Oldies but Goldies: The Princess Bride (Filmkritik)

Weil sein kleiner Enkel (Fred Savage) krank das Bett hüten muss, kommt ihn der Großvater (Peter Falk) besuchen um ihm seine Lieblingsgeschichte vorzulesen. Dabei handelt es sich um das Märchen der „Brautprinzessin“ und die Liebesgeschichte zwischen dem Stalljungen Westley (Cary Elwes) und der schönen Buttercup (Robin Wright)….

The Princess Bride Film

„The Princess Bride“ basiert auf einem gleichnamigen Buch von William Goldman. Das Buch erschien im Jahre 1973 und Goldman gab vor, das Buch nicht selbst verfasst, sondern nur gekürzt und bearbeitet zu haben. Das Original habe den Untertitel „S. Morgensterns klassische Erzählung von wahrer Liebe und edlen Abenteuern“. Der Film selber kam im Jahr 1987 in die Kinos, das Drehbuch schrieb Goldman selber und hatte merklich Spaß dabei, genauso wie die Schauspieler.

„The Princess Bride“ beginnt eigentlich ganz harmlos. Ein Großvater (Peter Falk) liest seinem kranken Enkel (Fred Savage) eine Geschichte vor, um diesem seinen erzwungenen Aufenthalt im Bett ein bisschen zu versüßen. Erfahrene Fernsehseher werden in dem Großvater den inzwischen verstorbenen Peter Falk erkennen, uns allen wohl am Besten in seiner Paraderolle als Inspektor Columbo bekannt. Schon an seinem Erzählton merkt man, dass dies kein gewöhnliches Märchen ist, sondern eine Geschichte voll Liebe, Drama und allerhand Abenteuern.

Die Geschichte handelt von der wunderschönen Buttercup (Robin Wright), die wohl nichts lieber zu tun scheint, als den Stalljungen Westley (Cary Elwes) herum zu kommandieren. Doch dieser fügt sich ergeben seinem Schicksal und gibt ihr jedes Mal die gleiche Antwort – As you wish! Eines Tages erkennt Buttercup, dass sie in Westley verliebt ist. Doch das Schicksal scheint gegen sie zu sein –der gute Westley stirbt eines tragischen Todes durch die Hand des Piraten Roberts. 5 Jahre später willigt Buttercup ein, den Thronfolger des fiktionalen Königreiches Florin zu heiraten, wird jedoch noch vor der Heirat von 3 Ganoven entführt – von dem lachhaft kleinen Sizilianer Vizzini (Wallace Shawn), dem Kopf des Trios, von einem Riesen namens Fezzik (André the Giant) und von dem Fechtmeister Inigo Montoya (Mandy Patinkin). Doch der Pirat Roberts eilt ihr zur Hilfe…

Nach einer sehr märchenhaften Einleitung entpuppt sich der Film als waschechter Mantel und Degen Fun, der sich selber wenig ernst nimmt, aber neben dem ganzen Spaß nicht auf seine eigentliche Story vergisst. So führt der Weg des Paares vorbei an kreischenden Aalen, riesigen Ratten (sogenannte RVAG – also Ratten von außergewöhnlicher Größe) und da wird schon mal wem die Lebensenergie abgesaugt.

Regie führte Rob Reiner, der sich auch für andere Klassiker wie etwas „Schlaflos in Seattle“ verantwortlich zeigt. Man wird beim sehen neben den Hauptdarstellern, von denen man heute eigentlich nicht mehr sehr viel hört, einige bekannte Gesichter erkennen, wie etwa Mandy Patinkin. Auch Billy Crystal spielt mit, wenngleich mit so viel Kleister und Make-Up im Gesicht, dass ich ihn nur an seiner Stimme und Gestik erkannte. Und Billy Crystal wäre nicht Billy Crystal, wenn er nicht eine der lustigsten Szenen im ganzen Film hätte.

Natürlich sind die Special Effects lachhaft, aber so war das halt damals und wenn man sich Oldies ansieht, sollte man einfach mit anderen Erwartungen an die Filme herangehen. Wer das nicht kann, sollte prinzipiell einen Bogen um alle Filme machen, die vor der CGI-Ära gedreht wurden und nicht von George Lucas „digitally remastered“, also „verbessert“ (oder so ähnlich) wurden. Also nichts vor ungefähr 1993 würde ich in etwa sagen (ich sag nur „Jurassic Park“).

Where are they now?: Cary Elwes schauspielert derzeit eher in Serien, wie etwa „Perception“ und „Psych“. Robin Wright war als letztes in einer Rolle als Daniel Craigs Geliebte und Chefin in David Finchers „Verblendung“ zu sehen. Mandy Patinkin ist derzeit im der spannenden und mehrfach preisgekrönten Serie „Homeland“ zu sehen, die übrigens sehr empfehlenswert ist und bald in die 2. Staffel geht. Billy Crystal moderierte die letzten Academy Awards, leider eher mau und verhältnismäßig unkomisch. Regisseur Rob Reiner ist auch heute noch im Business und führte in etwa bei „Das Beste kommt zum Schluss“ mit Jack Nickolson und Morgan Freeman Regie.

Fazit: Ein Film für Jung und Alt, die Jungen werden von der spannenden Geschichte gefesselt sein und die Erwachsenen unter uns werden den satirischen, sich nicht erst nehmenden Unterton zu schätzen wissen und ebenfalls 98 Minuten lang ihren Spaß haben. Und ja, „It does have kissing in it!“.

„The Princess Bride“ bekommt von mir 7/10 (Liebes)tollen Punkten

Der Trailer hat leider nicht die gewohnte Qualität, aber hey was erwartet ihr bei einem Film von 1987?


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.