All-Star Superman (Filmkritik)

Eine Forschergruppe untersucht die Sonne, fällt aber Sabotage zum Opfer. Nach der Rettung der Forscher durch Superman stellt dieser fest, dass er einem Plan seines Erzfeindes Lex Luthor zum Opfer gefallen ist. Durch eine Verstrahlung erhält er nämlich nicht nur stärkere Superkräfte, sondern hat auch nur mehr ein Jahr zu leben. Er versucht diesen Umstand geheim zu halten, um die verbleibende Zeit zu nutzen, Loise Lane über seine wahre Identität aufzuklären – und natürlich bleibt Lex Luthor auch nicht ganz untätig.

All-Star-Superman

Ich persönlich bin ein großer Fan von animierten/gezeichneten Filmen aus dem DC Universum, weil ich finde, dass sie dem Comic (auch wenn ich nur sehr wenige tatsächlich selbst gelesen habe) in den meisten Fällen besser gerecht werden, als die mit viel Geld und dem massiven Einsatz von Spezialeffekten umgesetzten Realverfilmungen. Die sind zwar zum Teil wirklich erstklassig gemacht, dennoch gibt es immer einen Punkt, bei dem die Effekt-Kosten jegliches Budget sprengen würden.

Auf der anderen Seite sind animierte oder auch gezeichnete Filme – von dem her was gezeigt werden kann – nach oben offen, ohne großartig an die möglicherweise entstehenden Kosten denken zu müssen. Besonders der Comicverlag DC hat sich in letzter Zeit mit hochwertigen Verfilmungen ihrer Helden hervorgetan. Inzwischen gibt es zehn davon, wobei man Fans des Materials eigentlich jeden einzelnen ans Herz legen kann.

Der zehnte trägt also den Namen All-Star Superman und basiert auf einer zwölfteiligen Comic-Buch-Serie, die zwischen 2005 und 2008 erschienen ist. Dieses Jahr, also 2011, erschien dann der Film der versuchte, den Inhalt der Buch-Serie auf einen Film zu komprimieren. Dieser ist, sogar in Anbetracht der anderen neun Filme, etwas ganz Besonderes geworden.

Eins vor weg: wenn man weiß, dass hier mehrere Bücher inhaltsmäßig „eingedampft“ wurden, merkt man es auch. Einige Handlungsstränge werden angedeutet, manche nur kurz gestreift und bei weitem nicht alles ist zum Schluss wichtig. Weiß man es nicht, kann es vorkommen, dass sich beim Zuschauer eine leichte Verwirrung breit macht, da man die Art wie die Geschichte hier erzählt wird, so vermutlich nicht erwartet hätte.

Was diesen Film von den meisten Comic-Verfilmungen unterscheidet, ist sein erwachsener Unterton. Während die meisten Vertreter dieses Genres versuchen, den Zuschauer mit möglichst spektakulärer Action in ihren Bann zu ziehen, geht es hier in erster Linie um die Emotion und die Gefühle, die mit der Gewissheit von Supermans Sterblichkeit verbunden sind.

Der kann hier zeigen, dass er nicht nur körperlich der stärkste ist, sondern auch eine unglaubliche emotionale innere Stärke besitzt. Nachdem aber Superman vorne drauf steht wird natürlich auch stilecht gekämpft, auch wenn dies nie ein tragendes Element des Films sein will.

Was wäre Superman ohne seinen Erzfeind Lex Luthor? Der hat in diesem Film einen wirklich starken Auftritt. Ich erinnere mich noch an Kevin Spacey’s Auftritt in „Superman Returns“, wo ich immer noch der Meinung bin, dass er zwar nicht schlecht gespielt, aber mit einem Lex Luthor nicht viel gemeinsam hatte.

In All-Star Superman hat man es geschafft Luthor eine gewisse Tiefe zu verleihen. Zwar ist er immer noch ein genial-verrückter Superschurke, aber man erfährt etwas über seine Motive bzw. Ziele und warum er für deren Erreichung sogar sein eigenes Leben aufs Spiel setzt. Das Ende ist – an dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten – sehr gut und emotional sehr packend geworden.

Von meiner Seite eine Empfehlung für „Supis“ Fans und somit gibt es dafür 8/10 Empfehlungspunkte.


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