Best Of Worst Case: Ozark Sharks (Filmkritik)

Beth (Allisyn Ashley Arm) fährt mir ihrer Familie auf Urlaub in die Ozarks. Mit dabei sind ihr Bruder und ihre Eltern, als auch die Großmutter. Oma ist lieb, die Eltern findet Beth blöd und der Bruder nervt, denn der will ja nur Mädels abstauben. Also liest Beth lieber Bücher und macht einen auf „schmollender Teenie“. Zumindest bis ihr Liebster auftaucht (den von der Familie sonst niemand mag) und dann ist alles super.

Tatsächlich ist aber nichts super, denn Haie haben den Weg in die Ozarks gefunden und freuen sich dort sehr über Frühstück, Mittag- und Abendessen in Menschenform. Natürlich kommt auch noch ein kleines Festival dazu, was letztlich bedeutet: Die Menschen (vor allem kreischende Mädchen im Bikini) müssen gerettet werden …

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Also „Ozark Shark“ hat wirklich das Problem, dass es andere Trashfilme mit Haien gibt. Da die Story so dermaßen banal, austauschbar und vor allem auch so absolut zu einhundert Prozent die Story von gefühlten 70% aller anderen Hai-Filme ist, bleibt als Alleinstellungsmerkmal nicht mal eine spezielle Art von Hai (nicht „atomar„, nicht „Eis„, nicht „Sand“ und viele weitere), sondern nur eine spezielle Gegend übrig. Das ist tatsächlich ein bisschen wenig.

Die Charaktere retten auch nicht gerade viel, denn irgendwie hat man alles schon einmal gesehen. Beth selbst finde ich eher unsympathisch, ihr Bruder ist okay, aber nicht der Hellste und Oma ist zwar cool, aber nicht lang genug dabei. Das war die Kurzversion.

Tatsächlich gibt es EINEN Charakter, der wirklich cool ist, nämlich Thomas Francis Murphys Charakter namens Jones. Der Kerl ist einfach ein Waffennarr, der sich in seiner Werkstatt x Tötungsmaschinen aus diversen Materialien und Küchengeräten zusammengebaut hat und diese sind einfach schräg. Vor allem in Kombination von Beth mit ihrem Freund, als er ihnen all das zeigt und immer wieder gefragt wird, „Do I get to use this?“ und jedes Mal mit einem „Hell, no!“ antwortet. Außerdem hat er einen ähnlichen coolen Abgang wie Samuel L. Jackson in „Deep Blue Sea“.

Alle anderen sind austauschbar, geben sich aber in ihren Rollen Mühe und auch wenn Charaktertiefe ein Wort ist, das hier fehl am Platze ist, so sind die Leute zumindest plausibel. Die (jungen) Damen sind natürlich optisch sehr schön anzusehen (Hallo, Heather Paige!) und tragen klarerweise meistens unnatürlich unpraktische, aber gut körperbetonte Kleidung. Vor allem gegen Ende des Films, als es darum geht mehrere junge Frauen zu retten, sind das natürlich alles Models in Bikinis. Wie es sich gehört.

Misty Talley hat bei vielen Filmen bereits als Cutter gearbeitet und bei „Zombie Shark“ sogar Regie geführt. Da Schritt nach vorn ist bei „Ozark Sharks“ auf jeden Fall zu sehen, da er weit nicht so peinlich ist. Damit meine ich die wirklich schlechten Effekte und so weiter. Die sind bei „Ozark Sharks“ gleich mal weit besser, wenn auch noch immer nicht unbedingt gut.

Die Drehbuchautoren Marcy Holland und Greg Mitchell werfen altbekannte Elemente in die Waagschale und heraus kommt ein Film, der seine netten Momente hat, aber leider über weite Strecken einfach durchschnittlich bleibt, was auch daran liegt, dass die Hauptfiguren entweder ein wenig zu dumm oder zu unsympathisch sind, um wirklich Spannung zu erzeugen – das langweilige Setting hilft da auch nicht großartig weiter.

„Ozark Sharks“ bekommt 5,5 von 10 möglichen, die Hai-Formel nicht mal im Ansatz erweiternde, Punkte.

Best Of Worst Case-Urteil (Trashfaktor: Drehbuch, Schauspiel, Effekte):
Für Menschen, die alle Hai-Filme sehen müssen, sicher einen Blick wert, für alle anderen eine nette Trash-Kost für Zwischendurch. Ein Film der sicher nicht lange hängen bleibt, auch wenn ein paar der Szenen durchaus gewollten Witz haben und der Unterhaltsungswert zumindest zum einmaligen Ansehen reicht.

Fazit: Für einen Sonntagnachmittag völlig okay.


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