Magic Mike XXL (Filmkritik)

Nachdem Mike (Channing Tatum) vor drei Jahren seine Stripperkarriere beendete, wollen auch seine Kollegen Ken (Matt Bomer), Big Dick Richie (Joe Manganiello), Tarzan (Kevin Nash), Tito (Adam Rodriguez) und Tobias (Gabriel Iglesias) die Tangas an den Nagel hängen. Für ihren Abschied vom Showbusiness wollen sie in Myrtle Beach die letzte Vorstellung geben.

Dabei darf Mike nicht fehlen und so begeben sich die Tänzer auf den Weg zu ihrem letzten Auftritt. Da ihnen nach einem unglücklichen Zwischenfall ein MC fehlt, wärmt Mike seine Bekanntschaft zu Rome (Jada Pinkett Smith) wieder auf. Nebenbei lernt er die junge Fotografin Zoe (Amber Heard) kennen, und übt mit seinen Jungs neue Choreografien…

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It’s getting hot in here, so take off all your clothes! Die Jungs rund um Magic Mike sind wieder da und das nur aus einem Grund – weil der erste Teil bei einem Budget von 7 Millionen Dollar beachtliche 167 Millionen Dollar eingespielt hat. „Magic Mike“ war für mich eher ein so lala Erlebnis und darum ging ich eher mit gemischten Gefühlen in diesen Film.

Gleich mal vorweg, einige bekannte Namen haben sich für den zweiten Teil nicht verpflichten lassen, so unter anderem Matthew McConaughy und Alex Pettyfer. Die beiden haben angeblich die restliche Truppe sitzen lassen, weil sie in Asien einen Gig bekamen. Auch Mikes Freundin, gespielt von der wenig charismatischen Cody Horn, hat sich äußerst unrühmlich vom Acker gemacht, nachdem er ihr einen Heiratsantrag gemacht hat.

Ansonsten wurde handlungstechnisch (soweit Story vorhanden) ein etwas leichterer Ton angeschlagen. Die Jungs wollen ein letztes Mal bei einer Stripper-Convention so richtig auf den Putz hauen und holen sich daher Mike wieder an Bord, der inzwischen Vollzeit-Tischler ist und zwar in Aufträgen, aber nicht in Geld schwimmt. Um seinem Alltag ein wenig zu entkommen, lässt er sich von seinen ehemaligen Stipper-Kollegen überreden, wieder Teil ihres Programms zu werden. Nebenbei erfährt man dann, was die Jungs so an Zukunftssorgen und Pläne für die Zukunft haben.

Channing Tatum (Jupiter Ascending), Matt Bomer (Space Station 76), Joe Manganiello (True Blood), Kevin Nash (John Wick) und Adam Rodriguez (CSI: Miami) sind alle wieder als männliche Stripper, pardon Entertainer, mit von der Partie und geben sich charismatisch sympathisch. Doch all das verblasst neben den sexuell äußerst expliziten Tanzeinlagen, von denen es einige gibt und die dafür sorgen, dass es rund herum nicht allzu viel Handlung geben muss. Es scheint rund die Hälfte des Films für Tänze der jeweiligen Jungs drauf zu gehen. Was den Film aber dann trotz alle dem unterhaltsam macht, ist die Bro-mance zwischen den Hauptcharakteren, die auch mal über Zukunftssorgen sprechen können, nur um im nächsten Moment Drogen zu nehmen, um auf bessere Ideen für ausgefallene Performances zu kommen.

Die Auftritte der Jungs bei der Convention waren genial und innovativ. Die Truppe die vor ihnen auftrat hatte als Thema übrigens „Twilight“. Jeder außer Tatum brachte etwas Persönliches in seine Performance ein und so enttäuschte es etwas, als er einen toll choreografierten, aber leicht seelenlosen Tanz zum Besten gab.

Unnötig war Tatums Geplänkel mit Amber Heard (3 Days to Kill), die wirklich nur als Love-Interest da war und sonst keinerlei Zweck erfüllte. Es scheint Tatum braucht hier jemanden zum Anschmachten, wenngleich ich nicht verstehe warum. Der Film hätte auch ohne sie funktioniert. An McConaughys Platz als MC tritt Jada Pinkett Smith (Gotham), die es mit Leichtigkeit schaffte, dem Publikum ordentlich einzuheizen, noch bevor einer der Jungs die Bühne betritt.

Fazit: „Magic Mike XXL“ mag schlüpfrig und sexuell sehr explizit sein, jedoch gleitet man nicht ins niveaulose ab, da die Jungs abseits der Bühne wahre Gentlemen sind. Regisseur Gregory Jacobs setze das „beste“ der Jungs wahrlich optimal in Szene.

Dieser Film bekommt von mir 5,5/10 hüllenlosen Punkten.


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