Oldies but Goldies: Futureworld (Filmkritik)

Zwei Jahre sind seit den Ereignissen in Westworld vergangen. Die Delos Corporation hat 1,5 Milliarden Dollar investiert um den Park neu aufzubauen und zu erweitern. Da der erhoffte Erfolg derzeit noch ausbleibt werden die beiden Reporter Chuck Browning (Peter Fonda) und Tracy Ballard (Blythe Danner) eingeladen, um über den neuen Park zu berichten. Doch kurz bevor es los geht wird Browning von einem ehemaligen Delos-Mitarbeiter informiert, dass die Firma scheinbar nichts Gutes im Schilde führt.

Nach dem Erfolg von „Westworld“ begann MGM an einer Fortsetzung zu arbeiten, entschied sich dann aber „Flucht ins 23. Jahrhundert“ stattdessen zu machen. American Internation Pictures übernahm das Projekt. Anders als man erwarten würde, war Michael Crichton bei der Fortsetzung seiner Idee in keiner Weise beteiligt.

Aus diesem Grund fehlt dieser Fortsetzung dann vermutlich ein wenig der Charme des Originales. Zudem wirkt „Westworld“ vergleichsweise zeitlos, während an dieser Stelle gewisse Elemente veraltet und zum Teil auch deplatziert wirken. Wenn zu Beginn Chuck Browning vorgestellt wird und in einem Großraumbüro auf jedem Arbeitsplatz eine Schreibmaschine steht, kann man darüber aus heutiger Sicht nur schmunzeln.

Selbst Peter Fondas Haarschnitt scheint nach den 80er Jahren zu schreien. Dabei hat der Film auch einige gute Ideen zu bieten. Die Idee einer Verschwörung beispielsweise klingt zwar nicht besonders kreativ, ist aber gut umgesetzt. Auch wenn sich bereits nach kürzester Zeit erahnen lässt was hier läuft, ist auch das Ende spannend.

Am Ende müssen die beiden Protagonisten dann sogar quasi gegen sich selbst antreten, wobei der eigentliche Ausgang erst ganz zum Schluss feststeht. Vorher müssen die zwei Reporter jedoch den Park unter die Lupe nehmen. Hier gibt es einiges zu entdecken und auch wenn nicht alle Ideen gut sind, hat man sich einiges getraut.

Die Geschichte findet die meiste Zeit in der „Futureworld“ oder hinter den Kulissen der Einrichtung statt. Es gibt hier unter anderem ein holographisches Schachspiel, ein Boxspiel mit Robotern oder die Möglichkeit auf dem Mars Ski zu fahren. Später freunden sich Browning und Ballard mit einem Delos-Mitarbeiter und seinem Roboter Clark (eine Anspielung auf den Mann aus Stahl) an.

Dieser Mitarbeiter hilft den beiden dann auch dabei, Delos auf die Spur zu kommen. Es gibt allerdings auch schräge Ideen. Da wäre beispielsweise eine Maschine zu nennen, die Träume aufzeichnet und die verwendet wird Yul Brynner zu einem kurzen, aber vollkommen unlogischen, Auftritt zu verhelfen. Auch ist es irgendwann nervig, dass scheinbar alles mit einem Countdown angezählt wird.

Dieser Film hatte im Vergleich zu seinem Vorgänger, mit 2,5 Millionen Dollar, ein doppelt so hohes Budget zur Verfügung. Das merkt man dann auch optisch. Zwar sieht „Futureworld“ irgendwie aus wie ein teurer Fernsehnpilot und dennoch wurden viele futuristische Ideen in den Film eingebaut, wobei die meisten auch heute noch gut aussehen.

In den beiden Hauptrollen können Peter Fonda (Ghost Rider) als Chuck Browning und Blythe Danner (Paul) als Tracy Ballard überzeugen. Beide spielen auch nach heutigen Standards sehr gut und die Tatsache, dass sie sich gerne necken, weil sie für unterschiedliche Medien arbeiten, funktioniert großartig.

Alles in allem ist „Futureworld“ eine Fortsetzung, der ein wenig der Charme des Vorteils fehlt. Die Geschichte ist zwar nicht kreativ, aber gut umgesetzt. Viele futuristische Ideen sind gelungen, aber leider nicht alle. Definitiv gut getroffen hat man es mit den beiden Hauptdarstellern, die perfekt in ihre Rollen passen und auch zusammenspielen.

Der Film „Futureworld“ bekommt 7/10 gut unterhalten in der Welt der Zukunft ankommende Empfehlungspunkte.


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