Van Helsing (Filmkritik)

Van Helsing (Hugh Hackmann) jagt alle Arten von Ungeheuern, in der Hoffnung dadurch das gut zu machen, an das er sich nicht mehr erinnern kann. Engagiert von einer Geheimorganisation macht er sich daran, das Böse auf dieser Welt aufzuspüren und zu besiegen. Dieser Job bringt ihm jedoch wenig Dank seiner Mitmenschen ein und einen äußerst undankbaren Spitznamen dazu: Mörder. Nun hat er eine neue Mission. Er muss nach Transsylvanien reisen und dort einen Grafen namens Dracula zu töten. Dabei soll er die schöne Anna Valerious (Kate Beckinsale) beschützen, ist sie doch die letzte ihrer Familie, die der Graf verschont hat. Und dann gibt es da noch Frankensteins Monster…

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„Van Helsing“ von Regisseur Stephen Sommers (Die Mumie) macht einfach nur Spaß und daher kann man von dem Thema Vampire halten was man mag, hier jedoch ist es äußerst unterhaltsam in diesen Film eingewoben worden und ist Unterhaltung pur. Als dieser Film laaaaaaaaaaaange vor „Twilight“ und Co ins Kino kam, hob er sich erfrischend von der Masse der anderen Vampir-Filme ab, wenngleich man inzwischen keine allzu hohen Ansprüche mehr hat und sich ja schon freut, wenn die Vampire nicht in der Sonne glitzern.

„Van Helsing“ bedient sich vollkommen ungeniert an diversen fantastischen Geschichten, vor allem des 19. Jahrhunderts: So begegnet man begegnet neben Dracula noch seinen Bräuten, Frankenstein und seinem Monster und auch noch Dr. Jekyll und Mr. Hyde, Werwölfen, dem Glöckner von Notre Dame und dem titelgebenden Vampirjäger aus Bram Stokers Roman – was für eine kunterbunte Mischung.

Das mag so ein bisschen an „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ erinnern, wo ebenfalls aus diversen Quellen bekannte Charaktere ein Team bilden um gegen das Böse zu kämpfen. Aber wo „Die Liga“ einfach nur schlecht war und für das Ende von Sean Connerys Karriere verantwortlich gemacht wird, findet man hier leicht hirnlosen Spaß, der 130 Minuten wie im Fluge vergehen lässt.

Wovon ich allerdings abraten möchte, ist sich diesen Film in der OV anzusehen, denn Kate Beckinsales Akzent tut so richtig weh und als ich das erste Mal den Genuss hatte, die OV zu sehen, fragte ich mich, ob das wohl ein schlechter Witz sei. Daher – im Eigeninteresse auf Deutsch gucken.

Der Titelheld kommt daher wie eine Mischung aus James Bond, ein bisschen Indiana Jones und Buffy, die Vampirjägerin. Hugh Jackman passt diese Rolle wie maßgeschneidert, hatte er doch schon zuvor schon als Wolverine gezeigt, dass er das Zeug zum Action-Star hat.

Kate Beckinsale hingegen macht ihren Job perfekt. Alles in allem toller Spaß, eine alte Geschichte neu erzählt. Die hübsche Brünette hat im Action-Genre inzwischen fast ein zweites zu Hause gefunden, nicht zuletzt dank der „Underworld“-Serie und Filmen wie „Total Recall“.

Richard Roxburgh (Stealth) als Dracula will nicht so recht passen. Der Vampir wirkt als ob er dank einer Überdosis Koffein komplett hibbelig wäre und keine Minute still halten könnte. Wirklich cool war David Wenham (HDR), der als Mönch Carl das mittelalterliche Pendat zu James Bonds Q ist und nebenbei noch einige der coolsten One-Liner auf Lager hat.

Hier noch eine Lebensweisheit von Dracula : Was du nicht willst, das man dir tut, das füg ich einem andern zu!

Der Film bekommt 6,5/10 Vampire bekämpfende Empfehlungspunkte.

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