Die Mumie – The Mummy (Filmkritik)

1719 vor Christus wird der Hohepriester Imhotep (Arnold Vosloo) nach einer Affäre mit der Geliebten des Pharao bei lebendigem Leib mumifiziert und begraben. Knapp vier Jahrtausende später findet der amerikanische Archäologe Rick O’Connell (Brendan Fraser) bei Ausgrabungen die sagenumwobene Stadt Hamunaptra und erweckt aus Versehen die Mumie…

The-Mummy-1999

Kaum zu glauben, dass dieser Film schon über 17 Jahre auf dem Buckel hat. Der Film von Stephen Sommers (Van Helsing) traf damals den Zahn der Zeit und war dementsprechend ein Hit an den Kinokassen. Kein Wunder also, dass dieses sehr freie Remake des gleichnamigen Boris Karloff-Films einige Fortsetzungen bekam. „Die Mumie kehrt zurück“ (2001) und „Die Mumie – Das Grabmal des Drachenkaisers“. Da die Film-Reihe 2017 mit Tom Cruise in der Hauptrolle rebootet wird, dachte ich, es wäre wieder einmal an der Zeit, sich diese drei Filme anzusehen.

Der Film beginnt mit äußerst eindrucksvollen CGI: eine Kamerafahrt durch Theben, über 3000 Jahre vor unserer Zeit. So kann Stephen Sommers gleich mal anfangs punkten. Im Gegensatz zum Original wird weitestgehend auf wirklichen Horror verzichtet. Statt dessen ist „Die Mumie“ viel mehr ein waschechter Action-Film, der dank Sidekick Jonathan stellenweise auch echt lustig ist.

Wie das Thema des Films richtig vermuten lässt, gibt es auch sonst viele computeranimierte Sachen: wie in etwa die titelgebende Mumie, viel Sand und sehr böse und menschenverschlingende Skarabäen. Diese sind für die damalige Zeit gar nicht so schlecht gelungen. Zu verdanken sind diese Effekte übrigens ILM, der Special Effects Firma von George Lucas. Und ja, nach heutigen Standards sehen sie stellenweise lächerlich aus, aber damals war ich echt fasziniert.

Das Abenteuer beinhaltet eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Charaktere, was das ganze dann doch sehr facettenreich wirken lässt: Evelyn (Rachel Weisz – „Oz the Great and Powerful„), ist nicht das typische Frauchen der 20er Jahre und ist stellenweise eine richtige Emanze.

Rick, gespielt von Brendan Fraser (Tintenherz), um den es inzwischen eher ruhig geworden ist, spielt den coolen und rauflustigen Abenteurer Rick, der so schnell nicht aus der Bahn zu werfen ist. Er hat kein Problem damit, seine Fäuste für ihn sprechen zu lassen, hat aber einen weichen Kern.

Jonathan (John Hannah – „Agents of SHIELD„), der scharfzüngige und leicht ungeschickte Taschendieb und Bruder Evelyns, ist der comic relief des Films und sorgt für die meisten lustigen Momente.

Imothep, gespielt von Arnold Vosloo (G.I. Joe: Retaliation), ist der große Bösewicht des Films. Anfangs sieht man lange seine vermoderte Visage, aber sobald der Schauspieler zu sehen ist, zeigt er immense Leinwandpräsenz.

Wenn diese sehr unterschiedlichen Personen aufeinander treffen sind Spannung, Witz, ein bisschen Gefühl, Abenteuer und noch einiges mehr nicht weit. Die Story ist zwar relativ einfach gestrickt, aber es wird einem trotzdem nie langweilg, denn der Film beschränkt sich nicht nur auf den Kampf mit Mumien bzw Untoten.

Fazit: Wer Lust auf dieses Abenteuer in der Wüste Ägyptens bekommen hat, dem kann ich Teil 2 auch empfehlen (Teil 3 war eher enttäuschend).

Der Film bekommt von mir 7/10 sandige Empfehlungspunkte.

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