Terminator 3: Rebellion der Maschinen – Rise of the Machines (Filmkritik)

Skynet hatte zuerst versucht, mittels Terminator zuerst seine Mutter und dann ihn selbst im Alter von 13 Jahren zu töten, um den Krieg gegen die Menschen gewinnen zu können. Inzwischen ist John Connor (Nick Stahl) erwachsen und zieht ziellos umher, um keine digitale Spur zu hinterlassen.

Kurze Zeit später landet die T-X (Kristanna Loken), Skynets neustes Terminatormodell, in der Gegenwart und beginnt Menschen zu töten. Der T-X kommt schon bald John Connor auf die Spur, aber zum Glück wurde auch ein T-850 (Arnold Schwarzenegger), Modell 101 zurückgeschickt, um sein Überleben zu sichern.

Terminator 3

Die Entstehung dieses Films war, nennen wir es einmal so, mit diversen Herausforderungen verbunden. Nach dem Erfolg von „Terminator 2“ kündigte James Cameron die Fortsetzung in den 90ern mehrmals an, schaffte es aber nie ein Drehbuch fertig zu stellen. In den folgenden Jahren wechselten die Rechte zum Franchise den Besitzer.

Als Jonathan Mostow (Surrogates) 2001 für dem Posten des Regisseurs unterschrieb, gefiel ihm das Drehbuch von Tedi Sarafian nicht und er engagierte seine alten College-Klassenkameraden John Brancato und Michael Ferris, dafür die Geschichte zu überarbeiten. Gerüchten zu Folge waren die beiden keine Fans der beiden Vorteile und nahmen den Job nur an, weil sich Ferris ein Haus kaufen wollte.

Das klingt erst einmal eher ernüchternd und dennoch ist das Resultat nicht so schlimm wie man glauben könnte. Zwar kann Mostow dem guten alten James Cameron bzw. seinen Vorteilen nicht das Wasser reichen und das Drehbuch von Brancato und Ferris arbeitet sich von einer Actionsequenz zur nächsten, aber dennoch hat der Film einen gewissen Unterhaltungswert.

Dabei sollte man über gewisse Dinge nicht allzu viel nachdenken. Da hätten wir z.B. John Connor (Nick Stahl – Mirrors 2), bekannter weise die letzte Hoffnung der Menschheit, der zu Beginn der Geschichte nicht nur sein Leben vergleichsweise unnötig aufs Spiel setzt, sondern später das Weichei gibt und ohne fremde Hilfe keine fünf Minuten überleben würde.

Oder um es mit anderen Worten zu sagen: Seine Mutter war im Vorteil härter drauf. Dann hätten wir da den T-X, bei dem es sich offensichtlich um einen Prototypen handelt. War der T-1000 ein lautloser Killer, geht die T-X deutlich weniger subtil vor und richtet ihre Ziele wenig unauffällig mit einer gestohlenen Pistole mit möglichst vielen Zeugen hin.

Dafür hat der T-X mehr integrierte Waffensystem als ein Schweizermesser Funktionen und die Fähigkeit Maschinen zu übernehmen. Dennoch schafft sie es später nicht den T-850 zu übernehmen, etwas mit dem die Menschen in der Zukunft scheinbar keine Probleme gehabt haben. Nichts desto trotz spielt Kristanna Loken (Mercenaries) die Rolle hervorragend.

Loken hat sich für die Rolle auch so richtig ins Zeug gelegt. Für die Rolle der T-X hat sie nicht nur trainiert um perfekt auszusehen, sondern auch mit einem Pantomimen an den Bewegungen gearbeitet. Als Schwarzenegger (Escape Plan) gefragt wurde, ob er noch einmal den Terminator spielen würde, hatte er erst bedenken, da Cameron nicht in die Entstehung des Films involviert war.

Als Cameron selbst meinte Schwarzenegger solle den Film machen, aber mindestens 30 Millionen Dollar Gage verlangen, hat er dann auch genau das gemacht. Als später dann das Budget knapp wurde, verzichtete er auf einen Teil seiner Gage, um eine kostenspielige Action-Sequenz doch drehen zu können. Es scheint als hätte Schwarzenegger die Geschichte des eisernen Beschützers am Herzen gelegen.

Schwarzenegger macht seine Sache dann den Umständen entsprechend gut, auch wenn seine Rolle vor allem durch trockenen Humor und Situationskomik funktioniert. Der T-800 aus dem Vorteil ist zwar interessanter und ein Stück weit vielschichtiger, aber Schwarzenegger macht das Beste aus dem Drehbuch. Immerhin bekommt er auch einige coole Szenen und lässt es mehrfach krachen.

Die Action ist definitiv gelungen und einer der Pluspunkte des Films. Man merkt dass hier ein Schwerpunkt gesetzt wurde. Dabei verkommt das Ganze nicht gänzlich zu einem CGI-Fest, sondern es wurden auch (z.B. bei den Terminatoren der ersten Generation) praktische Effekte eingesetzt. Natürlich gibt es dann auch eine ausführliche Auseinandersetzung zwischen T-X und T-850.

Alles in allem ist „Terminator 3“ zwar kein guter Film, aber ein unterhaltsamer. Über die Geschichte an sich sollte man möglichst keine Gedanken verschwenden und es ist schwierig, über alle Ungereimtheiten hinweg zu sehen. Dennoch gibt es auch gelungene Momente wie die Aktivierung Skynets. Über weite Teile rettet sich der Film mit einer Kombination aus seichtem Humor und einer Menge spektakulärer Action.

Der Film „Terminator 3: Rebellion der Maschinen“ bekommt 7/10 das Ende der Welt miterlebende Empfehlungspunkte.


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