Oldies but Goldies: The Terminator (Filmkritik)

Am 12 Mai 1984 landet ein Terminator (Arnold Schwarzenegger), Model 101, in Los Angeles mit dem Auftrag Sarah Connor (Linda Hamilton) zu töten und damit einen Sieg der Menschheit im Krieg gegen die Maschinen in der Zukunft zu verhindern.

Zum Glück haben auch die Menschen jemanden zurückgeschickt und zwar den Widerstandskämpfer Kyle Reese (Michael Biehn), der alles daran setzt, um für Sarahs Sicherheit zu sorgen.

The Terminator

Regie bei diesem Film führt der inzwischen äußerst erfolgreiche und bekannte James Cameron (Titanic), der hier, wie bei den meisten seiner Filme, selbst für das Drehbuch verantwortlich war. Die Idee hatte er anscheinend als er krank war und von einem metallenen Torso träumte, der sich von einer Explosion wegschleppt und dabei ein Küchenmesser in der Hand hält.

Das ursprüngliche Skript beinhaltete eigentlich zwei Terminatoren. Der erste hatte bereits Ähnlichkeit mit dem T-800 wie er später von Schwarzenegger (Escape Plan) verkörpert werden sollte, während der zweite aus flüssigen Metall bestehen sollte – so etwa wie in „Tag der Abrechnung“. Da Cameron keine Ahnung hatte, wie er den zweiten Terminator mit der damaligen Technik umsetzen sollte, wurde die Idee kurzerhand gestrichen, um später in der Fortsetzung wieder aufgegriffen zu werden.

Als es darum ging jemanden für die Rolle des Kyle Reese zu finden, wurde Cameron Arnold Schwarzenegger vorgeschlagen. Cameron hielt allerdings nicht viel von der Idee, da er dachte er würde dann jemand noch größeres für die Rolle des Terminators finden müssen. Schwarzenegger sprach beim gemeinsamen Treffen darüber, wie der Bösewicht sein sollte und konnte Cameron von sich überzeugen – und bekam die Rolle des Terminators.

Die Dreharbeiten waren für das Frühjahr 1983 geplant, verzögerten sich aber um ein gutes Jahr, da Schwarzenegger wegen der Dreharbeiten zu „Conan der Zerstörer“, nicht verfügbar war. Cameron stand zur Umsetzung seiner Idee übrigens nur ein Budget von 6,4 Millionen Dollar zur Verfügung – Geld dass er meiner Meinung nach, gut genutzt hat.

Gerade bei Filmen aus den Achtzigern merkt man gern wie alt sie sind und üblicherweise ist es noch schlimmer, wenn sie Sci-Fi-Elemente beinhalten. „The Terminator“ schlägt sich vergleichsweise gut, wenn er auch klar im Vergleich mit dem zweiten Teil verliert. Das soll an dieser Stelle kein Vorwurf sein, denn „Terminator 2: Tag der Abrechnung“ entstand nicht nur sieben Jahre später, sondern konnte auch auf ein Budget zurückgreifen, dass das seines Vorgängers um das ca. fünfzehnfache! übertraf.

Der Film beginnt neben einer kurzen Texteinleitung wie immer mit einem kurzen Blick in die Zukunft. Bereits kurze Zeit später landet ein nackter Terminator in Los Angeles und deckt sich mit Kleidung und Waffen ein. In Vorbereitung auf seine Rolle hat Arnold Schwarzenegger übrigens drei Monate mit Waffen trainiert, um sie ordnungsgemäß benutzen zu können.

Kurze Zeit später landet Kyle Reese ebenfalls in LA und es stellt sich die Frage, wer von den beiden Sarah Connor als erstes erreicht. Michael Biehn (Aliens) passt erstklassig in die Rolle des Kyle Reese und vermittelt den Soldaten aus der Zukunft glaubhaft, der durch die Schrecken des Krieges nachts Alpträume bekommt. Unterstützt wird er dabei durch Rückblenden in die Zukunft, die auch dem Zuschauer vermitteln, was denn da los war.

Ebenfalls großartig ist Linda Hamilton (American Warships 2), die als Sarah Connor glaubhaft überfordert mit der neuen Situation wirkt – aber Hand aufs Herz, wer wäre das nicht. Noch beeindruckender ist ihre Performance hier wenn man bedenkt, dass sich die gute Frau kurz vor den Dreharbeiten den Knöchel gebrochen hat. Aber gut, Hamilton war zu diesem Zeitpunkt scheinbar bereits hart im Nehmen.

Die Inszenierung des Films ist gelungen und Cameron konnte, nach seiner Arbeit an dem wenig erfolgreichen „Piranha 2“, an dieser Stelle das erste Mal sein Talent unter Beweis stellen. Die Action ist auch nach heutigen Maßstäben erstklassig und Cameron verstand es perfekt Schwarzenegger als unaufhaltsame Killermaschine zu inszenieren.

Da wird dann auch schnell klar, warum sich der T-800 in den späteren Filmen selbst von einem Granatwerfer nur wenig beeindruckt zeigt. Schwarzenegger passt ausgezeichnet in die Rolle, die er später noch mehrmals spielen sollte (immerhin kündigt er ja in jedem Film an, er würde wieder kommen!) und selbst sein Akzent passt hier ausgezeichnet, auch wenn sich sein Text auf nur ungefähr 70 Wörter beschränkt.

Optisch hat der Film auch einiges zu bieten, auch wenn in einigen Momenten der Effekt deutlich heraussticht (etwa das in einigen Szenen gezeigte Kunststoffgesicht des Terminators). Dennoch sollte man hier beachten, mit wie wenig Geld Cameron hier auskommen musste. Vergleichsweise gut geworden sind die Szenen, die den Krieg gegen die Maschinen in der Zukunft zeigen und die eine gewisse Trostlosigkeit vermitteln.

Alles in allem ist „The Terminator“ ein Klassiker, der zwar nicht so zeitlos wirkt wie die direkte Fortsetzung, aber dennoch gelungen ist. Hier hat man ein Franchise geschaffen, das nicht nur jeder kennt, sondern uns auch alle heiligen Zeiten eine mehr oder weniger brauchbare Fortsetzung beschert.

Der Film „The Terminator“ bekommt 8/10 für die Zukunft der Menschheit kämpfende Empfehlungspunkte.


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