Largo Winch (Filmkritik)

Der Tycoon Nerio Winch (Miki Manojlovic) kommt unter mysteriösen Umständen ums Leben. Seine Unternehmensgruppe steht kurz davor übernommen zu werden als plötzlich die Information eines bisher unbekannten Adoptivsohnes auftaucht. Largo Winch (Tomer Sisley) soll die Firma übernehmen, worüber der Aufsichtsrat überhaupt nicht begeistert ist. Largo scheint so gar nicht ins Firmenprofil zu passen. Eine Verschwörung aus den eigenen Reihen macht ihm deshalb das Leben schwer…

Largo-Winch

Nachdem mich die Grippe eiskalt erwischt hatte und ich mir bis jetzt Avatar nicht anschauen konnte habe ich mich gezwungener Maßen nach einem Ersatzprogramm umgesehen um mir die Zeit zu vertreiben. Meine Wahl ist dabei auf eine französische Produktion gefallen, was doch ein wenig ungewöhnlich ist wenn man bedenkt dass französische Filme die es zu uns geschafft haben doch eher selten sind. Dennoch habe ich es keinen Moment bereut und ihr erfahrt in den kommenden Zeilen auch wieso.

Largo Winchs Abenteuer stammen ursprünglich aus der Feder des Belgiers Jean Van Hamme, der seinem Helden neben sechs Abenteuerromanen auch eine Comicserie spendierte. 2001 lief zudem eine gleichnamige Serie, die aber nur über zwei Staffeln ging.

Wie die meisten Filme die ich in letzter Zeit gesehen habe kommt auch dieser mit einem relativ geringen Budget von 24 Millionen Euro aus. Und wie fast alle sieht auch Largo Winch (der Film) sehr gut aus. Der Film strotzt nur so vor schönen Landschaftsaufnahmen und nobel aussehenden Räumlichkeiten.

Beim Sehen des Films hatte ich fast ein wenig das Feeling das man sonst nur von Bondfilmen kennt. Das gibt es unseren Helden, zumindest ein schönes Mädchen, teure Autos und zumindest einen russischen Bösewicht.

In Kombination mit den bereits oben angedeuteten exotischen Schauplätzen ergibt das ein Ganzes wie man es sonst nur von 007 kennt. Es gibt auch die obligatorischen Verfolgungsjagden, ein paar Kämpfe und das was in keinem französischen Film fehlen darf: eine Liebeszene.

Schauspielerisch muss man zumindest dem Protagonisten (Tomer Sisley) zugestehen seine Sache gut zu machen. Seine Figur ist auch die einzige wo der Zuschauer genug Hintergrundinfo bekommt um eine emotionale Bindung zur Figur aufbauen zu können. Was seinen Charkater sehr interessant macht ist die Tatsache dass er es trotz einem Hintergrund mit schweizer Internat vorzieht durch die Welt zu reisen.

Miki Manojlovic (Nerio Winch) wirkt als Largos Mentor und Chef eines internationalen sehr authentisch. Karel Roden (der russische Bösewicht) spielt die selbe Rolle wie bei Rockn Rolla, nur das er dieses Mal ein wenig mehr wie das Abziehbild eines Standartbösewichts wirkt, was aber an seiner Rolle und nicht an ihm liegt. Die beiden machen, wie alle anderen Nebendarsteller auch, ihre Sache gut wobei man keinen von ihnen deswegen in Erinnerung behalten wird.

Von mir bekommt der Film 8/10 Empfehlungspunkte!


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