Downrange (Filmkritik)

Todd (Rod Hernandez) und seine Freundin bilden eine Fahrgemeinschaft mit ein paar Leuten und plötzlich haben sie eine Reifenpanne. Jung und fröhlich ist das kein Problem. Man scherzt, man plant, man überlegt wegen einer Werkstatt (schwer, weil mitten im Nirgendwo und kein guter Empfang am Mobiltelefon) und entscheidet sich, einfach mit dem Reserverad weiterzufahren, welches jedoch schon halbwegs abgenutzt ist. Kann das jemand wechseln? Naja, alles keine Profis, aber wird schon werden. Aber es ist heiß. Also setzen sich ein paar in den Schatten des Autos, während einer der Jungs den Reifen wechselt und Todds Freundin versucht Empfang am Telefon zu bekommen.

Dann fällt der Schraubenschlüssel laut zu Boden. Der Reservereifen rollt davon. Todd läuft ihm nach. Seine Freundin guckt nach, was mit dem Kollegen beim Reifenwechsel passiert ist.

Nun, es stellt sich heraus, dass ihm ein Scharfschütze den Kopf von den Schultern geschossen hat. Und als sich Todds Freundin umsieht, passiert ihr etwas ähnliches.

Allen ist klar: Da gibt es einen Scharfschützen, der irgendwo weit weg Zielübungen macht und die sechs (bzw. vier übrigen) als Zielscheiben ausgewählt hat. Was tun, wenn der Schütze abgesehen von dem Teil hinter dem Auto, ein freies Schussfeld hat, es nirgends sonst Platz zum Verstecken gibt, die Sonne runterbrennt und man seit Stunden weder eine Haus noch ein anderes Auto gesehen hat? Kann man überhaupt entkommen?

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No One Gets Out Alive (2025 Filmkritik)

Ambar (Cristina Rodlo) ist eine undokumentierte Migrantin in den USA. Sie hat einen Job, einen falschen Ausweis und allerlei Probleme. Sie verliert ihre Wohnmöglichkeit und muss mehr oder weniger gegen ihren Willen in eine billige Absteige ziehen. Irgendwas ist von Anfang an komisch in diesem Haus – das merkt sie bereits bei der ersten Begegnung mit dem Vermieter Red (Marc Menchaca), auch wenn dieser halbwegs okay wirkt. Aber sein Bruder Becker (David Figlioli) ist, nun, … sehr seltsam.

Immerhin ist sie nicht die einzige hier im Haus und es ist zumindest eine Bleibe. Auch wenn sie immer wieder schlechte Träume hat, denkt, sie würde in der Ferne eine Frau weinen hören und sie immer wieder eine Art „Steinbox“ sieht, die sich bedrohlich öffnet, bleibt sie – denn was wäre die Alternative?

Und dann passieren wirklich schlimme Dinge …

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Bring Her Back (Filmkritik)

Andy (Billy Barratt) und Piper (Sora Wong) haben vor Jahren ihre Mutter verloren und nun auch ihren Vater. Da beide minderjährig sind werden sie bei einer Pflegemutter untergebracht und auf Andys Bitte hin auch nicht getrennt. Denn Andy kümmert sich um seine sehbeeinträchtigte Schwester – sie kann nur Formen und Schemen erkennen. Diese Fehlfunktion der Augen führt auch dazu, dass ihre Augen die ganze Zeit umherwandern und schielen und ähnliche Dinge, was dazu führt, dass andere sich natürlich gern über sie lustig machen. Andy hat da einen Beschützerinstinkt entwickelt und die beiden halten zusammen.

Die neue Pflegemutter bei der sie landen heißt Laura (Sally Hawkins) und freut sich, die beiden aufzunehmen. Auch wenn sie klar mehr Freude mit Piper hat – denn, wie sich herausstellt hat Laura vor kurzem ihre Tochter Cathy verloren. Außerdem wohnt noch Oliver (Jonah Wren Philipps) bei ihr, ebenfalls ein Pflegekind. Aber Oliver ist seit dem Tod von Cathy verstummt und hat ein paar Eigenarten entwickelt, die dazu führen, dass er, wenn niemand außer ihm Zuhause ist, im Zimmer eingesperrt werden muss.

Andy merkt rasch, dass er das sprichwörtliche zweite Rad am Wagen ist, aber er ahnt nicht, wie sehr Laura ihn loswerden will und was sie eigentlich vorhat …

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Model House (2024 Filmkritik)

Es ist ein Geschenk – ein Wochenende im Model-House, wo sich die fünf Influencerinnen einquartieren um in aller Ruhe und abgeschieden vom Rest der Welt Content zu produzieren. In letzter Sekunde fällt allerdings eines der Models einem dummen Unfall zum Opfer und deshalb wird Ersatz mitgeschickt. Der ist zwar nicht so berühmt, aber immerhin ist Ersatz da.

Aber dann überfallen Unbekannte mit Masken das Haus und nehmen die Influencerinnen als Geiseln. Der Plan ist simpel: Eine Spendenseite für das verunfallte Model, das Geld soll aber zu den Geiselnehmer:innen gehen.

Niemand soll zu schaden kommen. Es geht rein ums Geld. Natürlich klappt das nicht so einfach …

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The Ritual (2025 Filmkritik)

Im Jahr 1928 wird eine junge Dame namens Emma Schmidt (Abigail Cowen), nachdem sämtliche Ärzte jahrelang ihren Zustand nicht erklären und ihr darum nicht helfen konnten, in eine kleine Farmstadt in Iowa gebracht. Dort wird der extra angereiste Pater Theophilus Riesinger (Al Pacino), einen Exorzismus an ihr vornehmen.

Dabei unterstützen soll ihn der örtliche Priester Joseph Steiger (Dan Stevens) und die Nonnen seiner Kirche. Steiger hat jedoch nach dem Tod seines Bruder nicht nur Zweifel an seinem Glauben, sondern auch daran, ob dies der richtige Weg ist, Emma zu helfen…

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Clair Obscur: Expedition 33 (Game-Review)

Gommage. Der Tag oder der Moment, an dem alle, die ein bestimmtes Alter erreicht haben, sich auflösen. Heute, wenn die Sonne versinkt und der Mond aufgeht ist es soweit. Dieses Mal ist auch Gustaves (Charlie Cox) Liebe Sophie dabei. Sie wird sich auflösen. Unaufhaltbar.

Am Tag darauf wird Gustave mit vielen Freiwilligen, die dieses Schicksal nächstes Jahr am gleichen Tag, zum gleichen Moment ereilen wird, zu einer Expedition aufbrechen, um „die Malerin“ – die vermutete Ursache hinter der Gommage – aufzuhalten. Seit der „Fracture“ in welcher Lumiére aus der Welt gerissen wurde und eine kaputte Insel ist anstatt einer einst stolzen Stadt sitzt die Malerin vor einem mächtigen Monolithen, der gemeinsam mit ihr aufgetaucht ist und wartet. Wartet auf den nächsten Tag, an dem sie erwachen und die Zahl, die am Monolithen steht um 1 kleiner machen wird.

Sie muss gestoppt werden. Dazu reist jedes Jahr eine Expedition voller ohnehin todgeweihter Bürger:innen auf den Kontinent, der von Nevron und Gestrals und anderen Wesen bewohnt wird, um die Malerin zu erreichen. Keiner rechnet damit, dass sie zurückkehren, aber es geht darum ein Stück weiter zu kommen als jene vor ihnen, den Weg zu ebnen und sicherzustellen, dass jene, die nachfolgen noch weiter kommen, bis jemand sie erreicht.

Die Zahl am Monolithen zeigt 33. Viele Jahre bleiben nicht mehr …

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Borderline (2025 Filmkritik)

Los Angeles in den 90er Jahren. Sofia (Samara Weaving) ist ein angesagter Popstar, weswegen sie auch einen Bodyguard benötigt. Dieser heißt Bell (Eric Dane) und er ist gerade zurück nach einer Verletzung, die ihm ein fanatischer Fan seines Schützlings namens Paul (Ray Nicholson) zugefügt hat, der daraufhin in einer Anstalt gelandet ist.

Kurz nachdem sie Bell begrüßt hat bemerkt Sofia, dass er nicht der einzige Mensch ist, der zurück gekehrt ist. Paul ist aus der Anstalt ausgebrochen und er hat eine andere Patientin namens Penny (Alba Baptista) als Assistentin mit im Schlepptau. Nachdem er in Sofias zu Hause eingedrungen ist, fehlt jetzt eigentlich nur mehr eines und zwar die Vorbereitungen über die Bühne zu bringen, für Sofias und Pauls Hochzeit…

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Death Of A Unicorn (Filmkritik)

Riley (Jenny Ortega) hat einen nicht sehr angenehmen Tag. Sie ist mit ihrem Vater Elliot (Paul Rudd) auf dem Weg zum Eigentümer der Firma, für die er arbeitet. Sein Boss Odell (Richard E. Grant) ist nämlich sterbenskrank und Elliot kommt als Quasi-Nachfolger infrage. Dafür muss er aber mit seiner Tochter gemeinsam ein gutes Bild abgeben, denn Odell steht sich auf intakte Familien. Das ist nicht so leicht, denn Rileys Mutter bzw. Elliots Frau ist verstorben und die beiden sind nicht unbedingt enger zusammengekommen dadurch.

Das Haus zu dem sie fahren liegt in einem Naturreservat, welches der reiche „Gönner“ Odell gekauft hat und dort leben angeblich ganz viele seltene Tiere. Nun, das stellt sich als wahr heraus, als Elliot dummerweise ein junges Einhorn über den Haufen fährt … und dessen Eltern gefällt das überhaupt nicht.

Als sich dann noch herausstellt, dass Einhornblut alles mögliche heilen kann (inklusive Krebs) springt der Geschäftsmann in Odell an. Plötzlich stellt sich die Frage, wer hier gejagt wird und wer Gejagter ist …

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Predator: Killer Of Killers (Filmkritik)

Es sind drei verschiedene Epochen: Wikinger, Samurai und Zweiter Weltkrieg. In der Zeit der Wikinger sucht Ursa (Lindsay LaVanchy) nach Rache für den Tod ihres Vaters und geht dafür über Leichenberge. Aber ein Predator ist ihr auf der Spur, denn die absolut fähige Kämpferin, scheint perfekt für seine Trophäensammlung zu sein.

Anders in Japan: Zwei Brüder, die einen strengen Vater haben und ein Verrat führen dazu, dass sich alles ändert. Jahre später bricht ein Ninja in den Palast ein. Der will Rache nehmen und räumt dafür Dutzende Wachen aus dem Weg. Das ruft einen Predator auf den Plan, denn dieser Kämpfer scheint würdig zu sein.

Und im zweiten Weltkrieg bekommt es die Luftwaffe mit einem Predator-Raumschiff und dessen überlegener Technik zu tun. Was können alte Flugzeuge schon gegen ein modernes und technisch hochüberlegenes Raumschiff ausrichten?

Und am Ende bleiben drei Gefangene aus drei Zeitepochen. Und für die gibt es einen Plan …

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Until Dawn (Filmkritik)

Da Clover (Ella Rubin) die Suche nach ihrer vermissten Schwester Melanie nie aufgegeben hat, reist sie zusammen mit vier Freunden in die Gegend, in der sie zuletzt gesehen wurde. Kräftige Regenschauer zwingen sie dabei schon bald dazu, einen Unterschlupf zu suchen.

Die fünf jungen Leute betreten ein verlassenes Besucherzentrum, wo sie plötzlich von einem maskierten und bewaffneten Killer angegriffen und einer nach dem anderen umgebracht werden. Kurz danach erwachen sie wieder und die Nacht beginnt erneut…

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