Justice League: Crisis on Two Earths (Filmkritik)

Lex Luthor ist der letzte Überlebende der Helden seines Planeten. Eine sich „Verbrecher Syndikat“ nennende Gruppe angeführt von Ultraman hat systhematisch die Macht über die gesamte Welt übernommen. Luthor ist jedoch noch nicht am Ende seiner Weisheit angekommen, denn er hat eine Möglichkeit gefunden, in andere, parallele Welten zu reisen. Angekommen auf unserer Erde, nimmt er sofort Kontakt auf mit der Justice League, die sich gegen den Willen von Batman dafür entscheidet, Lex zu seinem Planeten zu folgen und bei seinen Problemen zu helfen.

Die Gefahr für alle Welten und sogar die gesamte uns bekannte Realität ist jedoch noch viel größer, als anfangs angenommen. Owlman, der böse Batman der anderen Welt, bastelt nämlich an einer Bombe, die auf dem falschen Planeten gezündet, zu einer folgenschweren Kettenreaktion führen würde. Diesmal ist also nicht nur die Welt bedroht, diesmal sind es gleich alle Welten zusammen die vor dem Untergang stehen.

Justice League: Crisis on Two Earths Film

War wieder mal Zeit meine ausgeprägte kindliche Ader zu pflegen und darum habe ich mir die neuesten Animationsfilme der rivalisierenden Comicverlage DC und Marvel angesehen. Den Anfang macht der aktuelle Ausflug der Justice League.

Von der Story her wird die im Science Fiction und Fantasygenre sehr beliebte Thematik der parallelen Welten aufgegriffen. Für jeden Menschen, der eine Entscheidung trifft, gibt es einen Planeten, auf dem er sich anders entschieden hat. Auf der einen Welt bist du arm, auf der anderen reich, einmal gut, einmal böse, einmal tot und einmal nie geboren worden.

Es gibt also unendlich viele Möglichkeiten und somit Planeten mit verschiedenen Versionen jedes Lebewesens da draußen, im Film bekommt man jedoch hauptsächlich nur eine uns sehr ähnliche zu sehen, auf der vor allem die umgekehrte Mentalität der uns bekannten Schurken und Helden zu bewundern ist.

Actionmäßig ergibt das einige spannende Kämpfe zwischen ebenbürtigen Gegnern, charaktermäßig ist wieder einmal Batman und sein Gegenpart Owlman am interessantesten anzusehen. Owlman ist nämlich an einem Punkt angekommen, an dem er alles sinnlos findet, da jede Entscheidung die man trifft, auf einer anderen Erde nur dazu führt, dass automatisch die zweite Möglichkeit gewählt wird. Somit wäre die einzige Aktion, die in diesem Universum noch etwas zu bedeuten hätte, wenn man alle Welten auf einmal zerstören könnte und so die gesamte Meschheit auslöschen würde.

Die moralisch nicht leicht vertretbaren Entscheidungen darf natürlich ebenso Batman treffen, bei seiner Psyche kann man ja eh nicht mehr viel kaputt machen.
Der Zeichentrickstil sieht schön comicmäßig und modern aus, die Musik fördert die Dynamik und Spannung und auf CGI Effekte wurde zum Glück ganz verzichtet.
Die Action ist wie gesagt allgegenwärtig und bombastisch, für Humor sorgt vor allem wieder mal Flash, der seine trockenen Kommentare einfach nicht lassen kann.

Wenn etwa ein nackter Luthor vor ihm sitzt, der beweisen will, dass er unbewaffnet ist, meint er dazu: „And they call me the Flash?“ – oder wenn ihm eine Gegnerin ihren Willen hypnotisch aufzwingen will stammelt er nur: „Hey! This is like the Jedi mind trick!“
Sowas macht Spass und wird gerne gesehen, lockert die sonst dramatische Geschichte auf, die sonst eigentlich völlig auf Humor verzichtet.

Beeindruckend ist die Zahl der bekannten Darsteller, die für Sprechrollen gewonnen werden konnten.
William Baldwin (Alec´s jüngerer Bruder) spricht Batman
Mark Harmon (Special Agent Gibbs aus der Navy NCIS Serie) spricht Superman
James Woods (den kennt wohl eh jeder) spricht Owlman
Gina Torres (sie war Zoe in der Firefly Serie) spricht Superwoman
Chris Noth (Mr. Big aus Sex and the City) spricht Lex Luthor

Ich könnte noch einige mehr oder weniger bekannte Stimmen aufzählen, aber ich glaube ihr könnt bereits sehen, dass hier nicht auf geübte Sprecher sondern erfahrene Schauspielerstimmen wert gelegt wurde.

Insgesamt also ein kurzweiliges, mit lustigen und sogar romantischen Einlagen aufgelockertes Actionspektakel mit einigen der beliebtesten Charaktere des DC Universums mit an Bord, dass zwar nur ein weiterer Pfeiler in der von DC hochwertig produzierten Reihe von Animationsfilmen ist, dafür aber bis jetzt eines der unterhaltsamsten. Für Superhelden-, Comic- und Zeichentrickfans also eine klare Empfehlung.

Im Sommer 2010 soll dann „Batman: Under the Red Hood“ mit den Stimmen von Bruce Greenwood, Jason Isaacs, Neil Patrick Harris und Jensen Ackles folgen, ich bin schon mal gespannt.

Justice League: Crisis on Two Earths bekommt von mir 8/10 die richtigen Entscheidungen erkämpfende Empfehlungspunkte.


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