Marvel Super Hero Adventures: Frost Fight! (Filmkritik)

Nachdem ihr neuester Plan gescheitert ist, schmieden Loki (Troy Baker) und der Eisriese Ymir (Fred Tatasciore) den Plan, Jolnier (Steve Blum) – bei uns unter dem Namen Santa Claus bekannt – seine Kräfte zu stehlen.

Nun ist es an den Avengers, unter anderem bestehend aus Iron Man (Mick Wingert), Captain America (Matthew Mercer), Thor (Travis Willingham) und Hulk (ebenfalls Fred Tatasciore), die gesamte bekannte Welt und Weihnachten zu retten.

Marvel Super Hero Adventures Frost Fight!

An dieser Stelle sei wie immer erwähnt, dass die Live-Action-Filme aus dem Hause Marvel durch die Bank erstklassig sind. Anders sieht es allerdings im Bereich der Animationsfilme aus, wo Warner Bros mit Filmen wie „The Flashpoint Paradox“ Spitzen-Unterhaltung für ein erwachsenes Publikum liefert, während man bei Marvel nur selten zu überzeugen weiß.

Filme wie beispielsweise „Iron Man and Captain America: Heroes United“ können nur selten optisch oder die Geschichte betreffend überzeugen. Optisch sieht das aktuelle Abenteuer vergleichsweise gut aus, auch wenn man sich nicht mit dem Detailreichtum der Konkurrenz messen kann, dafür hat das Drehbuch seinen Namen kaum verdient.

Immer wieder gibt es Stellen, die einfach nur weh tun. Gleich zu Beginn gibt es einen Part bei dem Captain America einem Eisriesen einen Eiszapfen mit einem Tritt in den Allerwertesten schießt. Nur einige Momente später fällt einer der Guten nach einer Kollision bewusstlos zu Boden. Iron Man übernimmt um einfach nur „Wach auf“ zu rufen, was aber leider nicht funktioniert.

Er bittet Hulk um Hilfe, der ebenfalls nur wieder „Wach auf“ brüllt – dieses Mal aber mit Erfolg. Dann gibt es eine Szene, die vermutlich dem Aufeinandertreffen von Iron Man und Thor im ersten „The Avengers“ nachempfunden ist – nur deutlich weniger unterhaltsam. Möglicherweise ein wenig an „Star Wars“ dürfte dann der Ausspruch „It´s a ramp!“ von Rocket Raccoon erinnern.

Für den Fall, dass sich an dieser Stelle jemand wundert. Ja Rocket Raccon und Groot haben ihren eigenen Teil in dieser Geschichte. Eigentlich wollen sie das Kopfgeld, das auf Santa Claus ausgesetzt ist. Zum Glück erfahren die beiden von Mrs. Claus, dass ihr Gatte eigentlich ein sehr netter Typ ist und helfen den Avengers am Ende im Kampf gehen Loki und seinen frostigen Kollegen Ymir.

Ich hoffe es hat sich inzwischen herauskristallisiert. Die Geschichte sowie einzelne Szenen (und der Schlusskampf) ergeben meistens keinen Sinn und irgendwie entsteht der Eindruck, hier hätten einzelne Ideen (die für sich nicht gut durchdacht scheinen) nicht wirklich zueinander gefunden. Immerhin gibt es zwischendurch lustige Momente, etwa wenn Thor und Hulk Weihnachtsgeschenke persönlich ausliefern.

Die Sprecher machen ihren Job nicht per se schlecht, wirken aber nicht wirklich motiviert und oft scheint ihnen der Kontext für gewisse Dialogzeilen zu fehlen. Dass beispielsweise ein Sprecher wie Troy Baker (unter anderem der Joker in Batman: Assault on Arkham) sein Handwerk versteht, ist schwer von der Hand zu weisen und selbst er kann nicht überzeugen.

Für wen ist nun der Film „Marvel Super Hero Adventures: Frost Fight!“? Der Zyniker in mir würde natürlich, entsprechend der Geschichte des Films selbst, auf Menschen, die an den Weihnachtsmann glauben als Zielgruppe hinweisen. Doch selbst diesen Menschen wird auffallen, dass hier vieles im Argen liegt.

Die Geschichte ist weit davon entfernt gut durchdacht zu sein, die Dialoge sind teilweise furchtbar und die Action ist nicht annähernd das, was sie hätte sein können. Das einzige was Santas Schlitten an dieser Stelle davor bewahrt augenblicklich abzustürzen, sind ein paar lustig schräge Momente hier und da.

Der Film „Marvel Super Hero Adventures: Frost Fight!“ bekommt 3/10 an den Weihnachtsmann glaubende Empfehlungspunkte.


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