Oldies but Goldies: Grosse Pointe Blank (Filmkritik)

Martin Blank (John Cusack) ist ein Auftragskiller. Aber er mag seinen Job langsam nicht mehr. Er hat genug Geld und irgendwie ist er nicht mehr richtig bei der Sache. Da flattert eine Einladung zu einem Klassentreffen ins Haus. Seine Sekretärin Marcella (Joan Cusack) geht ihm so lange auf die Nerven, bis er sich überreden lässt, hinzufahren.

Zeitgleich will Grocer (Dan Akryod) ein Kartell aufbauen, damit sich die Auftragskiller nicht gegenseitig Aufträge wegschnappen oder Preisdumping betreiben können. Martin will jedoch nicht mitmachen, also steht er rasch auf der Abschussliste des Kartells.

In seiner Heimatstadt angekommen macht er keinen Hehl aus seinem Job, aber niemand glaubt ihm. Außerdem trifft er auf seine Jugendliebe Debi Newberry (Minnie Driver), die allerdings ziemlich sauer auf ihn ist, da er sie vor 10 Jahren in einer Nacht-und-Nebel-Aktion hat sitzen lassen …

Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich „Grosse Pointe Blank“ das erste Mal gesehen habe. Und ich fand ihn damals großartig. Aber mit Filmen, die man vor vielen Jahren großartig fand ist das ja immer so eine Sache. Oftmals halten sie einer erneuten Sichtung nicht stand.

Was hat mir damals so an dem Film gefallen?

  • Die coole Arte von Cusack
  • Der total makabere Humor
  • Die Art wie Debi und Martin miteinander umgehen
  • Minnie Driver
  • Joan Cusack als Marcella
  • Dan Akroyd
  • Die absurden Situationen (zB das Finale)

Ich habe den Film noch nie in der Originalversion gesehen und auch dieses Mal (Amazon Prime) gab es leider nur die deutsche Tonspur, aber – hey, was soll’s. Der Film ist immer noch genauso irre wie damals und ich mag ihn immer noch genauso.

1997 ist auch schon eine Weile her, aber tatsächlich ist der Film (inklusive Effekte) wirklich gut gealtert, was vermutlich daran liegt, dass er keine großartig übertriebenen Effekte braucht und jede Action entweder auf Faustkämpfe oder Schießereien hinausläuft. Und die konnte man auch 1997 schon gut inszenieren. Tatsächlich gibt es zB einen Faustkampf im Gang der Schule (dort findet das Klassentreffen statt) und der erinnert stark an die Bourne-Filme (die Matt Damon-Versionen), die ja doch einige Jahre später kamen. Alle Achtung.

Keine Ahnung, ob sich von euch noch jemand an Minnie Driver erinnern kann. Ich für meinen Teil war nach „Good Will Hunting“ total verschossen in die Frau. Und in Grosse Pointe Blank ist ebenso großartig. Die Gute ist immer noch aktiv, aktuell vermutlich am bekanntesten in der Rolle von Lorraine in der Serie „Will & Grace“.

George Armitage hat nach diesem hier nur noch einen einzigen Film („The Big Bounce“) gedreht. Seitdem ist Ruhe. John Cusack („The Foreigner„, „Con Air„) werkt immer noch und ja, er war mal ein Markenzeichen für gute Filme. Natürlich ist das schon eine Weile her und kam lange vor Tiefpunkten wie „Hot Tub Time Machine„.

„Grosse Pointe Blank“ bekommt 8,5 von 10 möglichen, makabere und coole Punkte. Auch heute noch gut.


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