The Shallows: Gefahr aus der Tiefe (Filmkritik)

Nancy (Blake Lively) liebt es die Welt auf einem Surfbrett hinter sich zu lassen. Doch im Meer lauern tödliche Gefahren und so wird sie von einem riesigen weißen Hai angegriffen. Nancy gelingt es gerade noch rechtzeitig sich auf einen einsamen Felsen im Meer zu retten. Dort sitzt sie allerdings nun fest, denn der Hai wartet auf seine Beute und so ist das rettende Ufer zwar nur wenige hundert Meter entfernt und doch unerreichbar…

the shallows

Schon 1975 hat Steven Spielberg mit „Der weiße Hai“ die Welt das Fürchten gelehrt, indem er uns zeigte was für Monster in der Tiefe nur darauf warten, einmal Menschenfleisch zu kosten. Selbst mit geringen Mitteln (der mechanische weiße Hai funktionierte nicht ordentlich und war daher nicht viel zu sehen) schuf er eine geniale Atmosphäre und schlug daher verdient am Boxoffice alle Rekorde und nach 40 Jahren hat er sich zu einem Klassiker der Filmgeschichte entwickelt. Dass Haie eigentlich keine Freude mit Menschenfleisch haben, ist da eindeutig zur Nebensache geworden.

Unter der Regie von Jaume Collet-Serra (Run All Night) stirbt diesmal nicht die Blondine als Erstes. Vielmehr ist sie eine extrem clevere Medizinstudentin, die durch ihren Verstand dem weißen Riesen beinahe ebenbürtig erscheint. Nancy wird von Blake Lively (Für immer Adaline) gespielt, ihres Zeichens die Ehefrau von Ryan Reynold, der inzwischen vielen als „Deadpool“ ein Begriff sein wird.

Ich muss an dieser Stelle anmerken, dass Lively keineswegs die beste Schauspielerin auf diesem Planeten ist, aber für einen Horror/Überlebensfilm ist sie die perfekte Wahl. Außerdem sieht sie in einem Bikini fantastisch aus, was zumindest für einen Teil der Kinogeher ein absolutes Plus ist. Ein bisschen Backstory gönnte man ihr und ihrem Charakter dann auch und so ist sie an diesem Strand, da ihre verstorbene Mutter diesen liebte.

Ansonsten gibt es eigentlich keine anderen wirklich nennenswerten Charaktere, weil die meisten als Haifutter enden und daher ein sehr schnelles, brutales und blutiges Ende finden. Der heimliche Star ist übrigens eine Möwe, die laut den Credits Steven Seagull heißt. Sie übernimmt die Rolle von Wilson im Film „Cast Away“ mit Tom Hanks und gibt Livley einen Gesprächspartner.

Der Plot ist denkbar simpel gestrickt und lässt sich mit Surferin gegen weißen Hai zusammenfassen. Optisch kann sich der Film auf jeden Fall sehen lassen und kann auch gute visual effects bieten. Der Hai ist dank CGI natürlich viel agiler und spielt ganz andere Stückchen als die starre Attrappe mit der Steven Spielberg seinerzeit noch arbeiten musste. Wenngleich die extreme Größe des Hais diesen schon wieder weniger echt erscheinen lässt.

Auch die Location ist gut gewählt und wirkt wie ein wahres Paradies. Man kann kaum glauben, dass solch ein schönes Plätzchen zur Hölle auf Erden werden kann. Die Kamera fängt sowohl die Landschaft durch geschickte Perspektiven (über und unter Wasser) als auch die Action gekonnt ein und lässt auch einmal etwas im Off passieren, wodurch der Impact dieser Szene noch maximiert wird.

Fazit: Ich hatte mir eindeutig weniger erwartet und wurde endlich wieder einmal positiv überrascht.

Dieser Film bekommt von mir 7/10 nasse Empfehlungspunkte.


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