R.E.D. (Filmkritik)

Frank Moses (Bruce Willis) ist ein pensionierter CIA Agent, der in seiner Freizeit am liebsten bei der Pensionsstelle anruft,um mit seiner Sachbearbeiterin Sarah (Mary-Louise Parker) zu plaudern. Als er eines Abends von einem Killerkommando besucht wird, ist es an der Zeit sein altes Team zu reaktivieren um der Sache auf den Grund zu gehen und Sarah zu beschützen.

R.E.D

Wenn man an Comicverfilmungen aus dem Hause DC denkt, sind die bekanntesten wohl Super- oder Batman. Unter dem Namen „Red“ gab es in den Jahren 2003 und 04 eine dreiteilige Comic-Serie über die Abenteuer von Frank Moses. Voriges Jahr kam dann der Film ins Kino und in einer Woche startet der Verkauf der DVD/Blue Ray auch bei uns.

Der Name des deutschen Regisseurs Robert Schwentke, der bisher mit Filmen wie „Flightplan“ oder „Die Frau des Zeitreisenden“ bisher ja eher wenig erfolgreich war, lässt schlimmes vermuten, muss aber nicht unbedingt schlechtes heißen. Mit R.E.D gelingt ihm eine actionreiche Inszenierung, die mit einer Menge trockenem Humor gespickt ist.

Dass man sich nicht mit CIA-Agenten anlegt, auch wenn diese ihren Hauptwohnsitz im nahegelegenen Altenheim haben, klingt naheliegend wenn ich mich auch frage, wie man auf solch schräge Ideen kommt – sei es als Comic oder Film. Ist das Ganze – wie in diesem Fall – dann auch noch entsprechend in Szene gesetzt, braucht man sich zwar trotzdem nicht wundern, wenn stellenweise die Logik ein wenig auf der Strecke bleibt – aber wer braucht die schon.

Vom Eindringen in bestens geschützte Regierungseinrichtungen bis zur Entführung namhafter Politiker – alles kein Problem, denn im Zweifelsfall kennt man doch noch jemand in der russischen Botschaft. Auch wenn hier in Punkto Übertreibung eher geklotzt statt gekleckert wurde macht der Film Laune, nicht zuletzt wegen der erstklassig ausgearbeiteten und gespielten Charaktere.

Dabei fällt Bruce Willis fast ein wenig hinter seine Kollegen zurück. Auch wenn Frank Moses im Herzen in erster Linie ein hoffnungsloser Romantiker ist, unterscheidet sich seine Figur im Großen und Ganzen nicht von seinen sonstigen filmischen Ausflügen. Das heißt aber nichts Schlechtes, immerhin sind es solche Rollen, die ihn bekannt gemacht haben.

Während auch Morgan Freeman’s Rolle eher normal angelegt ist, zerlegt Filmpartnerin Helen Mirren schon einmal im Ballkleid mit schwerem Kaliber ein Auto. Karl Urban macht seine Sache nicht schlecht und beweist, dass er nicht nur im Anzug, sondern auch bei Actionszenen eine gute Figur macht. Das Highlight im Film ist aber John Malkovich. Egal ob er „das Schwein auspackt“ oder mit einer Bombenattrappe schreiend hinter einem Auto herläuft, es ist verdammt lustig ihm zuzusehen.

R.E.D. ist eine klare Empfehlung für alle Leute, die schon den Trailer mochten. Von mir bekommt der Film 8/10 Empfehlungspunkte.


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