Home Sweet Hell (Filmkritik)

Don Champagne (Patrick Wilson) führt ein langweiliges Leben, ist mit Mona (Katherine Heigl) glücklich verheiratet und ist sein eigener Chef in einem Möbelgeschäft. Als die neue Mitarbeiterin Dusty (Jordana Brewster) ihm schöne Augen macht, beginnt er eine Affäre, nur um kurze Zeit später festzustellen, dass sie scheinbar schwanger ist und Geld von ihm will. Don erzählt Mona von seinem Missgeschick und die beschließt, dass Dusty verschwinden muss – immerhin passt sie so gar nicht ins idyllische Familienleben.

Home Sweet Hell

Regie an dieser Stelle führt der bis jetzt unbekannte Anthony Burns, der diese Funktion nach „Skateland“ zum zweiten Mal übernimmt. Für die Erzählung seiner doch recht schrägen Geschichte stehen ihm hier eine Menge durchaus bekannter Gesichter zur Verfügung. Die jeweiligen schauspielerischen Qualitäten der einzelnen Personen, sind dann auch nicht das Problem!

Der Film beginnt mit einem Blick in ein Buch. Wie sich kurze Zeit später herausstellt, wird es von Mona geführt, die konkrete Pläne für ihr Leben hat – diese Pläne beinhalten auch ihr Liebesleben mit Don. Don stellt mit Dusty (Jordana Brewster – „Fast & Furious 7„) eine neue Mitarbeiterin ein, die ihm zunehmend Avancen macht und die beiden beginnen eine Affäre.

Bis jetzt ist der Film nicht wirklich spannend und vermutlich hat man alles schon in ähnlicher Form wo anders gesehen. Dusty behauptet schließlich schwanger zu sein und es stellt sich heraus, dass sie es auf Dons Geld abgesehen hat. Doch welches Geld? In seiner Not beichtet Don Mona seine Affäre und die beschließt: Dusty muss verschwinden.

Da ihr Mann der Situation nicht gewachsen ist, übernimmt Mona das Zerteilen der sterblichen Überreste in handliche Stücke. Leider stellt sich kurze Zeit später heraus, dass Dusty von ihrem irren Freund Murphy zu der Abzocke genötigt wurde und dementsprechend muss noch die eine oder andere Person sterben, um das Familienglück zu sichern.

Katherine Heigl (Killers), die sich sonst gerne von ihrer charmanten Seite zeigt, ist hier als gefühlskalte Psychopatin unterwegs. Während beispielsweise ihrem Gatten über der Toilette zum Kotzen zu Mute ist (verständlich in Anbetracht der Situation), zerstückelt Mona in der Garage Dustys Überreste und hat dabei andeutungsweise ein Lächeln im Gesicht.

Patrick Wilson ist ein Schauspieler, der sein Talent mit Filmen wie „Stretch“ bereits mehrfach bewiesen hat. Als Don hat er leider nicht viel mehr zu tun, als am Anfang mit seiner neuen Mitarbeiterin zu vögeln und später völlig fertig zu sein über die Art und Weise, wie seine Frau damit umgeht. Dementsprechend wenig gibt Wilsons Rolle dann leider auch her.

Die Mitte des Films ist herrlich schräg und dennoch muss man als Zuschauer gegen Ende feststellen, dass man hier leider einen Rückzieher gemacht hat. Es wirkt leider so als wären den Verantwortlichen entweder die Ideen oder das Geld ausgegangen. Ich hatte auf ein passendes, irres Ende gehofft, das zur restlichen Geschichte passt und wurde leider enttäuscht.

Alles in allem ist „Home Sweet Hell“ ein Film, der den etwas anderen Familienwahnsinn beleuchtet. Einer schön schrägen (um nicht zu sagen irren) Mitte stehen leider ein langer Anfang und ein verschenktes Ende gegenüber. Katherine Heigl als Mona macht ihre Sache unglaublich gut und sorgt für die eine oder andere Gänsehaut beim Zuschauer.

Der Film „Home Sweet Hell“ bekommt 6/10 die Familie mit allen Mitteln verteidigende Empfehlungspunkte.


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