All I See Is You (Filmkritik)

Gina (Blake Lively) ist seit einem Autounfall blind. Heute lebt Gina zusammen mit ihrem Ehemann James (Jason Clarke) in Bangkok. Sie ist sehr abhängig von James, der diesen Zustand aber sehr angenehm findet. Durch eine OP kann sie auf einem Auge wieder sehen. Ihr Mann hat seine Schwierigkeiten damit eine von ihm unabhängige Gina zu akzeptieren….

Meine Güte. So öde fast 2 Stunden Film habe ich schon länger nicht mehr erlebt. So öde, dass ich an dieser Stelle gar nicht recht weiß, was ich schreiben soll, denn das Wort öde beschreibt mein Filmerlebnis einfach perfekt.

Wie ich darauf gekommen bin mir diesen Film ansehen zu müssen? Diese Frage kann ich nur mit „Deadpool“ beantworten. Denn Ryan Reynolds, der diesen Superhelden spielt, ist mir Blake Livley verheiratet, mit der er auch 2 Kinder hat. Eben diese Blake Livley spielt die Hauptrolle in „All I See Is You“ und eigentlich sollte jeder, der mit Ryan Reynolds zu tun hat automatisch in allen Bereichen super sein. Dem ist leider nicht so.

Ich halte Blake Livley (The Shallows) ja schon mal grundsätzlich für die talentierteste aller Schauspielerinnen, aber nichts desto trotz hat sie schon mal ihre Momente. Doch hier plätschert die Handlung einfach so dahin und es wirkt, als wäre Regisseur Marc Forster (World War Z) nicht in der Lage gewesen, seinen Schauspielern irgendwelche Emotionen zu entlocken, wodurch es einem als Zuseher auch sehr schwer fällt, sich auf die Handlung einzulassen. Vielmehr ist man damit beschäftigt, sich zu fragen, ob der Film noch einmal spannend werden würde. Und selbst als Gina ein Rückfall droht, ist es nicht spannend bzw wäre ich nie auf die Idee gekommen, diesen Film allen Ernstes als Thriller zu deklarieren.

Der Film versucht stellenweise innovativ zu sein, scheitert aber kläglich. Oft sind Bilder in den Film hineingeschnitten, die wie Screen-Saver wirken und nicht wirklich in den Film passen wollen. Interessant war es, die Welt durch Ginas Augen zu sehen, Anfangs sieht sie nur Farben, mit verschwommenen Formen, bis sich schließlich ein klares Bild einwickelt.

Jason Clarke (Terminator Genisys), der James, den Ehemann von Gina spielt, macht seine Sache zwar besser als seine Film-Ehefrau, aber auch er wirkt so, als ob er nicht sonderlich motiviert wäre. Schade, denn hier wäre meines Erachtens nach noch einiges mehr drin gewesen. Erschwerend für den Film kommt noch hinzu, dass Livley und Clarke so gut wie keine Leinwandchemie haben und keinesfalls wie ein glücklich verheiratetes Pärchen wirken.

Da hat Ginas Schwester Carla, gespielt von Ahna O´Reilly (Jobs), um einiges mehr Chemie mit ihrem Film-Ehemann Ramon, gespielt von Miquel Fernández, Falls mir an dieser Stelle jemand erklären könnte, warum sich Ramon wie ein Psychopath von Kopf bis Fuß mit roter Farbe/Blut einschmiert und niemand mit der Wimper zuckt, als er mit einem Kleid und der verschmierten Farbe im Flur erscheint. So strange!

Fazit: Spart euch die Zeit!

Dieser Film bekommt von mir 4/10 alles sehenden Punkten.


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