhin).

Henry Cavill (Blood Creek) hat in letzter Zeit wohl einfach kein Händchen für gute Filme/Rollen. Wie schon bei „Immortals“ sieht man dass er spielen kann, doch retten kann er auf Grund dieser Tatsache genau gar nichts. Auch Bruce Willis (R.E.D.) ist zwar smart wie immer doch viel zu kurz dabei, um irgendeinen bleibenden Eindruck hinterlassen zu können. Sigourney Weaver (Avatar) ist da schon etwas länger mit dabei, doch ihre überheblich, undurchschaubare Art wirkt derart wie auf Autopilot gespielt, dass ich bei den meisten ihrer Szenen unfreiwillig grinsen musste.

Dies ist eben wieder mal so ein Film, bei denen ich alle mir bekannten Beteiligten vor und hinter der Kamera, schon bei besseren Produktionen mitwirken hab sehen. Am ehesten Schuld an dem faden Endprodukt ist in meinen Augen wohl am ehesten das Drehbuch, denn die Action bleibt zu beliebig, die Emotionen zu oberflächlich, die Handlung reisst nicht mit und auch wenn dir am Ende nicht alle Beteiligten egal sind wäre es auch nicht schlimm, wenn alle am Ende sterben würden. Wer also mal wieder Lust hat etwas in jeder Hinsicht gewöhnliches zu sehen, der ist hier genau richtig.

„The Cold Light of Day“ bekommt von mir 4/10 völlig beliebige Empfehlungspunkte.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.